Ein sicheres Dach über dem Kopf

Liebe Gemeindeglieder,

In den vergangenen Wochen wurde ich immer wieder gefragt, was denn nun aus der Wohnung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine im Philipp-Melanchthon-Haus geworden sei, die mit so großem Aufwand ausgestattet und vorbereitet wurde. Nun, man darf wohl ohne Übertreibung sagen: Dieses Projekt unserer Gemeinde ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Zunächst war etwas Geduld angesagt, ob das Engagement so vieler Menschen auch Früchte tragen würde. Aber am 19. Mai war es dann soweit: Nach einer mehrwöchigen wahren Odyssee durch Russland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland kamen Elena und Aleksandr (Oma und Opa), Kateryna und Artem (Vater und Mutter) mit dem kleinen Zakhar in Meppen an und fragten sogleich: „Wie lange dürfen wir denn hier nun bleiben?“ Wir konnten sie rasch beruhigen. 

In den kommenden Tagen und Wochen folgte allerdings noch ein weiterer Hürdenlauf durch zahlreiche Amtsstuben und Behörden, der aber durch die Hilfe so mancher Ehrenamtlicher aus unserer Gemeinde noch zu den leichteren Übungen für die leidgeplagte Familie wurde. Im Gegenteil: Der fünfjährige Zakhar fand rasch einen Kindergartenplatz und war stolz bis über beide Ohren über ein gebrauchtes Jungenrad. Die Erwachsenen konnten schon nach wenigen Tagen mit einem Deutschkurs beginnen. Die beiden Männer fanden (fast wie durch ein Wunder) nach nur sechs Wochen einen Arbeitsplatz in einer Meppener Stahlfirma und fühlten sich ein wenig wie zu Hause, hatten sie doch zuvor im Metallurgischen Kombinat Asow-Stahl-Hüttenwerk in der zu Beginn des Krieges fast völlig zerstörten ukrainischen Stadt Mariupol gearbeitet. Elena hat einen kleinen Zuverdienst als Haushaltshilfe, und Kateryna hält über das Internet Kontakt zu Angehörigen und Freunden. 

Große Sorge bereitete der Familie das Schicksal der Tochter Tetiana, die mit ihrem Mann Ihor aus dem besetzten Gebiet in der Ostukraine nach Belarus flüchtete und dann auch dort nicht bleiben konnte. Die beiden kamen zur großen Freude aller am 31. Juli ebenfalls nach Meppen – und benötigen nun ebenfalls Hilfe und Unterstützung. Alle sieben haben jedenfalls im Philipp-Melanchthon-Haus ein sicheres Dach über dem Kopf gefunden! Die Erleichterung steht Ihnen ins Gesicht geschrieben. Die Fotos oben (zusammen mit dem Kirchenvorsteher Wilfried Pedd) und rechts zeigen die Familie  unmittelbar nach der Anmeldung in der Meppener Stadtverwaltung.

Zum Stichwort „sicheres Dach über dem Kopf“ gibt es eine Mitteilung des Kirchenkreisamtes, die vielen Menschen in unserer Gemeinde Kopfzerbrechen bereitet: Unser Albert-Schweitzer-Gemeindehaus ist dringend renovierungsbedürftig. Nach aktuellen Berechnungen ist das Dach einer eventuellen Schneelast nicht mehr gewachsen, sodass Teile des Gebäudes in der Winterzeit ab dem 1. November nicht mehr benutzt werden dürfen. Klimaänderung hin oder her: Die Einsturzgefahr kann leider nicht wegdiskutiert werden. Diese Nachricht kommt zur Unzeit, zumal der Kirchenvorstand wegen der unmittelbar bevorstehenden Energiekostenexplosion eine „Winterkirche“ im Gemeindehaus plant, damit die Bethlehem-Kirche in den Wintermonaten nicht mehr so stark aufgeheizt werden muss. Wie geht es nun weiter? Sie können ganz sicher sein, dass bereits Pläne geschmiedet werden, um mit technischen Hilfsmitteln den provisorischen Weiterbetrieb des Albert-Schweitzer-Hauses gewährleisten zu können. Bezüglich des bei der Renovierung zu erwartenden finanziellen Aufwands wird auch Ihre Bethlehem-Stiftung nicht tatenlos beiseite stehen. Lassen Sie uns guten Mutes und voller Gottvertrauen bleiben.

Ihr

Dr. Martin van der Ven

Hilfe in schwierigen Zeiten

Liebe Gemeindeglieder,

wer von uns hätte vor 3 Jahren auch nur im Traum daran gedacht, welch schwierige Zeiten auf uns zukommen würden? Die Pandemie, die Inflation mit exorbitant steigenden Energiepreisen und jetzt ein Krieg mitten in Europa… „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ hieß es mehr als 75 Jahre lang, und wir alle wähnten uns trotz jahrzehntelangem „kaltem“ Krieg und erst recht nach der Wende 1989 in (man muss wohl sagen: trügerischer) Sicherheit. Als Kriegsdienstverweigerer haben sich früher viele von uns (auch ich) „Schwerter zu Pflugscharen!“ zum Motto erkoren – und jetzt wird in allen Talkshows über die Notwendigkeit „schwerer Waffen“ für die Ukraine diskutiert. Die schrecklichen Bilder im Fernsehen machen uns fassungslos und treiben Tränen in unsere Augen. Besonders bei den älteren unter uns kommen Erinnerungen an fürchterliche Zeiten unter der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten wieder hoch, und viele fragen sich: Steht gar ein neuer Weltkrieg bevor, droht der Einsatz von Atomwaffen? Gott bewahre uns! Lassen Sie uns beten, dass Besonnenheit und Vernunft bei den Verantwortlichen wieder die Oberhand gewinnen.

