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In christlicher Verbundenheit nehmen wir Abschied von Frau Irmtraud Marnowsky geb. Fitzner.

*15. September 1932          + 13. Oktober 2025

Frau Marnowsky hat viele Jahrzehnte den Aufbau unserer Bethlehemgemeinde aktiv begleitet.

Mit aufmerksamem und durchaus auch kritischem Geist war sie uns eine hilfreiche Gesprächspartnerin.

Sie sah, wo Hilfe nötig war und packte dann mit an. So kannten wir sie bei unzähligen Gemeindefesten.

Im Frauenkreis war sie ebenso aktiv wie im Kirchenchor unserer Gemeinde.

Sie stand stets treu und loyal zu ihrer Gemeinde bis ins hohe Lebensalter.

Von Beginn an verfolgte sie mit anhaltendem Interesse die Gründung unserer gemeindeeigenen Bethlehem-Stiftung.

Wir danken ihr für ihren großen Einsatz im christlichen Ehrenamt. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie. Wir werden ihr stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Pastor Heldt                                        Ulrike van der Ven

Für die Bethlehemgemeinde

Am 24. Oktober 2025 verstarb im Alter von 89 Jahren Heinz Breßlein.

Wir haben am 4. November 2025 auf dem Friedhof in Esterfeld in einer würdevollen Trauerfeier von ihm Abschied genommen. Viele Weggefährten haben ihn auf seinem letzten Weg begleitet, denn er hat in unserer Bethlehemgemeinde überall Spuren hinterlassen.

Es gibt im Leben für alles eine Zeit – eine Zeit der Freude, der Stille und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

Heinz Breßlein war Christ aus Überzeugung, lebte seinen Glauben, der ihm Kraft gab in Freud und Leid, der ihm half, stets für seine Nächsten da zu sein.

Ihm waren nicht nur die Gottesdienste wichtig, die er regelmäßig mit seiner lieben Frau besuchte, sondern er brachte sich  auch ehrenamtlich in vielen Bereichen unserer Gemeinde  ein. So gehörte er anfangs dem Männerkreis an, unterstützte ihn auch weiterhin als unermüdlicher Spendensammler für die Aktion „Brot für die Welt“ auf dem Weihnachtsmarkt.

Von 1982 bis 1994  setzte er sich im Kirchenvorstand für die Geschicke unserer Gemeinde ein, sang gemeinsam mit seiner Frau im Kirchenchor und erlebte viele Chorleiter.

Meine Nähe zu Heinz Breßlein begann 1982 mit der Gründung des „Lektorendienstkreises“, der sich später „Gottesdiensthelferkreis“ nannte. Und eine besondere Herzensangelegenheit war uns der „Krankenhausbesuchsdienst“, den wir von 1985 bis 2021 – also 36 Jahre lang – mit vielen weiteren Ehrenamtlichen ausübten. Unermüdlich im Einsatz liefen bei Heinz Breßlein neben den Besuchen am Krankenbett auch alle organisatorischen Aufgaben zusammen, und ich telefonierte oft mit ihm, wenn es um unsere evangelische Präsenz im Krankenhaus ging.

Ich habe Heinz Breßlein sehr geschätzt in seiner liebenswerten, zurückhaltenden, sehr bedachten, stillen Art, in seinem sensiblen Umgang bei allen Begegnungen, stets verlässlich und bereit, für den anderen da zu sein. Ich denke, diese Erfahrungen haben viele Menschen machen dürfen.

Und ein Christenmensch ist auch ein fröhlicher Mensch – so erlebten wir Heinz Breßlein mit seiner lieben Frau bei vielen Feiern und Treffen in unserer Gemeinde.

Seine Kräfte ließen in der letzten Zeit sehr nach, so dass wir uns nicht mehr so oft im Gottesdienst gesehen haben. Nun bleibt sein Platz in der Kirchenbank leer. Wir werden ihn sehr vermissen, aber in dankbarerer, liebevoller Erinnerung behalten.

„Still wird´s! Und als den tiefen Frieden ein leises Wehen durchzog, da mocht´ es sein, dass abgeschieden, die Erdenseele aufwärts flog.“

Mit diesen Worten Theodor Fontanes sprechen wir den Angehörigen unser Mitgefühl aus und lassen sie wissen, dass sie in ihrer Trauer nicht allein sind.

Charlotte Stellmacher

Für Kinder und Jugendliche

Den Wald entdecken

Am 17.07.25 veranstalteten wir eine kleine Aktion im Wald, die mit einer Suchaktion startete.

