Geistliches Wort

Das Sprachrohr, habe ich gelesen, wurde im 17. Jahrhundert erfunden. Durch so eine Art Trichter konnte ein Redner seine Stimme auf eine größere Menge von Menschen ausrichten, zum Beispiel auf einem freien Platz. Mithilfe eines Sprachrohrs konnte man eine Menge informieren oder auch zu weiteren Veranstaltungen einladen.

Das Sprachrohr hat sich als Medium schnell durchgesetzt: Es verstärkte, ganz ohne elektrischen Strom, Stimme und Schall. Ein moderner Nachfolger des Sprachrohrs ist das Megaphon, in dem Mikrofon, Verstärker und Lautsprecher zusammenwirken.

Wer unserer Gemeindezeitung den Namen Sprachrohr gegeben hat, das habe ich nicht erkundet. Schon vor Pastor Roths Zeiten hieß es so, und auch die Gemeindezeitung von Gustav-Adolf heißt Sprachrohr. Wichtig ist an unserem Sprachrohr, dass mehr Menschen Informationen aus unserem Gemeindeleben bekommen als die vergleichsweise kleine Zahl, die die Gottesdienste in unserer Bethlehemkirche besucht. Das Sprachrohr verteilen fleißige Menschen viermal im Jahr an alle Haushalte, in denen mindestens ein Gemeindeglied lebt. So erreichen wir mehr Menschen als die Zahl derer, mit denen wir als Kirchenvorstand und kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im persönlichen Gespräch sind.

In den vergangenen Jahren hat sich unser Bethlehem-Sprachrohr verändert: Im Druck ist es farbig geworden. Und zu den geistlichen Worten, zu den Ankündigungen und Berichten, den Übersichten und Informationen sind mehr und mehr die Fotos hinzugekommen: Ein Titelbild richtet deine Aufmerksamkeit auf ein Thema, und günstigenfalls macht dir allein das Anschauen Freude. Fotos von Gruppen in der Gemeinde, zum Beispiel ein Foto der Konfirmandinnen und Konfirmanden, verschaffen dir einen Eindruck von den lebendigen Menschen, die zu unserer Bethlehemgemeinde gehören.

Vielleicht kommt dir unser gedrucktes – oder auf der Internetseite veröffentlichtes – Sprachrohr trotzdem altertümlich vor. Aber darauf wird es weiterhin ankommen: dass du dich ansprechen lässt von dem, was wir vom Redaktionskreis für dich geschrieben oder ausgewählt haben. Und wenn es dir möglich ist, komm gern zu Besuch in unsere schöne Bethlehemkirche oder in unser Albert-Schweitzer-Haus! Du bist dort willkommen.

Viel Freude, sowohl beim Anschauen als auch beim Lesen,

wünscht im Namen des Kirchenvorstands und des Redaktionskreises

Interessantes zum Vormerken

„Frühstück in Bethlehem“ im Advent

Liebe Seniorinnen und Senioren,

herzliche Einladung zur diesjährigen Adventsfeier am  Mittwoch, dem 10. Dezember,

 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Albert-Schweitzer-Haus.

Bei einem schönen Frühstücksbuffet, welches von Frau Christel Bohnenstengel liebevoll vorbereitet wird, sowie adventlichen Geschichten und Liedern wollen wir einen schönen Vormittag  zusammen verbringen.

Eingeladen sind alle Gemeindeglieder ab 70 Jahren, Ehepartner und -partnerinnen oder gute Freunde „über oder unter“ 70 selbstverständlich auch.

Anmeldungen bitte bis zum  5. Dezember an das Pfarrbüro, oder rufen Sie gerne an unter Telefonnummer (05931) 1 24 67 oder direkt bei Frau Bohnenstengel, Tel.: 0170 34 34 687

Herzliche Grüße

Ihr/euer Pastor Achim Heldt

Lebendiger Adventskalender

Auch in diesem Jahr möchten wir gerne den  „Lebendigen Adventskalender“  gestalten.

Da es sich in den letzten beiden Jahren gut bewährt hat, treffen wir uns auch in diesem Jahr wieder jeden Donnerstag um 18.30 Uhr im adventlich geschmückten Pavillon auf der Pfarrwiese. So entfällt für die Ausrichter das aufwändige Herrichten ihrer Terrassen oder Garagen. Gestaltet werden die drei Termine von unterschiedlichen Personen oder Personengruppen. Die Bewirtung mit Gebäck und Glühwein (mit oder ohne Alkohol) bleibt wie gewohnt. – Wenn Sie sich vorstellen könnten, auch einen Termin auszurichten, melden Sie sich gerne im Pfarrbüro.

Die Termine sind:                Donnerstag,       04. 12.    18.30 Uhr

                                                Donnerstag,      11. 12.     18.30 Uhr

                                                 Donnerstag,      18. 12.    18.30 Uhr

Wir freuen uns auf adventliches Beisammensein.