„Was kann man denn nur tun“ fragen sich viele Menschen, auch um die eigene Hilflosigkeit und Ohnmacht zu überwinden. So auch in unserer Bethlehemgemeinde. Die Nachrichten von hunderttausenden Geflüchteten aus der Ukraine haben die Kuratoriumsmitglieder zum Anlass genommen, konkrete Hilfsmaßnahmen unserer Gemeinde anzuschieben.

Viele von Ihnen kennen sicherlich das unweit von unserer Kirche gelegene Philipp-Melanchthon-Haus im Albert-Schweitzer-Weg, das vor drei Jahrzehnten maßgeblich durch unseren Pastor Heinz Roth initiiert und mit großem Engagement insbesondere von Ottfried Laue erbaut wurde. Es dient bis heute vorrangig als Altenwohnheim, wurde aber schon vor vielen Jahren an Herrn Thomas Oehm aus Meppen verkauft, der die Wohnungen im Haus weiter vor allem an ältere Menschen (darunter viele Spätaussiedler aus der früheren Sowjetunion) vermietet. Im Philipp-Melanchthon-Haus findet sich parterre ein etwa 120qm großer Begegnungsraum, der beispielsweise als Café für Bewohner und Besucher oder auch für Familienfestlichkeiten gedacht war – leider aber in all den Jahren so gut wie nie genutzt wurde.

So kam die Idee auf, diese großzügige Räumlichkeit für eine entsprechend große Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine zu nutzen, wobei vornehmlich eine Großfamilie (beispielsweise eine Mutter mit mehreren Kindern und den Großeltern) in Betracht käme. Gespräche mit Herrn Oehm über diese Möglichkeit verliefen äußerst konstruktiv, und so wurden dann innerhalb von Tagen mit finanzieller Unterstützung der Bethlehem-Stiftung geeignete Möbel, Betten, eine Waschmaschine, ein Trockner und sogar eine Dusche besorgt (eine Küche war schon vorhanden). Viele fleißige Hände aus unserer Gemeinde schraubten und hämmerten in ihrer Freizeit und auch am späten Abend. Es wurden zahlreiche Telefonate geführt, Beziehungen geknüpft und Pläne in die Tat umgesetzt. Es entstand ein wunderbares Zusammengehörigkeitsgefühl, und alle waren nach wenigen Wochen wohl nicht zu Unrecht auch ein wenig stolz auf das sehenswerte Ergebnis. Inzwischen wurden die Glasscheiben des Wintergartens mit einem Sichtschutz beklebt, und ein Sonnensegel soll helfen, dass die Hitze im Sommer erträglich bleibt. Geschirr und Töpfe, aber auch Tische und Sitzmöbel wurden aus der Friedrich-von-Bodelschwingh-Kapelle in Osterbrock herbeigeschafft. Schließlich nahm ein Mitarbeiter der Stadt Meppen die inzwischen durch Trennwände unterteilte Räumlichkeit ab, die maximal 8 bis 9 Personen als vorübergehende Unterkunft dienen kann.

Unser großer Dank gilt all den tatkräftig Mitwirkenden, den Ideengebern, Unterstützern und Ratgebern, vor allem aber auch Herrn Oehm für seine großzügige Bereitschaft und Unterstützung. Die Bethlehem-Stiftung hofft, dass die neu geschaffene Wohnmöglichkeit nun zeitnah von schutzsuchenden Menschen aus dem so arg gebeutelten Kriegsgebiet bezogen werden kann.

Ihr

Dr. Martin van der Ven

Willkommen bei der Bethlehem-Stiftung

Herzlich willkommen bei der Bethlehem-Stiftung der Bethlehem-Kirchengemeinde in Meppen!

In der Meppener Bethlehemgemeinde finden Sie eine lebendige Glaubensgemeinschaft. Wir stehen für die christliche Überzeugung, dass wir ohne Wenn und Aber von Gott geliebt sind. Darum sind wir nah bei den Menschen – wenn es ihnen gut geht und erst recht, wenn Unterstützung und Hilfe gebraucht werden.

Auch unsere Kinder und Enkel sollen Kirche so erleben können, wie es uns selbst gut getan hat: nah, persönlich, überzeugend.

Doch in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und auch in unserem Kirchenkreis Emsland/Grafschaft Bentheim muss gespart werden – auch Pfarrstellen werden künftig gestrichen werden.

Um die lebendige Arbeit in unserer Kirchengemeinde langfristig sichern und auf Dauer unsere Pfarrstelle erhalten zu können, wollen wir neue Wege der Finanzierung gehen. Der Kirchenvorstand hat seinerzeit beschlossen eine Stiftung zu gründen: die Bethlehem-Stiftung.

Die Stifter haben uns den Auftrag erteilt – nachdem Stiftungsgelder zum Erhalt der Pfarrstelle in unserer Gemeinde gegenwärtig (noch) nicht benötigt werden –, das Projekt „Kinder und Jugendarbeit“ auf den Weg zu bringen.