Vom ersten Treffpunkt aus mussten aufmerksame Blicke auf den Boden und die Bäume gerichtet werden, denn die dort aufgemalten Pfeile zeigten den Weg zum Startpunkt.

Dort bekamen die Kinder Eierkartons mit Aufgaben wie z.B. „Finde etwas, das schwimmt und etwas das sinkt“ oder „Finde etwas, in das man einen Knoten machen kann“, die sie erfüllen mussten.

Wurden alle Aufgaben gelöst, haben wir uns die Fundsachen angeschaut und erprobt, ob sie wirklich schwimmen, sinken, glatt oder rau sind, wie sie riechen und ob man in einen Grashalm wirklich einen Knoten machen kann.

Den Abschluss bildete das gemeinsame Picknick, zu dem alle etwas Leckeres beisteuerten.

Obwohl es den ganzen Tag regnete, haben wir dem schlechten Wetter getrotzt und ihn zu einem tollen Ereignis gemacht!

Bastelaktion zum Herbst

Während eines Singkreises im September kam die Frage auf, ob wir nicht mal basteln könnten statt zu singen und zu spielen?

Und die Antwort darauf war ein klares „ JA!“ Somit haben wir uns vom Singkreis aus am 16.10.25 zu einem Bastelnachmittag getroffen.

Es wurden Drachen gefaltet, Gläser mit Herbstlaub beklebt und wunderschöne Sonnenfänger gebastelt, Kaffee und Saft getrunken, sowie Kekse gegessen.

Ich möchte fast meinen, dass einige Mamas noch mehr Spaß am Basteln hatten als ihre Kinder 😉

Einen Wackel – Weihnachtsmann zu basteln geht ganz einfach.

Ihr braucht:

1 Pappteller

Rotes oder weißes Papier (dies kann man rot anmalen)

Bleistift, Kleber und Schere

Bunt – oder Filzstifte zum Gesichtmalen

Evtl. Wackelaugen

Zuerst faltet ihr den Pappteller in der Mitte.

Dann malt ihr euch die Weihnachtsmannmütze auf und schneidet sie aus.

Klebt sie auf die geschlossene Knickfalte des Tellers.

Nun noch Augen, Nase und Mund aufmalen und fertig ist euer Wackel– Weihnachtsmann!

Weltjahresgebetstag 2026

Weltjahresgebetstag-Titelbild 2026

Die nigerianische Künstlerin Gift Amarachi Ottah zeigt uns in einer graphisch und farblich prägnanten Darstellung die Gesamtproblematik des größten westafrikanischen Staates. Zu viele Probleme aller Art belasten die Gesellschaft, die unterschiedlicher nicht sein kann. Verschiedene Völkergruppen, dargestellt von drei Frauen in ihrer traditionellen Kleidung, werden durch die katastrophale politische und soziale Struktur des Landes und der daraus resultierenden Armut schwer belastet. Mit dem eigens für den WGT 2026 geschaffene Bild mit dem Titel «Ruhe für die Erschöpften» möchte die Künstlerin vor allem auf die tägliche Realität nigerianischer Frauen auf dem Land hinweisen. Ihr Leben ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von endloser Arbeit geprägt.

„Kommt! Bringt eure Last.“

Zum Weltgebetstag 2026 aus Nigeria

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.

Am Freitag, dem 6. März 2026, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria. „Kommt! Bringt eure Last.“ lautet ihr hoffnungsverheißendes Motto, angelehnt an Matthäus 11,28-30.

In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern, vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.

Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen: Gemeinsam mit Christ*innen auf der ganzen Welt feiern wir diesen besonderen Tag. Wir hören die Stimmen aus Nigeria, lassen uns von ihrer Stärke inspirieren und bringen unsere eigenen Lasten vor Gott. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen wie ihr seid.

Kommt! Bringt eure Last.

2449ZmLZ/ Laura Forster, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e. V

In Meppen sind wir im Gebet und Handeln mit den Frauen aus Nigeria verbunden am Freitag, dem 6. März 2026 um 19.00 Uhr in unserer Bethlehemkirche.

Jahreslosung 2026

Wildgänse am Himmel

von Christian Ceconi, Vorstand Berliner Stadtmission

„Siehe, ich mache alles neu!“ – Manches Mal habe ich das laut gesagt mit feuchten Augen. Am Ende der Trauerfeier, am offenen Grab, bittend, trotzig, „Siehe, ich mache alles neu!“ ist der Moment, wenn ich noch am Grab stehend den Blick aufrichte gen Himmel.