Der Landrat beim Männerfrühstück

Aus dem Männerkreis  „Männer Machen Mit“

Wieder ein ausgebuchtes Haus zum Männerfrühstück im Gemeindehaus

Seit nunmehr 2013 laden wir jedes Jahr (mit Ausnahme der zwei Coronajahre) zum Männerfrühstück ein. Die Einladungen hierzu erfolgen an alle Gemeinden unseres Kirchenkreises und Interessierte. So begrüßten wir jetzt 80 Teilnehmer u.a. aus dem Raum Hümmling, Herzlake, Dalum, Twist, Lingen, Haren, und was uns besonders freut, konfessionsüberschreitend aus den christlichen Nachbargemeinden in Meppen. Namhafte Referenten aus den christlichen Kirchen, aus Politik und Wirtschaft haben bisher den Weg zu uns gefunden. Für das diesjährige Frühstück konnten wir den emsländischen Landrat Marc-André Burgdorf gewinnen. Als Volljurist schloss er parallel zu seinem Jurastudium die Katholische Theologie als Diplom-Theologe erfolgreich ab. Seit Frühjahr 2019 steht Herr Burgdorf dem Landkreis Emsland als Landrat vor und referierte über das Thema: „Für ein zukunftsfähiges Emsland“.

Nach einer kleinen Andacht und einem gemeinsamen Lied servierte der Männerkreis unserer Gemeinde „fast wie gelernt“ ein herzhaftes Kaffee/Tee-Frühstück. Rührei mit Bauchspeck, Brötchen, leckere Käse- bzw. Wurstsorten sowie geräucherte Lachsscheiben ließen die Sorgen um zu viele Kalorien in den Hintergrund treten.

Der Landrat blickte in seinen folgenden Ausführungen auf ein erfolgreiches Emsland mit guten Sozialstrukturen und einer Vollbeschäftigung zurück. 50% der Arbeitsplätze befinden sich in Zukunftsbranchen. Das alles wirkt sich positiv auf eine demografisch stabile Bevölkerungsentwicklung aus. In den letzten 10 Jahren stieg die Bevölkerungszahl von 310.000 auf jetzt 340.000 Einwohner an. Das zeugt von einer positiven Einschätzung des emsländischen traditionsreichen Lebensraumes mit seiner starken finanzkräftigen Wirtschaft. Fortschrittlich positiv stellt sich die digitale Infrastruktur dar. Im Jahr 2027 werden die letzten Flecken digital angeschlossen sein. Ein digitaler Knotenpunkt, sonst nur in Großstädten anzutreffen, wird in Meppen errichtet und weitere Vorteile bringen.

Das Bruttoinlandsprodukt des Emslandes liegt über dem Bundesdurchschnitt, der ausgeglichene rund 900 Millionen schwere Jahreshaushalt kommt mit einer leichten Neuverschuldung bei einem ohnehin geringen Schuldenstand aus. Sorgen bereiten die Sozialausgaben. Sie belasten steigend die Finanzsituation mit rd. 70%.

Zum Bereich „Erneuerbare Energien“ berichtete Burgdorf, dass der Landkreis Emsland als erster Landkreis überhaupt das festgelegte Ziel von 3% der Fläche für Windenergieanlagen überschritten hat. Hierbei erfolgte zu Gunsten einer Abstandsregelung von 400 Metern zu Wohngebäuden die Einbeziehung von Waldflächen. Als überaus wichtig ist die Speicherung der Überschüsse aus der nicht immer gleichmäßig erzeugten erneuerbaren Energie. Dies soll vorrangig durch Produktion und Speicherung in Wasserstoff erfolgen. Eine Wasserstoff-Pipeline wird an der holländischen Grenze von Norden nach Süden verlegt. Der Landkreis hat vorausschauend in Koordination mit den Kommunen bereits regionale Abzweigpunkte festgelegt, die eine Teilhabe der emsländischen Industriestandorte ermöglicht und spätere kostenträchtige Veränderungen überflüssig machen. Im Übrigen fördert der Landkreis Industriestandorte in den Kommunen, damit der ländliche Raum nicht abgehängt wird. In diesem Zusammenhang bescheinigte der Redner der emsl. Wirtschaft eine besondere „Macherqualität“. Die Kommunalpolitik muss dieser Herausforderung gerecht werden, denn Demokratie lebt von gutem Streit und Diskussion.

Die Region ist christlich sozialisiert und stark engagiert in Vereinen und Verbänden. Mit rückläufigen Mitgliederzahlen stehen die Kirchen mit ihrer enormen Sozialarbeit vor Problemen, die zunehmend von den Kommunen aufgefangen werden müssen. So zeichnet sich in der  Kranken- und Pflegeversorgung eine Konzentration ab. Aktuell läuft hier die Fusion des Ludmillenstifts in Meppen mit dem Bonifatiushospital in Lingen mit Förderung durch den Landkreis. Generell zeigt sich die ärztliche Versorgung unterbelegt. Der Landkreis ist bereits aktiv mit einer Niederlassungsförderung tätig. Auch sollen Clearingstellen eine Entlastung der Ärzte von sozialbedingten Problemen erreichen.