Die Förderung der Kinder-und Jugendarbeit in der Gemeinde ist ein regionales Projekt der Kirchengemeinden Meppen-Bethlehem, Twist und Dalum zur langfristigen Sicherstellung und Ausbau der Kinder-und Jugendarbeit mit dem Ziel der Vernetzung und Verortung der Kinder und Jugendarbeit sowie junger Familien in den Gemeinden. Seit 2013 sind hier vielfältige, sehr erfolgreiche Initiativen auf den Weg gebracht worden, die dem Leitgedanken der Bethlehem-Stiftung folgen: „Leben verändert sich. Auch in unserer Kirche. Wir vertrauen darauf, dass auch in Zukunft Menschen das Leben in unserer Gemeinde gestalten und ihr Glaube hier ein Zuhause findet.“ Die Entwicklung zeigt: Ohne persönlichen Einsatz in finanzieller wie ideeller Weise lässt sich nichts bewegen. Demzufolge sind wir eigenverantwortlich tätig geworden.

Das Besondere dieser Stiftung ist die dauerhafte Perspektive. Das Stiftungskapital, das auch durch Ihre Mithilfe zustande kommt, bleibt immer erhalten. Die Erträge, die das sicher angelegte Vermögen erwirtschaftet, kommen jedes Jahr aufs Neue unserer Gemeinde zugute.

Damit ist die Stiftung ein ideales Instrument, um dauerhaft und für viele Generationen die Arbeit in der Bethlehemgemeinde zu erhalten. Dabei sollen die Pfarrstelle auf Dauer erhalten, die Jugendarbeit unterstützt und die Gemeinde für viele Generationen zukunftsfest gemacht werden.

Wir beobachten erfreut eine fast gleichbleibend hohe Zustiftungsbereitschaft, die nicht zuletzt Herrn Philip Krieger zu verdanken ist sowie auch den vielen in den jeweiligen Projekten tätigen ehrenamtlichen Mitarbeitern und Familien mit ihren Kindern. Zusätzlich ermöglichten die Gemeinde und der Kirchenkreis Herrn Krieger eine nebenberufliche qualifizierte Ausbildung zum Diakon für Kinder und Jugendarbeit. Sie schafften damit vor Ort eine zukunftsfähige Voraussetzung dafür, dass Glaube weiter von jungen Menschen in unseren Gemeinden gelebt werden kann. So entstand signifikantes Wachstum durch effizienten Einsatz vorhandener Ressourcen bei jederzeit nachvollziehbarer Transparenz der Arbeit (Stifterversammlung mit Rechenschaftsbericht) und Evaluation der Ergebnisse durch fachliche Aufsicht. 

Auch künftig soll ein Hauptaugenmerk auf die Arbeit mit jungen Familien, Kindern und Jugendlichen gelegt werden.
 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Seniorenbetreuung durch Frau Corinna Muss-Opitz. 

Aktuell engagiert sich die Bethlehem-Stiftung bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen in der Bethlehemgemeinde (Erneuerung der Elektrik, Installation einer Photovoltaikanlage und Renovierung des Albert-Schweitzer-Hauses).

Die Gründung unserer Stiftung ist am 27.08.2009 erfolgt.

Das Kuratorium besteht seit Juni 2024 aus:

Hiltrud Ahrens (Vorsitzende)

Uta Funke (Stellvertrende Vorsitzende und Bevollmächtigte)

Norbert Kerperin (Bevollmächtigter)

Birgit Hake (Bevollmächtigte)

Anja Bruns (Beisitzerin)

Dr. Martin van der Ven (Beisitzer)

Assoziierte Mitglieder sind

Ulrike van der Ven

Angelika Schlupper

 

Download: Formblatt zur Erteilung einer Abbuchungsgenehmigung für Dauerstifter

Die Stiftung in Corona-Zeiten

Liebe Gemeindeglieder,

die zweite Corona-Welle ist in dieser Heftigkeit fast so unerwartet und schnell über uns hereingebrochen wie die erste. Gott sei Dank sind zumindest die Gottesdienste auf der Basis ausgeklügelter Hygienekonzepte weiterhin möglich. Aber: Wir müssen aus Sicherheitsgründen auf das Frauen- und das Männerfrühstück und auf das traditionelle Mitarbeiterfest im November verzichten, und auch das Nikolausfest und der Seniorenadvent können nicht stattfinden. Das kommende Weihnachtsfest wird sich zweifellos grundlegend von denen in den vergangenen Jahren unterscheiden. Schmerzlich vermissen wir alle die engeren Kontakte, Umarmungen, angeregten Diskussionen von Angesicht zu Angesicht. Auch unsere Bethlehem-Stiftung bräuchte längst wieder neue Ideen, Anregungen oder auch Kritik. Glauben Sie mir, die Kuratoriumsmitglieder scharen förmlich mit den Hufen und können es kaum abwarten, wieder „live vor Ort“, d.h. im direkten Gespräch mit Ihnen über unsere Konzepte zu diskutieren, auch mal Widerspruch auszuhalten, neugierige Fragen gestellt zu bekommen. Für viele und insbesondere ältere Gemeindeglieder sind die vielzitierten und oft überstrapazierten „neuen sozialen Medien“ nun einmal kein gleichwertiger Ersatz für den persönlichen, vertrauensvollen Dialog.

Freude bereitete uns die festliche Einführung der neuen Jugenddiakonin Rebekka Köhnen, die seit September mit einer Viertelstelle in unserer Gemeinde beschäftigt ist und inzwischen auch schon den Konfirmandenunterricht gehalten hat. Während einer Kuratoriumssitzung haben wir mit ihr künftige Aufgabenfelder insbesondere für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren überlegt, bei denen sich die Stiftung finanziell beteiligen wird. Das bewährte „Backen und Basteln“ bietet dabei einen hoffnungsweckenden Orientierungspunkt.