Einmal stand ich vor der Kapelle an den Vier Linden in Hildesheim. Die Trauerfeier hatte noch nicht begonnen. Die Leute kamen gerade an. Ich begrüßte einige an der Tür. Als ich den Blick nach oben richtete, flog da ein ganzer Schwarm Wildgänse vorbei. Laut schreiend, in V-Formation, auf dem Weg zu einem Ziel, das sie instinktiv suchen und finden, weil sie ihrem inneren Kompass folgen.

Das Rufen der Gänse ließ auch ganz viele Menschen die Köpfe heben. Für einen Moment waren wir gebannt von diesem Bild, wie die Gänse am grauen Himmel vorbeizogen.

Dann begann die Trauerfeier mit dem Gedicht „Freies Geleit“ von Heinz Piontek:

            Da wird ein Ufer

            Zurückbleiben

            Oder das Ende eines

            Feldwegs.

            Noch über letzte Lichter hinaus

            Wird es gehen.

            Aufhalten darf uns

            Niemand und nichts!

            Da wird sein

            Unser Mund

            voll Lachens –

            Die Seele

            Reiseklar –

            Das All

            Nur eine schmale Tür

            Angelweit offen –

Traurigen Herzens saßen wir in der Kapelle und spürten zugleich, wie weit der Himmel ist. Durch den Schrei der Gänse im Ohr ließ Gott unsere Seelen aufatmen. Und manch einem war es möglich, der Seele Flügel zu geben, aufzufliegen in die Weite der Gegenwart Gottes. In aller Traurigkeit gab es den Moment, wo der Himmel offenstand und viele im Raum wussten: Gott wird dem Tod nicht das letzte Wort lassen. Nicht hier und nicht in Zukunft. Als ich auf dem Nachhauseweg noch einmal gen Himmel blickte, waren die Wildgänse längst verschwunden. Weitergezogen, ihrem Ziel entgegen.

(gekürzt aus: St. Kern/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)

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Eine Vision der Hoffnung

von Ernst-Wilhelm Gohl,  Bischof

Wir leben in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Wohin wir auch blicken: Krisen, Kriege, Katastrophen. Mitten hinein in diese Zeit hören wir den Ruf der Jahreslosung: Siehe, ich mache alles neu! (Offbg 21, 5) Das Hören auf dieses Wort verbindet uns mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt – und mit denen, die vor uns waren.

Siehe! Das Hoffnungsbild des letzten Buches der Bibel lenkt unseren Blick auf Gott. Er hat sich uns in Liebe zugewandt. Mit ihm haben wir Zukunft und Hoffnung. Hoffnung statt Zukunftsangst. Denn die Dinge dieser Welt, ihre Ängste und Sorgen, sie haben nur das vorletzte Wort. Das erste und das letzte Wort hat der, dessen Zukunft uns die Apokalypse zeigt: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offbg 21, 4) Die Vision der Jahreslosung verbindet uns weltweit zu einer Gemeinschaft der Hoffnung:

gemeinsam hoffen wir gegen die Angst.

Gemeinsam beten wir für Frieden und das Ende der Gewalt.

Gemeinsam vertrauen wir in einer lieblosen Welt auf Gottes Liebe.

Denn wir hören miteinander auf die Worte dessen, der Anfang ist und Ende und der uns zuruft:

„Siehe, ich mache alles neu!“

(gekürzt aus: St. Kern/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)

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Alles neu? Ist das gut?

Von Cornelia Mack, Autorin

Manche Menschen tun sich schwer mit Neuerungen. Sie möchten gern, dass alles beim Alten bleibt. Und dann gibt es andere, die lieben Veränderungen und Neuerungen und mögen es gar nicht, wenn immer alles gleich bleibt. Was bedeutet das nun im Hinblick auf unsere Jahreslosung? Schauen wir genau hin. Unmittelbar in den Versen davor ist die Rede von Leid und Tod, von Tränen und Schmerzen, von Krieg und Geschrei. Das sind alles Ereignisse, unter denen wir leiden und die uns nicht gefallen. Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“

Dieses Leben hier, auch alles Unvollkommene auf dieser Erde, wird nicht das Letzte sein. Und in der Verbindung mit Jesus, in dem die erneuernde Kraft Gottes schon begonnen hat, darf alles Negative jetzt schon entmachtet werden. Auf Gottes neue Schöpfung gehen wir zu. Darauf können wir uns ausrichten und dem Negativen etwas Neues  entgegensetzen. Nicht erst am Ende der Zeit, sondern heute schon.

