
Das Sprachrohr, habe ich gelesen, wurde im 17. Jahrhundert erfunden. Durch so eine Art Trichter konnte ein Redner seine Stimme auf eine größere Menge von Menschen ausrichten, zum Beispiel auf einem freien Platz. Mithilfe eines Sprachrohrs konnte man eine Menge informieren oder auch zu weiteren Veranstaltungen einladen.
Das Sprachrohr hat sich als Medium schnell durchgesetzt: Es verstärkte, ganz ohne elektrischen Strom, Stimme und Schall. Ein moderner Nachfolger des Sprachrohrs ist das Megaphon, in dem Mikrofon, Verstärker und Lautsprecher zusammenwirken.
Wer unserer Gemeindezeitung den Namen Sprachrohr gegeben hat, das habe ich nicht erkundet. Schon vor Pastor Roths Zeiten hieß es so, und auch die Gemeindezeitung von Gustav-Adolf heißt Sprachrohr. Wichtig ist an unserem Sprachrohr, dass mehr Menschen Informationen aus unserem Gemeindeleben bekommen als die vergleichsweise kleine Zahl, die die Gottesdienste in unserer Bethlehemkirche besucht. Das Sprachrohr verteilen fleißige Menschen viermal im Jahr an alle Haushalte, in denen mindestens ein Gemeindeglied lebt. So erreichen wir mehr Menschen als die Zahl derer, mit denen wir als Kirchenvorstand und kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im persönlichen Gespräch sind.
In den vergangenen Jahren hat sich unser Bethlehem-Sprachrohr verändert: Im Druck ist es farbig geworden. Und zu den geistlichen Worten, zu den Ankündigungen und Berichten, den Übersichten und Informationen sind mehr und mehr die Fotos hinzugekommen: Ein Titelbild richtet deine Aufmerksamkeit auf ein Thema, und günstigenfalls macht dir allein das Anschauen Freude. Fotos von Gruppen in der Gemeinde, zum Beispiel ein Foto der Konfirmandinnen und Konfirmanden, verschaffen dir einen Eindruck von den lebendigen Menschen, die zu unserer Bethlehemgemeinde gehören.
Vielleicht kommt dir unser gedrucktes – oder auf der Internetseite veröffentlichtes – Sprachrohr trotzdem altertümlich vor. Aber darauf wird es weiterhin ankommen: dass du dich ansprechen lässt von dem, was wir vom Redaktionskreis für dich geschrieben oder ausgewählt haben. Und wenn es dir möglich ist, komm gern zu Besuch in unsere schöne Bethlehemkirche oder in unser Albert-Schweitzer-Haus! Du bist dort willkommen.
Viel Freude, sowohl beim Anschauen als auch beim Lesen,
wünscht im Namen des Kirchenvorstands und des Redaktionskreises