Die anschließenden Wortmeldungen zu Klimawandel, Öffentlicher Nahverkehr, Migration sprengten den vorgesehenen Zeitrahmen, so dass erst kurz vor 13.00 Uhr die Versammlung mit einem Schlusssegen beendet werden konnte. Schlussnotiz: Das Kinderhospiz Löwenherz in Lingen freut sich über eine Spende der Gäste in Höhe von 500 Euro. Einfach toll!

Für November 2026 ist bereits das nächste Männerfrühstück avisiert. Packen wir es an.

Ihr Günter Rieken

Nachrufe

In christlicher Verbundenheit nehmen wir Abschied von Frau Irmtraud Marnowsky geb. Fitzner.

*15. September 1932          + 13. Oktober 2025

Frau Marnowsky hat viele Jahrzehnte den Aufbau unserer Bethlehemgemeinde aktiv begleitet.

Mit aufmerksamem und durchaus auch kritischem Geist war sie uns eine hilfreiche Gesprächspartnerin.

Sie sah, wo Hilfe nötig war und packte dann mit an. So kannten wir sie bei unzähligen Gemeindefesten.

Im Frauenkreis war sie ebenso aktiv wie im Kirchenchor unserer Gemeinde.

Sie stand stets treu und loyal zu ihrer Gemeinde bis ins hohe Lebensalter.

Von Beginn an verfolgte sie mit anhaltendem Interesse die Gründung unserer gemeindeeigenen Bethlehem-Stiftung.

Wir danken ihr für ihren großen Einsatz im christlichen Ehrenamt. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie. Wir werden ihr stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Pastor Heldt                                        Ulrike van der Ven

Für die Bethlehemgemeinde

Am 24. Oktober 2025 verstarb im Alter von 89 Jahren Heinz Breßlein.

Wir haben am 4. November 2025 auf dem Friedhof in Esterfeld in einer würdevollen Trauerfeier von ihm Abschied genommen. Viele Weggefährten haben ihn auf seinem letzten Weg begleitet, denn er hat in unserer Bethlehemgemeinde überall Spuren hinterlassen.

Es gibt im Leben für alles eine Zeit – eine Zeit der Freude, der Stille und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

Heinz Breßlein war Christ aus Überzeugung, lebte seinen Glauben, der ihm Kraft gab in Freud und Leid, der ihm half, stets für seine Nächsten da zu sein.

Ihm waren nicht nur die Gottesdienste wichtig, die er regelmäßig mit seiner lieben Frau besuchte, sondern er brachte sich  auch ehrenamtlich in vielen Bereichen unserer Gemeinde  ein. So gehörte er anfangs dem Männerkreis an, unterstützte ihn auch weiterhin als unermüdlicher Spendensammler für die Aktion „Brot für die Welt“ auf dem Weihnachtsmarkt.

Von 1982 bis 1994  setzte er sich im Kirchenvorstand für die Geschicke unserer Gemeinde ein, sang gemeinsam mit seiner Frau im Kirchenchor und erlebte viele Chorleiter.

Meine Nähe zu Heinz Breßlein begann 1982 mit der Gründung des „Lektorendienstkreises“, der sich später „Gottesdiensthelferkreis“ nannte. Und eine besondere Herzensangelegenheit war uns der „Krankenhausbesuchsdienst“, den wir von 1985 bis 2021 – also 36 Jahre lang – mit vielen weiteren Ehrenamtlichen ausübten. Unermüdlich im Einsatz liefen bei Heinz Breßlein neben den Besuchen am Krankenbett auch alle organisatorischen Aufgaben zusammen, und ich telefonierte oft mit ihm, wenn es um unsere evangelische Präsenz im Krankenhaus ging.

Ich habe Heinz Breßlein sehr geschätzt in seiner liebenswerten, zurückhaltenden, sehr bedachten, stillen Art, in seinem sensiblen Umgang bei allen Begegnungen, stets verlässlich und bereit, für den anderen da zu sein. Ich denke, diese Erfahrungen haben viele Menschen machen dürfen.

Und ein Christenmensch ist auch ein fröhlicher Mensch – so erlebten wir Heinz Breßlein mit seiner lieben Frau bei vielen Feiern und Treffen in unserer Gemeinde.

Seine Kräfte ließen in der letzten Zeit sehr nach, so dass wir uns nicht mehr so oft im Gottesdienst gesehen haben. Nun bleibt sein Platz in der Kirchenbank leer. Wir werden ihn sehr vermissen, aber in dankbarerer, liebevoller Erinnerung behalten.

„Still wird´s! Und als den tiefen Frieden ein leises Wehen durchzog, da mocht´ es sein, dass abgeschieden, die Erdenseele aufwärts flog.“

Mit diesen Worten Theodor Fontanes sprechen wir den Angehörigen unser Mitgefühl aus und lassen sie wissen, dass sie in ihrer Trauer nicht allein sind.