(gekürzt aus: St. Kern/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)

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Der Gebetstopf

von Luitgardis Parasie, Pastorin

Wenn ich meiner Freundin Karen eine Sorge erzähle, sagt sie: „Das kommt in meinen Gebetstopf.“ Anfangs war ich irritiert: Gebetstopf – was soll das denn sein? Karen sagt: „Ganz einfach: ich schreibe die Sorgen und Nöte auf ein Blatt Papier und bete dafür. Dann packe ich den Zettel in einen Tontopf. Gott sieht ja, was drin ist, und wird sich darum kümmern. Darauf vertraue ich. Nach ein paar Wochen öffne ich den Topf, schaue die Zettel durch und sehe, welches Gebet schon erhört wurde. Das macht mich oft richtig glücklich. Die nicht erhörten Zettel kommen wieder in den Topf.“ Was für eine originelle Idee. Und  meine Freundin hat begriffen: wichtig ist nicht, dass alle Fragen beantwortet werden. Sondern dass sie, Karen, eine Beziehung zu Gott hat. Dass sie ihm vertraut, auch wenn sie vieles nicht versteht. „Siehe ich mache alles neu!“, sagt Gott – der Gebetstopf stärkt ihre Zuversicht. Es hilft ihr, Gott zu vertrauen, auch in Durststrecken und schwierigen Zeiten.

(gekürzt aus: St. Kern/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)

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Der Pfirsichbaum

von Dr. Sibylle Seib, Lehrerin

Vor mehr als zehn Jahren wurde in unserem Garten ein kleines zartes Pfirsichbäumchen gepflanzt. In Erinnerung an einen Pfirsichbaum im Garten meiner Kindheit stellte ich mir vor, bald leckere, saftig-süße Früchte zu ernten, sie zu genießen, Kuchen damit zu backen.

Nun ja, dieses wunderbare Neue braucht immer noch seine Zeit. Erst ging das Bäumchen buchstäblich ein und wuchs nicht weiter. Obwohl ich dachte, dass es wohl kein Leben mehr enthielt, ließ ich es noch an der Stelle stehen. Nach einigen Jahren dann das Gartenwunder: Es fing wieder an zu treiben und zu wachsen. Das erstaunte mich sehr, wie das tot geglaubte Bäumchen hier neu anfing, sein Leben zu zeigen. Das Neue breitete sich aus durch das Wachsen von Ästen und Zweigen und Blättern. Wie viele Pfirsichbäume kämpfte es mit der Kräuselkrankheit und ich versuchte die befallenen Blätter regelmäßig zu entfernen. Im letzten Jahr produzierte das Bäumchen zum ersten Mal eine ganze Reihe Früchte. Leider wurden sie nicht vollständig reif, vermutlich aufgrund der immer noch vorhandenen Krankheit. Dieses Jahr nun gibt es weitaus weniger kranke Blätter und die Hoffnung auf ausgereifte Pfirsiche wächst. Das Neue, Gute und Schöne braucht hier inzwischen Jahre, um zu wachsen, zu reifen und gegen Krankheit anzukämpfen.

Das von Gott geschenkte Neue in unserem Leben braucht oftmals genauso Kraftanstrengung und Lernprozesse sowie Geduld und Zähigkeit. So kann überraschend Gutes und überwältigend Schönes sich durch Widerstände und Rückschläge hindurch Bahn brechen.

Gottes Wirken in unserem Leben vollendet sich so manches Mal in einem Prozess. Das hat wahrscheinlich auch seinen Grund: So kommen wir hinterher mit unserem Staunen, Begreifen, Anpassen und mit dem eigenen Mitwirken bei dem Neuen, was Gott mitten in unserem Leben schenkt und wachsen lässt.

(gekürzt aus: St. Kern/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)

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Ende gut, alles gut

von Ernst Günter Wenzler, Süddeutscher Gemeinschaftsverband

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.“

Klar, das Zitat stammt nicht aus der Bibel. Es wird wahlweise John Lennon oder Oskar Wilde zugeschrieben, stammt aber von dem portugiesischen Schriftsteller Fernando Sabino. Bekannt wurde es durch den Film „Best Exotic Marigold Hotel“. In der britischen Komödie will eine Gruppe englischer Senioren ihren Lebensabend in einem als absolut großartig beschriebenen Hotel in Indien verbringen. Als sie ankommen, sind sie die einzigen Gäste in dem total heruntergekommenen Hotel. Der junge Besitzer tut alles, um ihnen den Aufenthalt angenehm zu machen. Und immer wieder weist er darauf hin: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.“ Und er tut das Beste, um sein Lebensmotto zu bestätigen.