Weitere eventuelle Stiftungsprojekte für 2021 sind die finanzielle Unterstützung einer Photovoltaikanlage für die Kirche und das Gemeindehaus (hierzu ist zunächst eine Beratung mit Herrn Immisch vom Kirchenkreisamt vorgesehen), und auch die Beteiligung der Bethlehem-Stiftung an einem von Herrn Pastor Schönrock mitinitiierten Förderverein in der JVA Meppen-Versen, dessen Satzung gegenwärtig erstellt wird. In der letzten Kuratoriumssitzung berichtete Herr Pastor Schönrock, dass die ca. 400 Inhaftierten zu insgesamt 7 bis 8 verschiedenen Glaubensrichtungen zuzuordnen seien. Die Anzahl evangelischer Christen schwanke dabei sehr und liege zwischen 3 und 150. Zu unserer Bethlehemgemeinde gehörten allerdings nur diejenigen, die länger als 3 Monate inhaftiert seien.

Zur Zielsetzung des Fördervereins gehören die Aufarbeitung der Geschichte der JVA Meppen (ehemals Lager Versen), die Eröffnung künftiger Lebensperspektiven für die Gefangenen und auch die Begleitung ihrer Angehörigen. Die aufwendig zu renovierende Baracke aus der NS-Zeit soll ein Ort der politischen Bildung werden, um das Geschichtsbewusstsein der Gefangenen und der Öffentlichkeit (z.B. auch von Schulklassen) zu wecken und Erinnerungsarbeit etwa durch geeignete Ausstellungen zu leisten unter dem Gesichtspunkt „nie mehr zurück ins Dritte Reich“ und „wehret den Anfängen“.

Ihr

Dr. Martin van der Ven

 

Bethlehem-Stiftung startet Projekt „Besuchsdienst für Senioren“

Neben der Kinder- und Jugendarbeit liegt der Stiftung die Begleitung unserer älteren Gemeindemitglieder sehr am Herzen. Gerade in dieser besonderen Zeit möchten wir gegenüber unseren Senioren die Verbundenheit durch regelmäßige Besuche zum Ausdruck bringen.

Die Stiftung hält für den Besuchsdienst, den sie stärken möchte, Mittel bereit. Deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie gerne besucht werden möchten.

Für diesen Fall bitten wir Sie, sich im Pfarrbüro unter der Telefonnummer 05931-12467 zu melden.

Es grüßen Sie ganz herzlich im Namen der Bethlehem-Stiftung

Ulrike van der Ven (Vorsitzende der Bethlehem-Stiftung)

Hiltrud Ahrens (stellvertr. Vorsitzende der Bethlehem-Stiftung)

Aktiv auch im Lockdown

neue Pflasterung

Es schien so, als ob ein Meteorit eingeschlagen wäre oder ein Tsunami uns überrollt hätte: Wer dachte schon im Januar daran, dass das Virus aus dem ach so fernen China uns hier in Europa innerhalb kurzer Zeit so viel Kummer bereiten würde und die gesamte Gesellschaft zu jahrzehntelang nicht gekannten Einschränkungen zwingen würde. Auch all das, was eine lebendige Kirchengemeinde ausmacht, lag auf einmal brach. Ein normaler Alltag ist bis heute immer noch in weiter Ferne. Wir sitzen in der Kirche weit auseinander und summen die vertrauten Lieder hinter unserem Mundschutz. Als gläubige Christen lassen wir uns aber nicht entmutigen. Voller Zuversicht hoffen wir auf eine gesunde Zukunft jenseits der erhofften Impfung.

Albert-Schweitzer-GemeindehausAuch die Bethlehem-Stiftung ist nicht untätig geblieben. In den Wochen des „Lockdowns“ war auf dem Gebiet rund um die Kirche, das Albert-Schweitzer-Gemeindehaus und das Pfarrhaus reges Treiben zu beobachten. Die neue Pflasterung wurde rechtzeitig vor dem ersten Gottesdienst unter den Corona-Bedingungen fertig. Sie sieht nicht nur schick aus sondern sorgt ab sofort für sichere Bedingungen ohne Stolper- und Sturzgefahr. Die Bethlehem-Stiftung hat sich mit 25.000 € an den Unkosten beteiligt und damit den Löwenanteil übernommen. An dieser Stelle sei allen Zustiftern herzlich gedankt für Ihre großzügige Unterstützung! Auch in den schwierigen Corona-Zeiten konnten wir uns übrigens unvermindert auf alle Dauerzustifter verlassen.

In den kommenden Monaten stehen nun einschneidende personelle Veränderungen an. Unser Jugenddiakon Philip Krieger wird uns zur Jahresmitte leider verlassen und in unserem Kirchenkreis die Stelle des Kreisjugendwarts übernehmen. Seine bisherigen Aufgaben werden zum Teil von einer Diakonin übernommen werden, die mit jeweils einer Viertelstelle in unserer Gemeinde und in Dalum/Twist sowie mit einer halben Stelle in Haren tätig sein wird. Die Finanzierung geschieht durch den Kirchenkreis. Außerdem werden zwei weitere Mitarbeiterinnen im Rahmen geringfügiger Beschäftigungen ebenfalls in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde eingesetzt werden, so dass Sie sicher sein können: Die vielen Meilensteine, die Philip Krieger gesetzt hat, werden weiter gepflegt und ausgebaut! Die Bethlehem-Stiftung wird künftig die Finanzierung einer der beiden zusätzlichen Fachkräfte übernehmen und somit unverändert die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Gemeinde fördern.