Charlotte Stellmacher

Für Kinder und Jugendliche

„Wolltest du nicht immer schon ein König sein?“,

….dann melde dich gerne an, beim Krippenspiel mitzumachen.

Natürlich werden auch Maria und Josef, Engel und Hirten gesucht.

Für die Vorkonfirmanden und Vorkonfirmandinnen ist die Teilnahme am Krippenspiel Teil des Unterrichts, aber es können auch jüngere Kinder, die jetzt schon wissen, dass sie Heiligabend in die Bethlehemkirche gehen, mitmachen.

Es wird kleine und große Sprechrollen geben.

Wenn du uns gerne am Heiligabend unterstützen möchtest, dann melde dich bitte bei Antje Höbel oder im Pfarrbüro bei Frau Lübbers. Dort erfährst du alles Wichtige zu den Proben.

Wir freuen uns auf DICH und deine Mitwirkung in unserem Krippenspiel!

Jubel-Jubiläum

Am 22.06. feierten unsere „Männer machen mit“ ihr Jubiläum. Natürlich wurde auch an die Kinder gedacht und für Spaß gesorgt.

Es gab eine Hüpfburg, eine kleine Waschanlage, in der die Kinder sich nass regnen lassen konnten, Kinderschminken und noch vieles mehr.

 Linda Wagner

Lasst das Chaosspiel beginnen

Am 24.06. veranstalteten Pastor Heldt und ich ein Chaosspiel für die Konfirmanden. Eingeladen waren auch die ehemaligen Konfirmanden sowie Kinder und Jugendliche, die Lust hatten mitzumachen.

Da das Wetter sich entschlossen hatte, nicht mitzuspielen, verlegten wir die Aktion in die Kirche. Dort waren 73 Zettel versteckt, die von den Teams gefunden werden mussten, wenn man nach dem Würfeln auf das Feld der Zahl gerückt war.

Mit dem darauf stehenden Codewort musste schnell zu uns Spielleitern gelaufen werden und eine Frage oder Aufgabe gelöst werden, damit weitergewürfelt werden durfte. So musste unter anderem ein Regentanz aufgeführt werden, der Beruf des Pastors pantomimisch erklärt werden oder die Frage beantwortet werden, wer das Meer geteilt hat.

Die Motivation, Zusammenarbeit und der Teamgeist waren deutlich zu spüren. Wir haben uns entschieden, für die Zukunft weitere gemeinsame Aktionen für Jugendliche zu planen.

Linda Wagner

Ein Rückblick auf die „Drei-Jubiläen-Feier“ unserer Gemeinde

Aus dem Männerkreis  „Männer Machen Mit“

Ein Rückblick auf die „Drei-Jubiläen-Feier“ unserer Gemeinde

Der Sonntag am 22. Juni dieses Jahres hatte es in sich. Der Kirchplatz zeigte sich in einem Festgewand.  Schon bei der Ankunft wiesen Fahnen und ein Banner über der Einfahrt auf „50 Jahre Männerkreis“ hin. Kleine Fähnchen säumten den Platz um die Bethlehemkirche. Über dem Pfarrbüro zeigte ein großes Spruchband auf „50 Jahre Albert-Schweitzer-Gemeindehaus“ hin. In der Kirche zierte ein Spruch „20 Jahre Mense-Ruiter-Orgel“ die Empore über dem Taufstein.

Die Bethlehemgemeinde hatte in Erinnerung an das 50jährige Bestehen des Albert-Schweitzer-Gemeindehauses und die damit eng verbundene Gründung des Männerkreises vor 50 Jahren zu einem Jubiläumsgottesdienst und anschließendem Gemeindefest eingeladen. Gleichzeitig jährte sich die Einweihung unserer „Mense-Ruiter-Orgel“ zum 20ten Mal. Grund genug, dies mit einem musikalischen Highlight zu begehen. So brillierte der „Evangelische Meppener Posaunenchor“ unter Leitung von Johannes Drenger von der Orgelempore aus mit seinen Klängen, denen der Kirchenmusikdirektor Rudolf Winkler aus dem Erzgebirge an der Orgel nicht nachstand. Die „Marienberger Bergsänger“, dirigiert von R. Winkler, setzten mit a Capella-Darbietungen einen besonderen musikalischen Akzent, der durch ihre Bergmannstrachten optisch markant unterstrichen wurde. Die Männer des Männerkreises mit ihren roten T-Shirts, im Halbrund hinter dem Altar platziert, rundeten das Bild ab.