Leider stimmt die Aussage in der Wirklichkeit unseres Lebens längst nicht immer. Bei Gott aber schon. Denn er  macht am Ende alles neu. Und das ist dann absolut perfekt. Am Ende gibt es ein Fest ohne Ende. Freude pur. Und Glück ohne Verfallsdatum. Dann heißt es: Ende gut,alles gut!

(gekürzt aus: St. Kern/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)

Für Kinder und Jugendliche

„Wolltest du nicht immer schon ein König sein?“,

….dann melde dich gerne an, beim Krippenspiel mitzumachen.

Natürlich werden auch Maria und Josef, Engel und Hirten gesucht.

Für die Vorkonfirmanden und Vorkonfirmandinnen ist die Teilnahme am Krippenspiel Teil des Unterrichts, aber es können auch jüngere Kinder, die jetzt schon wissen, dass sie Heiligabend in die Bethlehemkirche gehen, mitmachen.

Es wird kleine und große Sprechrollen geben.

Wenn du uns gerne am Heiligabend unterstützen möchtest, dann melde dich bitte bei Antje Höbel oder im Pfarrbüro bei Frau Lübbers. Dort erfährst du alles Wichtige zu den Proben.

Wir freuen uns auf DICH und deine Mitwirkung in unserem Krippenspiel!

Jubel-Jubiläum

Am 22.06. feierten unsere „Männer machen mit“ ihr Jubiläum. Natürlich wurde auch an die Kinder gedacht und für Spaß gesorgt.

Es gab eine Hüpfburg, eine kleine Waschanlage, in der die Kinder sich nass regnen lassen konnten, Kinderschminken und noch vieles mehr.

 Linda Wagner

Lasst das Chaosspiel beginnen

Am 24.06. veranstalteten Pastor Heldt und ich ein Chaosspiel für die Konfirmanden. Eingeladen waren auch die ehemaligen Konfirmanden sowie Kinder und Jugendliche, die Lust hatten mitzumachen.

Da das Wetter sich entschlossen hatte, nicht mitzuspielen, verlegten wir die Aktion in die Kirche. Dort waren 73 Zettel versteckt, die von den Teams gefunden werden mussten, wenn man nach dem Würfeln auf das Feld der Zahl gerückt war.

Mit dem darauf stehenden Codewort musste schnell zu uns Spielleitern gelaufen werden und eine Frage oder Aufgabe gelöst werden, damit weitergewürfelt werden durfte. So musste unter anderem ein Regentanz aufgeführt werden, der Beruf des Pastors pantomimisch erklärt werden oder die Frage beantwortet werden, wer das Meer geteilt hat.

Die Motivation, Zusammenarbeit und der Teamgeist waren deutlich zu spüren. Wir haben uns entschieden, für die Zukunft weitere gemeinsame Aktionen für Jugendliche zu planen.

Linda Wagner

Ein Rückblick auf die „Drei-Jubiläen-Feier“ unserer Gemeinde

Aus dem Männerkreis  „Männer Machen Mit“

Ein Rückblick auf die „Drei-Jubiläen-Feier“ unserer Gemeinde

Der Sonntag am 22. Juni dieses Jahres hatte es in sich. Der Kirchplatz zeigte sich in einem Festgewand.  Schon bei der Ankunft wiesen Fahnen und ein Banner über der Einfahrt auf „50 Jahre Männerkreis“ hin. Kleine Fähnchen säumten den Platz um die Bethlehemkirche. Über dem Pfarrbüro zeigte ein großes Spruchband auf „50 Jahre Albert-Schweitzer-Gemeindehaus“ hin. In der Kirche zierte ein Spruch „20 Jahre Mense-Ruiter-Orgel“ die Empore über dem Taufstein.

Die Bethlehemgemeinde hatte in Erinnerung an das 50jährige Bestehen des Albert-Schweitzer-Gemeindehauses und die damit eng verbundene Gründung des Männerkreises vor 50 Jahren zu einem Jubiläumsgottesdienst und anschließendem Gemeindefest eingeladen. Gleichzeitig jährte sich die Einweihung unserer „Mense-Ruiter-Orgel“ zum 20ten Mal. Grund genug, dies mit einem musikalischen Highlight zu begehen. So brillierte der „Evangelische Meppener Posaunenchor“ unter Leitung von Johannes Drenger von der Orgelempore aus mit seinen Klängen, denen der Kirchenmusikdirektor Rudolf Winkler aus dem Erzgebirge an der Orgel nicht nachstand. Die „Marienberger Bergsänger“, dirigiert von R. Winkler, setzten mit a Capella-Darbietungen einen besonderen musikalischen Akzent, der durch ihre Bergmannstrachten optisch markant unterstrichen wurde. Die Männer des Männerkreises mit ihren roten T-Shirts, im Halbrund hinter dem Altar platziert, rundeten das Bild ab.