Aber auch die älteren Gemeindeglieder bedürfen vielfältiger Unterstützung nicht nur in Corona-Zeiten. Viele Menschen hohen Alters schaffen den sonntäglichen Weg in die Kirche nicht mehr, sind einsam und hoffen auf Zuspruch und Unterstützung. Hier wird die Stiftung künftig einen weiteren Schwerpunkt setzen und konkrete Hilfsmaßnahmen planen und finanziell unterstützen.

Achten Sie weiterhin auf Ihre Gesundheit. Bleiben Sie vorsichtig, aber seien Sie nicht zu besorgt. Gemeinsam und mit Gottes Hilfe werden wir vorankommen.

Ihr
Dr. Martin van der Ven

Theologie des Kleinkindalters

Theologie des Kleinkindalters

Liebe Gemeindeglieder,

Der 1. Advent 2019 war ein ganz besonderer Tag für unsere Gemeinde und vor allem auch für die Bethlehem-Stiftung. Herr Käthler, der Stiftungsbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, hatte sich bei wenig einladendem Wetter schon sehr früh am Morgen auf den Weg gemacht, um im Gottesdienst einen Scheck zu überreichen. Wie oft hatte ich Ihnen an dieser Stelle schon die Aktion der Landeskirche „Aus 3 mach 4“ vorgestellt. Sie erinnern sich: Im Rahmen der 5. Bonifizierungsaktion gab es bei Zustiftungen von beispielsweise 3 Euro jeweils einen weiteren Euro hinzu. Während des adventlichen Gottesdienstes durfte die Stiftungsvorsitzende Ulrike van der Ven nun einen Scheck über 14.023, 59 € in Empfang nehmen. Martin Käthler lobte in einer Ansprache den unermüdlichen Einsatz unserer Bethlehem-Stiftung, die sich nun schon zum dritten Mal über einen stattlichen Zuschuss aus Hannover freuen durfte. An dieser Stelle gilt aber vor allem auch unser herzlicher Dank allen unseren Zustifter(inne)n, ohne deren großzügigen Beitrag eine solch reiche Ernte gar nicht möglich gewesen wäre!

Pastor Heldt und Frau van der Ven bedankten sich anschließend bei Herrn Dieter Engemann für seinen unermüdlichen Einsatz für die Stiftung über insgesamt mehr als 10 Jahre. Sie alle erinnern sich an die von Herrn Engemann akribisch erstellten und von ihm jährlich mit viel Engagement vorgetragenen Rechenschaftsberichte. Herr Engemann scheidet nun aus Altersgründen aus dem Kuratorium aus, wird sich aber weiterhin als assoziiertes Mitglied mit seinen wertvollen Ideen und Ratschlägen einbringen. Frau Antje Bruns ist seine Nachfolgerin, die von allen Kuratoriumsmitgliedern herzlich willkommen geheißen wurde. Pastor Achim Heldt segnete anschließend das neu berufene Kuratorium für seinen Dienst in der Bethlehemgemeinde ein.

Im Anschluss an den Gottesdienst hielt die Pastorin Frau Dr. Hannegreth Grundmann einen Festvortrag über die Theologie des Kleinkindalters. Jedes Kind sei ein Theologe mit einer ganz eigenen Sicht auf Gott, die Welt und den Himmel. Die Auricher Referentin ergänzte ihren Vortrag mit praktischen Anregungen für die Gemeindearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Unter den zahlreichen Zuhörern waren viele jüngere Eltern, die sich von dem Thema ansprechen ließen. Nach dem Vortrag ließ sich ein Großteil der Gottesdienstbesucher von der Adventausstellung des Basarkreises faszinieren, die für einen besonders festlichen Rahmen des Kirchkaffees sorgte. Apropos Basarkreis: Die Erlöse der Ausstellung sorgten für eine weitere freudige und dankbar angenommene Überraschung bei unserer Stiftung: Frau Becker übereichte Frau van der Ven wenige Wochen später ebenfalls einen Scheck mit einer stattlichen Summe von 1.000 €.

Ihr

Dr. Martin van der Ven

 

Rechenschaftsbericht zum Stiftungsjubiläum am 30. Juni 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bethlehemgemeinde,

auch in diesem Jahr möchte ich Ihnen wieder den Rechenschaftsbericht für unsere Bethlehem-Stiftung für das vergangene Jahr 2018 vorlegen, heute in gekürzter Fassung.
Trotz eines ungünstigen Umfeldes – wegen der niedrigen Zinsen – hat sich das Stiftungskapital positiv entwickelt.

  • Mit Stand vom 31. Dezember 2018 beträgt das Stiftungskapital 950.000,- €.

Um einen höheren Ertrag zu erzielen, sind zur Zeit ca. 20% in Aktien angelegt, bis zu 30% sind laut Satzung möglich.
Dieses Stiftungskapital bleibt der Gemeinde unverändert erhalten.
Das Geld abgelaufener Anlageverträge wird stets wieder neu angelegt, und nur diese Zinserträge stehen der Gemeinde zur Verfügung, jedes Jahr auf´s neue.