In seiner Begrüßung und Predigt schloss Pastor Heldt die Jubiläen würdigend und anerkennend ein. Frau Ahrens vom Kirchenvorstand ließ die Jubiläen chronologisch verbunden mit einem herzlichen Glückwunsch Revue passieren. Herr Matthias Funke überbrachte Grußworte der Stadt Meppen, ebenso wie die Männerkreise aus Dalum, Twist und Haselünne/Herzlake. Die Teilnahme und Glückwünsche von Pater Benny von der kath. St.-Maria-zum-Frieden-Gemeinde und Pastor Veltmann von der ev.-ref. Kirchengemeinde Meppen/Schöninghsdorf zeugen von der ökumenischen Verbundenheit der Gemeinden. Wer einen langen Jubiläumsgottesdienst erwartet hatte, war erstaunt, wie kurzweilig die anderthalb Stunden verflossen waren.

Das Gemeindefest hatte der Männerkreis, wie schon oft zuvor, organisiert. Auf der Wiese vor dem Kirchturm hatte Frau Linda Wagner mit ihrem Team die jüngsten Teilnehmer „voll im Griff“. Nur die Hüpfburg konnte nicht so ausgiebig wie geplant genutzt werden. Die Sonne hatte diese so stark aufgeheizt, dass eine Berührung mit der Haut schmerzhaft war. Schade!

Die „Bethlehem-Stiftung“ machte an ihrem Stand auf ihre Anliegen aufmerksam. Zu persönlichen Gesprächen und einer attraktiven Tombola war der Stand durchweg gut besucht. Der Grillstand erwies sich als absoluter Renner. Der Männerkreis hatte Familienmitglieder engagiert, um dem Ansturm Herr zu werden. Auch die Konfirmanden sprangen helfend auf dem ganzen Fest ein. Im Saal des Gemeindehauses und in der Küche herrschte Hochbetrieb, galt es doch 19 gespendete Torten und Kuchen, Kaffee und kalte Getränke zu servieren. Hier sei dem Basarkreis um Brigitte Becker sowie dem ganzen Küchenteam gedankt. Im Übrigen waren die Männer des Männerkreises in ihren roten Hemden überall auf dem Fest eingespannt.

Besonderes Interesse und Beachtung fand der 3,5 Tonnen schwere Gedenkstein vor der Kirche. Der Männerkreis ließ den Fels vom Vorplatz der inzwischen aufgegebenen baufälligen „Friedrich-von-Bodelschwingh-Kapelle“ in Osterbrock hierher verbringen und brachte eine Erinnerungstafel an den Initiator zum Bau des Gemeindehauses und den Gründer des Männerkreises vor 50 Jahren, Pastor Heinz Roth, fest an. Außerdem hatten die Männer den in die Jahre gekommenen Vorplatz um den Stein aufgearbeitet. Der präsentiert sich nun mit einem passend abgerundeten gefälligen Anblick.

Die von Erich Andrzejewski und Günter Rieken zusammengestellte Fotogalerie im langen Flur des Gemeindehauses mit über 180 großen Fotos aus den verschiedenen Aktivitätsbereichen des Männerkreises, vom Bau des Gemeindehauses und der Mense-Ruiter-Orgel sorgte für manche Erinnerungen und Gesprächsstoff. Auch die Namenslisten aller ehrenamtlichen Helfer beim Bau des Gemeindehauses in den Jahren 1974/75 und der Mitglieder des Männerkreises seit Gründung ließen Erinnerungen wach werden.

Für den finanziellen Rückhalt und die Unterstützung danken wir unserer Gemeinde und der Bethlehem-Stiftung sowie den vielen Helfern und Stiftern im Hintergrund. Dank der Spendenfreudigkeit unserer Gäste konnten 1.353 € dem Kapitalstock der Bethlehem-Stiftung gutgeschrieben werden. Die Aktion „Brot für die Welt“ freut sich außerdem über eine Spende von 647,24 € der Gottesdienstbesucher.

Gerne denken wir an diese gelungene Jubiläumsfeier zurück.

Ihr Günter Rieken

P.S. Klicken Sie bitte auf das nun folgende Bild für 255 Fotos von der großen Feier:

Geistliches Wort

Warum ich jetzt anfangen sollte und was das Salz in der Suppe damit zu tun hat!

Neulich stand ich im Supermarkt vor dem Obstregal und betrachtete die kleinen Plastikschalen mit den vorgeschnittenen Früchten. Daneben lagen die ganzen Früchte – günstiger, aber weniger bequem, um sie gleich essen zu können. Während ich überlegte, ob Bequemlichkeit diesen zusätzlichen Plastikmüll rechtfertigt, kam mir wieder eine Frage in den Sinn, die ich schon oft in Gesprächen gehört hatte: Warum soll ich überhaupt anfangen? Warum soll gerade ich mich bemühen, nachhaltiger zu leben, während Millionen andere gedankenlos konsumieren?

Am Abend bereitete meine Frau eine Suppe zu. Als sie einen Teelöffel Salz in den großen Topf gab, kam mir ein Gedanke. Wie viel macht dieser Teelöffel aus? Höchstens 5 Gramm in 3 Litern Suppe – das sind nicht ganz 0,2% der Gesamtmenge. Fast nichts. Und doch: Ohne das Salz wäre die Suppe fade gewesen, mit ihm entfalteten sich alle Aromen. Das Salz trat in den Hintergrund, aber es veränderte alles. Ich dachte, vielleicht ist es mit meinem Beitrag zur Nachhaltigkeit genauso.