In seiner Begrüßung und Predigt schloss Pastor Heldt die Jubiläen würdigend und anerkennend ein. Frau Ahrens vom Kirchenvorstand ließ die Jubiläen chronologisch verbunden mit einem herzlichen Glückwunsch Revue passieren. Herr Matthias Funke überbrachte Grußworte der Stadt Meppen, ebenso wie die Männerkreise aus Dalum, Twist und Haselünne/Herzlake. Die Teilnahme und Glückwünsche von Pater Benny von der kath. St.-Maria-zum-Frieden-Gemeinde und Pastor Veltmann von der ev.-ref. Kirchengemeinde Meppen/Schöninghsdorf zeugen von der ökumenischen Verbundenheit der Gemeinden. Wer einen langen Jubiläumsgottesdienst erwartet hatte, war erstaunt, wie kurzweilig die anderthalb Stunden verflossen waren.

Das Gemeindefest hatte der Männerkreis, wie schon oft zuvor, organisiert. Auf der Wiese vor dem Kirchturm hatte Frau Linda Wagner mit ihrem Team die jüngsten Teilnehmer „voll im Griff“. Nur die Hüpfburg konnte nicht so ausgiebig wie geplant genutzt werden. Die Sonne hatte diese so stark aufgeheizt, dass eine Berührung mit der Haut schmerzhaft war. Schade!

Die „Bethlehem-Stiftung“ machte an ihrem Stand auf ihre Anliegen aufmerksam. Zu persönlichen Gesprächen und einer attraktiven Tombola war der Stand durchweg gut besucht. Der Grillstand erwies sich als absoluter Renner. Der Männerkreis hatte Familienmitglieder engagiert, um dem Ansturm Herr zu werden. Auch die Konfirmanden sprangen helfend auf dem ganzen Fest ein. Im Saal des Gemeindehauses und in der Küche herrschte Hochbetrieb, galt es doch 19 gespendete Torten und Kuchen, Kaffee und kalte Getränke zu servieren. Hier sei dem Basarkreis um Brigitte Becker sowie dem ganzen Küchenteam gedankt. Im Übrigen waren die Männer des Männerkreises in ihren roten Hemden überall auf dem Fest eingespannt.

Besonderes Interesse und Beachtung fand der 3,5 Tonnen schwere Gedenkstein vor der Kirche. Der Männerkreis ließ den Fels vom Vorplatz der inzwischen aufgegebenen baufälligen „Friedrich-von-Bodelschwingh-Kapelle“ in Osterbrock hierher verbringen und brachte eine Erinnerungstafel an den Initiator zum Bau des Gemeindehauses und den Gründer des Männerkreises vor 50 Jahren, Pastor Heinz Roth, fest an. Außerdem hatten die Männer den in die Jahre gekommenen Vorplatz um den Stein aufgearbeitet. Der präsentiert sich nun mit einem passend abgerundeten gefälligen Anblick.

Die von Erich Andrzejewski und Günter Rieken zusammengestellte Fotogalerie im langen Flur des Gemeindehauses mit über 180 großen Fotos aus den verschiedenen Aktivitätsbereichen des Männerkreises, vom Bau des Gemeindehauses und der Mense-Ruiter-Orgel sorgte für manche Erinnerungen und Gesprächsstoff. Auch die Namenslisten aller ehrenamtlichen Helfer beim Bau des Gemeindehauses in den Jahren 1974/75 und der Mitglieder des Männerkreises seit Gründung ließen Erinnerungen wach werden.

Für den finanziellen Rückhalt und die Unterstützung danken wir unserer Gemeinde und der Bethlehem-Stiftung sowie den vielen Helfern und Stiftern im Hintergrund. Dank der Spendenfreudigkeit unserer Gäste konnten 1.353 € dem Kapitalstock der Bethlehem-Stiftung gutgeschrieben werden. Die Aktion „Brot für die Welt“ freut sich außerdem über eine Spende von 647,24 € der Gottesdienstbesucher.

Gerne denken wir an diese gelungene Jubiläumsfeier zurück.

Ihr Günter Rieken

P.S. Klicken Sie bitte auf das nun folgende Bild für 255 Fotos von der großen Feier:

Geistliches Wort

Warum ich jetzt anfangen sollte und was das Salz in der Suppe damit zu tun hat!