Die Zustiftungen im vergangenen Jahr betrugen 16.599,- €, im Jahr davor waren es 16.116,- €.
Wir haben also eine stabile Ausgangsbasis, um die Stiftung weiterzuentwickeln. Durch diese stetige Erhöhung des Kapitalstocks kann die Inflationsrate einigermaßen ausgeglichen werden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Zustiftern ganz herzlich bedanken, die bereit sind, den Gedanken der Stiftung weiterzutragen.

Es sind zahlreiche Dauerzustifter mit monatlichen Beiträgen, es gibt Einzelzustifter aber auch Kollekten von Trauerfeiern, Hochzeiten.

Vor allem der Männerkreis und der Basarkreis tragen immer wieder zum Erfolg der Stiftung bei.

Wie hoch waren die Zinserträge in 2018?

Dank alter Verträge mit einem hohen Zinssatz wurden 21.097,50 € ausgeschüttet. In diesem Jahr werden – wegen der schlechten Zinslage – voraussichtlich nur ca. 17.000,- € ausgeschüttet.

Eine Geldanlage über 150.000,- € wurde neu angelegt, zu einem deutlich niedrigeren Zinssatz von 0,8%.

Wofür wurden die Zinserträge ausgegeben, wie konnte die Stiftung die Gemeinde unterstützen?

  • 10.090,46 € Personalkosten Herr Philip Krieger (die Stiftung finanziert ¼ Stelle für den Jugenddiakon)
  • 1.300,51 € Personalkosten Frau Lübbers für Büroarbeiten.
  • 600,- € Zuschuss Sachkosten der Stiftung für Herrn Krieger
  • 246,17 € Nikolaustüten
  • 608,27 € Mitarbeiterfest, Stifterfest, Konzert Vocalensemble
  • 51,20 € Blumen und Geschenke (Geburtstage)
  • 5000,- € zweckgebundene Rücklage für besondere Ausgaben
  • 138,- € Portokosten
  • 400,- € Zuschuss Freizeit Südtirol
  • 18.434,61 € (2017: 20.077,- ]

Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen unsere Unterstützung für die Kinder- und Jugendarbeit, die durch Herrn Philip Krieger hervorragend umgesetzt wird.

Die Stiftung unterstützt die Freizeit in Südtirol, zu der jedes Jahr ca. 40 Jugendliche unter seiner Leitung fahren.

Es werden jugendgerechte Impulse gesetzt; eine Mischung aus Spiel und Sport und jugendgerechter Anbindung an die Kirche, z.B. durch eine Morgenandacht oder einen Jugendgottesdienst.

Diese Jugendarbeit sichert die Zukunft der Gemeinde, und es ist ein Hauptanliegen der Stiftung, durch Finanzierung der Personalkosten und durch Zuschüsse diese Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Und deshalb, meine Damen und Herrn, liebe Bethlehemgemeinde, ist auch unsere Stiftung ein Stück Zukunftsarbeit.

Die Stiftung ist gleichsam ein Vermächtnis für die Zukunft unserer Kirche, eine sichere Basis für die nächste Generation.

Heute, zum 30. Juni, läuft das Bonifizierungsprogramm der Landeskirche aus.

2 Jahre lang unterstützt sie die Stiftungen nach dem Motto „aus 3 mach 4“, das heißt für 3 Euro Zustiftungen gibt die Landeskirche einen Euro dazu, für 30 Euro gibt es 10 Euro usw.

Alle Beträge, die heute noch eingehen, profitieren von dieser Bonifizierung.

In diesen 2 Jahren sind 35.427,- € der Stiftung zugeflossen. Daher erwarten wir von der Landeskirche einen Bonus von ca. 12.000,- € – ein großer Erfolg dank Ihrer Unterstützung der Stiftung.

Jeder Euro trägt dazu bei, dass das Stiftungskapital weiter wächst.

Projekte wie der Pavillon im Pfarrgarten, der Zaun um die Kirche, Reparaturarbeiten, und schließlich die Sicherung der Pfarrstelle sind von der Stiftung unterstützt worden. Und dies wird auch zukünftig weiter fortgeführt.

Die Stiftung gehört Ihnen allen, der gesamten Bethlehemgemeinde.

Helfen Sie mit, dass die Bethlehemgmeinde zukunftssicher und stark bleibt.

Helfen Sie mit, den Stiftungsgedanken in die Tat umzusetzen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

10 Jahre Bethlehem Stiftung

10 Jahre Bethlehem Stiftung

Liebe Festgemeinde,

die Bethlehem-Stiftung freut sich über Ihr so zahlreiches Erscheinen. Wir begrüßen heute vor allem unsere junge Gemeinde, die Stifter und Gemeindeglieder, Gäste, Förderer und Freunde der Bethlehem-Stiftung.

Ich hoffe, Sie haben alle schon vor Beginn des Gottesdienstes die Fotos von unserem Gemeindeleben betrachtet. Sicher nur ein Ausschnitt, mögen sich viele wiedererkannt haben: Alter Kirchenvorstand und Gründungsmitglieder der Bethlehem-Stiftung, viele junge Gemeindeglieder, Stifter, neuer Kirchenvorstand und heutige Kuratoriumsmitglieder, eine Auswahl aus unserem aktiven und munteren Gemeindeleben.

Bei der Zusammenstellung der Bilder wurde uns schmerzlich bewusst: Es sind viele der uns allen so vertrauten lieben Menschen schon nicht mehr unter uns. So wollen wir auch ihrer heute besonders gedenken.