Nach dem Essen scrollte ich durch einige Beiträge auf meinem Smartphone und blieb an einem Video hängen. Eine Meeresschildkröte kämpfte verzweifelt mit einem Plastikring um ihren Panzer. Ein Kommentar darunter: „Das meiste Plastik kommt doch aus Asien! Warum sollen wir uns einschränken?“ Ich ertappte mich dabei, wie ich zustimmen wollte. Aber dann fragte ich mich: Würde diese Schildkröte einen Unterschied spüren, wenn der Plastikring aus Deutschland statt aus Asien käme?

Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit einem Mann. Er engagiert sich seit Jahren für die lokale Tafel, obwohl er weiß, dass er das weltweite Hungerproblem allein nicht lösen wird. „Wissen Sie“, hatte er gesagt, „für die Menschen, denen ich heute helfe, macht es einen Unterschied. Ich kann nicht alle satt machen, aber einige. Und das reicht mir.“

Seine Worte ergaben plötzlich Sinn. Es geht nicht darum, die ganze Welt zu retten, sondern in meinem Umfeld etwas zu bewegen. Und das muss nicht teuer sein. Ein

T-Shirt drei Jahre tragen statt eine Saison. Leitungswasser trinken statt Plastik-flaschen kaufen. Zu Fuß gehen oder Rad fahren, wenn möglich. Gegenstände reparieren statt wegwerfen. Lebensmittel wertschätzen und nichts verschwenden. Diese einfachen

Handlungen kosten nichts extra, schonen aber Ressourcen und oft auch den Geldbeutel.

Jesus sagte einmal: „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu“ (Luk 16,10). Diese Worte bekommen gerade für mich einen neuen Sinn. Vielleicht geht es gar nicht um die Größe meines Beitrags, sondern um die Treue im Kleinen, darum, anzufangen mit dem, was in meiner Macht steht.

Am nächsten Morgen kaufte ich auf dem Markt frisches Obst, locker in meinen Stoffbeutel gefüllt. Eine kleine Entscheidung. Ein Anfang. Irgendjemand muss anfangen, sonst kommt nichts in Bewegung. Vielleicht bin ich nur ein Teelöffel Salz in einer großen Suppe. Aber ohne Salz schmeckt keine Suppe wirklich gut.

Frank Kroschewski

Frank Kroschewski

Ich bin dann mal… kurz vor dem Ziel

Liebe Gemeinde der Bethlehemkirche,

vor über einem Jahr habe ich mich mit dem Artikel „Ich bin dann mal weg…“ von Ihnen verabschiedet, um meinen neuen Weg als angehender Pastor zu beginnen. Heute berichte ich Ihnen, wie es mir ergangen ist und wohin der Weg mich künftig führen wird.

Die Zeit der Ausbildung war für mich eine intensive Phase des Lernens und Wachsens. Jeden Tag durfte ich in der Christus- und Kreuzkirchengemeinde Nordhorn neue Erfahrungen sammeln – in der Seelsorge, der Gottesdienstgestaltung und der vielfältigen Gemeindearbeit. Besonders bereichernd waren die Begegnungen mit den Menschen dort, die mich herzlich aufgenommen und meine ersten Schritte als Pfarrverwalter begleitet haben.

Jetzt habe ich alle Prüfungen erfolgreich bestanden und die Ausbildung mit dem Kolloquium am 20. Juni 2025 im Landeskirchenamt in Hannover abgeschlossen.

Ab dem 1. September 2025 werde ich als Pastor im Probedienst die Pfarrstelle I im verbundenen Pfarramt der Ev.-luth. Christuskirchengemeinde Brögbern – Biene – Bawinkel und der Ev.-luth. Johanneskirchengemeinde Lingen übernehmen. Auf diese neue Aufgabe freue ich mich sehr. Nach der Zeit der Vorbereitung und des Lernens darf ich nun das umsetzen, was in mir gewachsen ist.

Den Höhepunkt bildet meine Ordination zum Pastor durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer am:

Samstag, 27. September 2025, 14:00 Uhr 

Ev.-luth. Christuskirche Lingen-Brögbern 

Sandbrinkerheidestr. 32, 49811 Lingen-Brögbern

Hierzu lade ich Sie herzlich ein! Es wäre für mich ein besonderes Geschenk, bekannte Gesichter aus der Bethlehemkirche bei diesem wichtigen Schritt wiederzusehen. Die gemeinsame Zeit in unserer Bethlehemgemeinde hat mich geprägt und auf diesem Weg bestärkt.

Sie alle haben einen Anteil daran, dass ich heute vor der Ordination stehe.

Ich blicke voller Vorfreude und Dankbarkeit auf das, was kommt, und hoffe auf ein Wiedersehen bei der Ordination oder bei einer anderen Gelegenheit.