Neulich stand ich im Supermarkt vor dem Obstregal und betrachtete die kleinen Plastikschalen mit den vorgeschnittenen Früchten. Daneben lagen die ganzen Früchte – günstiger, aber weniger bequem, um sie gleich essen zu können. Während ich überlegte, ob Bequemlichkeit diesen zusätzlichen Plastikmüll rechtfertigt, kam mir wieder eine Frage in den Sinn, die ich schon oft in Gesprächen gehört hatte: Warum soll ich überhaupt anfangen? Warum soll gerade ich mich bemühen, nachhaltiger zu leben, während Millionen andere gedankenlos konsumieren?

Am Abend bereitete meine Frau eine Suppe zu. Als sie einen Teelöffel Salz in den großen Topf gab, kam mir ein Gedanke. Wie viel macht dieser Teelöffel aus? Höchstens 5 Gramm in 3 Litern Suppe – das sind nicht ganz 0,2% der Gesamtmenge. Fast nichts. Und doch: Ohne das Salz wäre die Suppe fade gewesen, mit ihm entfalteten sich alle Aromen. Das Salz trat in den Hintergrund, aber es veränderte alles. Ich dachte, vielleicht ist es mit meinem Beitrag zur Nachhaltigkeit genauso.

Nach dem Essen scrollte ich durch einige Beiträge auf meinem Smartphone und blieb an einem Video hängen. Eine Meeresschildkröte kämpfte verzweifelt mit einem Plastikring um ihren Panzer. Ein Kommentar darunter: „Das meiste Plastik kommt doch aus Asien! Warum sollen wir uns einschränken?“ Ich ertappte mich dabei, wie ich zustimmen wollte. Aber dann fragte ich mich: Würde diese Schildkröte einen Unterschied spüren, wenn der Plastikring aus Deutschland statt aus Asien käme?

Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit einem Mann. Er engagiert sich seit Jahren für die lokale Tafel, obwohl er weiß, dass er das weltweite Hungerproblem allein nicht lösen wird. „Wissen Sie“, hatte er gesagt, „für die Menschen, denen ich heute helfe, macht es einen Unterschied. Ich kann nicht alle satt machen, aber einige. Und das reicht mir.“

Seine Worte ergaben plötzlich Sinn. Es geht nicht darum, die ganze Welt zu retten, sondern in meinem Umfeld etwas zu bewegen. Und das muss nicht teuer sein. Ein

T-Shirt drei Jahre tragen statt eine Saison. Leitungswasser trinken statt Plastik-flaschen kaufen. Zu Fuß gehen oder Rad fahren, wenn möglich. Gegenstände reparieren statt wegwerfen. Lebensmittel wertschätzen und nichts verschwenden. Diese einfachen

Handlungen kosten nichts extra, schonen aber Ressourcen und oft auch den Geldbeutel.

Jesus sagte einmal: „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu“ (Luk 16,10). Diese Worte bekommen gerade für mich einen neuen Sinn. Vielleicht geht es gar nicht um die Größe meines Beitrags, sondern um die Treue im Kleinen, darum, anzufangen mit dem, was in meiner Macht steht.

Am nächsten Morgen kaufte ich auf dem Markt frisches Obst, locker in meinen Stoffbeutel gefüllt. Eine kleine Entscheidung. Ein Anfang. Irgendjemand muss anfangen, sonst kommt nichts in Bewegung. Vielleicht bin ich nur ein Teelöffel Salz in einer großen Suppe. Aber ohne Salz schmeckt keine Suppe wirklich gut.

Frank Kroschewski

Frank Kroschewski

Ich bin dann mal… kurz vor dem Ziel

Liebe Gemeinde der Bethlehemkirche,

vor über einem Jahr habe ich mich mit dem Artikel „Ich bin dann mal weg…“ von Ihnen verabschiedet, um meinen neuen Weg als angehender Pastor zu beginnen. Heute berichte ich Ihnen, wie es mir ergangen ist und wohin der Weg mich künftig führen wird.

Die Zeit der Ausbildung war für mich eine intensive Phase des Lernens und Wachsens. Jeden Tag durfte ich in der Christus- und Kreuzkirchengemeinde Nordhorn neue Erfahrungen sammeln – in der Seelsorge, der Gottesdienstgestaltung und der vielfältigen Gemeindearbeit. Besonders bereichernd waren die Begegnungen mit den Menschen dort, die mich herzlich aufgenommen und meine ersten Schritte als Pfarrverwalter begleitet haben.

Jetzt habe ich alle Prüfungen erfolgreich bestanden und die Ausbildung mit dem Kolloquium am 20. Juni 2025 im Landeskirchenamt in Hannover abgeschlossen.