Lasse sie mich einige Personen, die für die Stiftungsgründung stehen, hier einmal namentlich nennen:

Otfried Laue, Charlotte Stellmacher, Kerstin Häusler, Martin Häusler, Dr. Irmela Strauß, Erich Andrzejewski, Dieter Engemann, Günther Nogatz, Heinrich Müller, Karl-Heinz Nowak, Hans-Georg Suschowk, Dr. Martin van der Ven.

Vorweg gesagt: Meine heutige Ansprache dient nicht der chronologischen Aufzählung aller Stiftungsdaten der letzten 10 Jahre. Der Inhalt dient der Darstellung der Ziele, des Stiftungszwecks und der Umsetzung dieser Ziele. Daran sollen Sie Teil haben.

Nach mir wird Herr Dieter Engemann ihnen noch einen kurzen Überblick über das aktuelle Zahlenwerk unserer Bethlehem-Stiftung geben.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher in unserer Gemeinde ist sehr erfreulich. Dennoch können wir nicht leugnen, dass die Zahl geringer ist als noch vor einigen Jahren. Global betrachtet wächst die Zahl der Christen weltweit, aber nicht in Europa.

Wie können wir dazu beitragen, diesem globalen Trend auch hier vor Ort Rechnung zu tragen?

Altbischof Huber sagt: Wir können die kleiner werdenden Kirchen – gemeint sind die Gemeindeglieder – nicht als Naturgesetz begreifen, so unausweichlich wie einen Wasserfall.

Die Erwartung, dass sich die Dinge von allein regeln, teilen wir nicht.

Die Bereitschaft von Gemeinden, sich verändern zu lassen, muss nicht bedeuten, Beheimatung zu verlieren, Gewohntes zu verlassen. Unterwegssein mit anderen, sich reformieren, an neue Umstände anpassen zu können, beinhaltet die Chance, auch wieder zu wachsen.

Mit der Gründung der Bethlehem-Stiftung am 27.08.2009 war das Ziel verbunden, mit dem Erhalt der Pfarrstelle gleichsam die Gemeinde zukunftsfest zu machen.

Alle amtlichen wie ehrenamtlichen Mitarbeiter verfolgen dieses Ziel gemeinsam. Die Gründungsväter und Mütter der Nachkriegszeit genauso, wie auch alle ihnen folgenden, in Verantwortung stehenden Generationen – ohne Ausnahme. Sie alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Leben verändert sich. Zum Generationswechsel bekommt zudem die Zuwanderung eine immer größere Bedeutung, auch in unserer Kirche.

Schon im Vorfeld der Stiftungsgründung seit 2006 bestand das Ziel darin, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Dass diese Herausforderungen im Jahr 2019 noch einmal drängender sein würden, zeichnete sich seinerzeit noch nicht ab.

Schon früh wurde die Kinder- und Jugendarbeit in den Blick genommen. Stiftungen dienen keinem Selbstzweck, sind auch nicht nur dazu gegründet, nur Gelder zu sammeln. Stiftungsgründungen wollen als ein hoffnungsvoller Weg verstanden werden, Gemeinden in ihrer vielfältigen Arbeit zu unterstützen.

Wir danken an dieser Stelle allen Stiftern ausdrücklich für ihr Vertrauen in ihre Stiftungsverantwortlichen im Kuratorium. Sie als Gemeinde sind Stifter, sie haben sich begeistern lassen für den Stiftungsgedanken, haben nicht nachgelassen, sich bemüht, die Stiftung mit Leben zu füllen, als Zeichen einer lebendigen, in christlicher Tradition stehenden Glaubensgemeinschaft.

Martin Luther und Philipp Melanchthon wussten zu lehren: Nur durch die Lehre von Glaubensinhalten und aufrichtig gelebtem Glauben kann es gelingen, dass sich auch junge Menschen mit dem Glauben auseinandersetzen.

Dies ist heute sicher eine andere, wenn auch eine nicht weniger große Herausforderung.

Neben dem fundierten Konfirmandenunterricht bedarf es eines Vermittlers, der die Sprache der Kinder und Jugendlichen versteht und ihnen Glaubensinhalte nicht nur in der Theorie vermitteln kann. Der im Austausch und gegenseitiger Wertschätzung junge Gemeinde gestaltet, mit ihnen Zeit zu verbringt. Dies schien uns notwendig zu sein.

Manchmal bedarf es zur Durchsetzung der Ziele der Anstrengung vieler Personen. Hier waren neben der Bethlehem-Stiftung, auch die Pfarrer (innen) in unserer und in den Nachbargemeinden und die Verantwortliche im Kirchenkreis gefordert neue Wege zu gehen.

Als Beauftragter für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region Mitte des Ev.-luth. Kirchenkreises Emsland Bentheim begann Herr Krieger vor sechs Jahren diese Arbeit.

Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön, wir danken unserem Pfarrer, Pastor Achim Heldt, der mit unserer Gemeinde den Weg weitergegangen ist, an dem schon zuvor viele mitwirkten.

Herr Krieger beendete inzwischen die Aus- und Weiterbildung zum Diakon und wurde im Mai dieses Jahres in unserer Gemeinde eingesegnet.

Die Zukunft gehört den Kindern und Jugendlichen in unserer Gemeinde. Sie zu integrieren ist die Zukunft unserer Gemeinde. Ihnen unsere Wertschätzung zu zeigen, indem sie Aufgaben in Gemeinden übernehmen, kann christliche Gemeinde lebendig erhalten. Es ist erfreulich und auch notwendig wenn sich junge Menschen heute wieder einmischen, ihre Sicht der Dinge vertreten, in unserer Gesellschaft und in unseren Kirchen. Nur das kann den Dialog fördern.