Herzlich grüßt Sie

Frank Kroschewski

Frauenfrühstück 2025

Das erste Frauenfrühstück nach der Coronazeit fand am 28. Juni 2025 um 9:00 Uhr in unserem Albert-Schweitzer Gemeindehaus in Meppen statt.

Zu unserer Freude hatte sich Schwester Carola Beermann auf unsere Einladung hin zu einem Vortrag an diesem Morgen bereit erklärt, zum Thema Erzähldecken zu referieren (siehe dazu auch Sprachrohr 106).

Schwester Carola, so beschrieben in ihrem „Steckbrief“, ist: Franziskanerin, Diplom-Sozialpädagogin, Prädikantin, Schneiderin, Menschenfreundin, Nähseelsorgerin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Sie beschreibt weiter: Sie möchte Handwerk, Seelsorge und Verkündigung zu etwas Neuem verknüpfen, nämlich der Nähseelsorge. Sie arbeitet seit dem 01.12.2024 im Kirchenkreis Emden-Leer.

Wir konnten eine größere Gruppe interessierter Frauen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen zu diesem Vortrag herzlich willkommen heißen.

Gestärkt vom Frühstück und ersten angeregten Gesprächen an den Tischen setzten wir uns in einem großen Kreis um zwei Tische, auf denen dann Erzähldecken von Schwester Carola präsentiert wurden.

Was sind denn nun Erzähldecken?

Erzähldecken sind selbstgenähte Stoffdecken, ähnlich einer Patch-Work-Arbeit.

Sie werden thematisch gestaltet und in 4 x 4 Felder zum jeweiligenThema unterteilt. Ein Geheimfach, in dem sich eine Überraschung unterbringen lässt, kann die Arbeit vervollständigen.

Themen können aus allen Bereichen des Lebens gewählt werden. Schwester Carola zeigte uns verschiedene Beispiele etwa zu: Garten, Meer, Küche, Schönheit.

Erzähldecken fördern vorrangig die Kommunikation, regen zu Gesprächen an, auch da wo uns zunächst Worte fehlen. Dabei geht es nicht nur um die Betrachtung der Decken. Auch das Anfassen und Befühlen des Stoffes sowie der vorhandenen verwendeten Materialien spielt eine entscheidende Rolle. So lassen sich Erinnerungen mobilisieren, die dann im Gespräch vertieft werden können.

Erzähldecken werden in der Pädagogik (Anregung der Fantasie und Vorstellungsgabe), in der Verkündigung (Veranschaulichung biblischer Texte) und in der Altenseelsorge (Zugang zu Erinnerungen und die sie begleitenden Gefühle) benutzt.

Der Gestaltung der Erzähldecken sind keine Grenzen gesetzt, so man über die Kunst des Nähens verfügt.

Man konnte die Zeit mit Schwester Carola keinen Vortrag mehr nennen, vielmehr war es war ein Erlebnis, das bei den teilnehmenden Frauen Begeisterung hervorrief. Alle waren Teilnehmende mit Herz und Verstand.

Die Lebendigkeit und wertschätzende Haltung den Menschen gegenüber, mit denen Schwester Carola arbeitet, hinterließ bei uns den Eindruck, dass sie ihre Arbeit als Berufung versteht.

Wir sind Schwester Carola dankbar für die Zeit mit uns. Sie beschenkte uns mit reichhaltigem Wissen und auch mit ihrer Warmherzigkeit.

Geht es in der Arbeit mit Kindern um Anregung und Förderung der Entwicklung, so geht es in der Arbeit mit dementiell veränderten und alten Menschen um Biographiearbeit, um den Zugang zu Erinnerung und die sie begleitenden Gefühle.

Das ist für unsere Altenseelsorge in der Gemeinde eine Bereicherung.

Man kann Erzähldecken maximal für vier Wochen auch für die eigene Arbeit ausleihen.

Anschriften: Kirchenkreis Emden-Leer srcarola<at>hotmail.com

                    Kirchenkreis Hannover Frauke.Kaspar-Weinrich<at>evlka.de

Bereits bestehende Gruppen:

Nähwerkstatt „Mit Herz und Verstand“ Kirchenkreis in  Emden-Leer

Nähgruppe „Tabitha“ Kloster Frenswegen in Nordhorn

Nähgruppe „Mit Liebe genäht“ im Kirchenkreis Hannover

Fortbildungen zu dem Thema sind abrufbar unter:

https://www.glauben-wissen-fortbildung.de (Arbeit in Seelsorge und Verkündigung)

Ich bedanke mich in Vertretung der Bethlehem Stiftung und der Bethlehemgemeinde Meppen bei allen Beteiligten, verbunden mit dem Wunsch zu weiteren anregenden Vorträgen im Rahmen des Frauenfrühstücks unserer Gemeinde.

Es grüßt sie herzlichst

Ihre

Ulrike van der Ven

Schauen Sie sich auch gern unsere Fotogalerie vom Frauenfrühstück 2025 an.

Verdienstorden für Fritz Georg Schnorr

Vermutlich haben viele Gemeindeglieder bereits in der Meppener Tagespost die ausführliche Würdigung von Fritz Georg Schnorr gelesen, der am 28. Mai in der JVA Meppen von Landrat Marc-André Burgdorf das „Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen bekam. Pastor Achim Heldt und mehrere Gemeindeglieder hatten die besondere Ehre, an der Feierstunde im Versener Gefängnis teilzunehmen. Fritz hat vor allem wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Gefängnisseelsorger überaus große Anerkennung erhalten. Dies hoben die Festredner (Bürgermeister Helmut Knurrbein, JVA-Leiter Peer-Erik Zeller sowie die Gefängnispastoren Ulli Schönrock und Heinz-Bernd Wolters) entsprechend hervor. Über drei Jahrzehnte feierte Fritz nicht nur zahllose Gottesdienste im Gefängnis. Er führte tausende Beratungsgespräche und engagierte sich in vorbildlicher Weise in der Betreuung von Angehörigen der Betroffenen.

Parallel machte er 20 Jahre lang Nachtdienste in einem Wohnheim des Vereins Lotse in Meppen. Die von ihm betreuten psychisch erkrankten Bewohner erinnerten sich noch Jahre später an seine fürsorgliche und warmherzige Haltung, mit der er ihnen Wertschätzung, Vertrauen und Aufmerksamkeit schenkte. „Wenn es um die unbeliebten Dienste an Wochenenden, Feiertagen, an Heiligabend oder zu Silvester ging, hat sich Fritz immer sofort gemeldet,“ erinnern sich seine früheren Kolleginnen und Kollegen.

Fritz Schnorr gehörte erst der evangelisch-reformierten Gemeinde in Meppen an. Zu unserer Gemeinde wechselte er vor etwa 20 Jahren noch zu Zeiten von Pastor Heinz Roth. Seine frühere Tätigkeit als ehrenamtlicher Prediger in der refor-mierten Gemeinde wurde 2007 durch die ev.-luth. Landessuperintendentin anerkannt, sodass Fritz fortan als Prädikant in unserer Bethlehemgemeinde tätig war. Besonders in den Vakanzzeiten war Fritz immer wieder zur Stelle, wenn es um die Leitung des sonntäglichen Gottesdienstes ging. Bei seinen Predigten fällt den Gottesdienstbesuchern neben seiner Bibelfestigkeit vor allem seine ruhige, freundliche und fast entspannt wirkende Haltung auf, sodass sich die Gemeinde immer wieder besonders freut, wenn er trotz seiner inzwischen 75 Jahre wieder mal „an der Reihe“ ist. Während der Zeit des Pastorenehepaars Häusler leitete Fritz Schnorr zusätzlich auch unseren Männerkreis. Bis heute engagiert er sich im Bibelkreis unserer Gemeinde, in der Fritz und seine Frau Margret seit vielen Jahren fest verankert sind.

Wir alle freuen uns sehr über Deine hohe Auszeichnung lieber Fritz! Du hast sie redlich verdient.

Dr. Martin van der Ven

Foto Tobias Böckermann, Meppener Tagespost

Geistliches Wort

in diesem Jahr ist ein Schiff auf der Osterkerze in unserer Bethlehemkirche. Der Mast, an dem das Segel angebracht ist, ist ein Kreuz. Meine Frau hat das Motiv ausgesucht und auf den Kerzen-Rohling übertragen. Die Kerze hat mir gleich gefallen, weil sie mich an ein Lied aus meiner Konfirmandenzeit erinnert hat:

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit.“

Früher haben wir dieses Lied häufig gesungen. Text und Melodie sind von Martin Gotthard Schneider (1930-2017), der auch das Danke-Lied geschrieben hat. Ich besitze noch das blaue Beiheft von 1972, das das damalige Evangelische Kirchengesangbuch ergänzt hat und in dem das Lied vom Gemeinde-Schiff abgedruckt ist. Der Refrain ist die innige Bitte: Bleibe bei uns, Herr, denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer.

Die Osterkerze mit dem Schiff darauf, die wir im Osterfrühgottesdienst am 20. April an einem kleinen Osterfeuer im Hof zwischen Bethlehemkirche und Albert-Schweitzer-Haus angezündet haben, brennt nun in jedem Gottesdienst. An ihrer Flamme zünden wir alle Taufkerzen an.Ebenso nehmen unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden das Licht der Osterkerze, um ihre persönlich gestaltete Konfi-Kerze anzuzünden, wenn sie den Gottesdienst besuchen.

Die Osterkerze bringt zum Ausdruck, dass der gekreuzigte Jesus als der auferstandene Herr seine Kirche begleitet, wie hoch die Wellen auch schlagen mögen.Diese Botschaft geben wir unseren Getauften mit: Auf dem Meer der Zeit bist du niemals allein unterwegs.

Mit guten Wünschen für die kommenden Wochen

grüßt Sie und Euch freundlich