Die Bethlehem-Stiftung teilfinanziert die Stelle des Regionaldiakons Philip Kriegers und begleitet mit interessegeleiteter Aufmerksamkeit seine Arbeit mit den jungen Menschen.

Im vorausgegangenen Gottesdienst konnten sie einen kleinen Ausschnitt dieser Arbeit verfolgen. Junge Leute gestalteten den heutigen Gottesdienst als ein Gemeinschaftsprojekt. Mit uns gemeinsam Gottesdienst feiern.

Wir sind eingeladen, in Gemeinschaft mit Gott zu feiern. Bei allen Erhebungen zum Gemeindeleben wird der Gottesdienst immer an erster Stelle genannt. Für uns Christen ist er das zentrale Anliegen.

Ziel der Bethlehem-Stiftung ist, den Dialog unter den Generationen anzustoßen. Aber auch, den Dialog innerhalb der jungen Generation zu fördern. Gemeinschaftsgefühl entwickeln zu helfen über alle Ethnien- und Gendergrenzen hinweg. Lassen sie uns darin Vorbild sein, dann werden auch in Zukunft Menschen in unserer Gemeinde im christlichen Miteinander Leben gestalten wollen.

Die Bethlehem-Stiftung fühlt sich der Vorbildaufgabe verpflichtet. Wir erinnern uns an die Worte Astrid Lindgrens: „Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“

Ihnen danke ich an dieser Stelle für ihre Geduld und Aufmerksamkeit, bleiben sie auch in Zukunft ihrer Bethlehem-Stiftung gewogen.

Jetzt folgt der Rechenschaftsbericht der Bethlehem-Stiftung, den Herr Dieter Engemann ihnen vortragen wird. Mögen sie ihm mit gespannter Neugierde lauschen.

Lassen sie uns heute ein fröhliches Fest miteinander feiern.

Herzlichen Dank ihnen allen.

Bethlehem-Stiftung wird 10 Jahre!

Liebe Gemeindeglieder,

Am 30. Juni findet unser jährliches Gemeindefest statt. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass zu feiern: Unsere Bethlehem-Stiftung wird 10 Jahre alt! Man mag es kaum glauben, dass schon so viel Zeit ins Land gegangen ist. Aber sind wir mal ehrlich, es ist ja auch wirklich viel passiert in den 10 Jahren. Als die Stiftung gegründet wurde, lag die Zukunft der Bethlehemgemeinde noch ganz im Ungewissen. Aber das hat sich dann Gott sei Dank geändert. Man darf ruhig sagen, dass die erfolgreiche Stiftungsgründung und der damit einhergehende politische Druck wesentlich dabei mitgeholfen haben die Pastorenstelle in unserer Gemeinde zu sichern. In den vergangenen Jahren haben wir dann vor allem die Stelle des Jugenddiakons Philip Krieger mitfinanziert und somit gesichert. Die Jugendarbeit steht seither als Zukunftsprojekt der Bethlehem-Stiftung im Vordergrund unserer Bemühungen.

Zum 10jährigen Jubiläums dürfen wir sicher auch mal stolz auf das Erreichte sein! Dennoch wollen wir an dem Tag nicht zu viel Nostalgie und Vergangenheitsbewältigung betreiben. Vielmehr sollen die Kinder und Jugendlichen beim Gemeindefest im Mittelpunkt stehen. So werden die Teamer, die gerade Konfirmierten und die Vorkonfirmanden den festlichen Gottesdienst mitgestalten. Wir hoffen auf zahlreiche Gottesdienstbesucher und geladene Gäste und wollen dann ein ganz herzliches Dankeschön sagen. Alle Zustifter, die ehemaligen Kuratoriumsmitglieder und die vielen ratgebenden Helfer und Unterstützer verdienen an dem Tag unseren herzlichen Dank, aber auch die Zusicherung: Wir werden nicht locker lassen, sondern vielmehr weitermachen mit all unseren Anstrengungen für die Zukunft der Bethlehemgemeinde!

Freuen Sie sich auf ein großes Fest bei hoffentlich schönem Wetter mit vielen Attraktionen. Das schon bekannte Glücksrad wird wieder dabei sein und für Spannung sorgen, wer diesmal einen der vielen attraktiven Preise gewinnen wird. Außerdem wartet so manche Überraschung auf unsere kleinen und großen Gäste. Wir freuen uns auf Sie!

Lassen Sie mich zum Abschluss daran erinnern, dass am selben Tag die Aktion „Aus 3 mach 4“ der Evangelischen Landeskirche Hannovers zu Ende geht. Sie dürfen also beim Gemeinde- und Stiftungsfests gerne noch zustiften. Und das lohnt sich ja für uns alle ganz besonders: Bei jedem Beitrag gibt die Landeskirche für je 3 zugestiftete Euro 1 weiteren Euro hinzu. Es lohnt sich also, nochmal ins Portemonnaie zu greifen.

Vergessen Sie nicht: Die Bethlehem-Stiftung ist Ihre Investition in die Zukunft unserer Gemeinde. Sie wird sich für Ihre Kinder, Enkel und Urenkel positiv auswirken. Denn das Vermögen der Stiftung bleibt dauerhaft erhalten. Ausschließlich die jeweiligen Erträge werden zur Finanzierung der Stiftungsziele verwendet.

Ihr
Dr. Martin van der Ven