Ab dem 1. September 2025 werde ich als Pastor im Probedienst die Pfarrstelle I im verbundenen Pfarramt der Ev.-luth. Christuskirchengemeinde Brögbern – Biene – Bawinkel und der Ev.-luth. Johanneskirchengemeinde Lingen übernehmen. Auf diese neue Aufgabe freue ich mich sehr. Nach der Zeit der Vorbereitung und des Lernens darf ich nun das umsetzen, was in mir gewachsen ist.

Den Höhepunkt bildet meine Ordination zum Pastor durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer am:

Samstag, 27. September 2025, 14:00 Uhr 

Ev.-luth. Christuskirche Lingen-Brögbern 

Sandbrinkerheidestr. 32, 49811 Lingen-Brögbern

Hierzu lade ich Sie herzlich ein! Es wäre für mich ein besonderes Geschenk, bekannte Gesichter aus der Bethlehemkirche bei diesem wichtigen Schritt wiederzusehen. Die gemeinsame Zeit in unserer Bethlehemgemeinde hat mich geprägt und auf diesem Weg bestärkt.

Sie alle haben einen Anteil daran, dass ich heute vor der Ordination stehe.

Ich blicke voller Vorfreude und Dankbarkeit auf das, was kommt, und hoffe auf ein Wiedersehen bei der Ordination oder bei einer anderen Gelegenheit.

Herzlich grüßt Sie

Frank Kroschewski

Frauenfrühstück 2025

Das erste Frauenfrühstück nach der Coronazeit fand am 28. Juni 2025 um 9:00 Uhr in unserem Albert-Schweitzer Gemeindehaus in Meppen statt.

Zu unserer Freude hatte sich Schwester Carola Beermann auf unsere Einladung hin zu einem Vortrag an diesem Morgen bereit erklärt, zum Thema Erzähldecken zu referieren (siehe dazu auch Sprachrohr 106).

Schwester Carola, so beschrieben in ihrem „Steckbrief“, ist: Franziskanerin, Diplom-Sozialpädagogin, Prädikantin, Schneiderin, Menschenfreundin, Nähseelsorgerin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Sie beschreibt weiter: Sie möchte Handwerk, Seelsorge und Verkündigung zu etwas Neuem verknüpfen, nämlich der Nähseelsorge. Sie arbeitet seit dem 01.12.2024 im Kirchenkreis Emden-Leer.

Wir konnten eine größere Gruppe interessierter Frauen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen zu diesem Vortrag herzlich willkommen heißen.

Gestärkt vom Frühstück und ersten angeregten Gesprächen an den Tischen setzten wir uns in einem großen Kreis um zwei Tische, auf denen dann Erzähldecken von Schwester Carola präsentiert wurden.

Was sind denn nun Erzähldecken?

Erzähldecken sind selbstgenähte Stoffdecken, ähnlich einer Patch-Work-Arbeit.

Sie werden thematisch gestaltet und in 4 x 4 Felder zum jeweiligenThema unterteilt. Ein Geheimfach, in dem sich eine Überraschung unterbringen lässt, kann die Arbeit vervollständigen.

Themen können aus allen Bereichen des Lebens gewählt werden. Schwester Carola zeigte uns verschiedene Beispiele etwa zu: Garten, Meer, Küche, Schönheit.

Erzähldecken fördern vorrangig die Kommunikation, regen zu Gesprächen an, auch da wo uns zunächst Worte fehlen. Dabei geht es nicht nur um die Betrachtung der Decken. Auch das Anfassen und Befühlen des Stoffes sowie der vorhandenen verwendeten Materialien spielt eine entscheidende Rolle. So lassen sich Erinnerungen mobilisieren, die dann im Gespräch vertieft werden können.

Erzähldecken werden in der Pädagogik (Anregung der Fantasie und Vorstellungsgabe), in der Verkündigung (Veranschaulichung biblischer Texte) und in der Altenseelsorge (Zugang zu Erinnerungen und die sie begleitenden Gefühle) benutzt.

Der Gestaltung der Erzähldecken sind keine Grenzen gesetzt, so man über die Kunst des Nähens verfügt.

Man konnte die Zeit mit Schwester Carola keinen Vortrag mehr nennen, vielmehr war es war ein Erlebnis, das bei den teilnehmenden Frauen Begeisterung hervorrief. Alle waren Teilnehmende mit Herz und Verstand.

Die Lebendigkeit und wertschätzende Haltung den Menschen gegenüber, mit denen Schwester Carola arbeitet, hinterließ bei uns den Eindruck, dass sie ihre Arbeit als Berufung versteht.

Wir sind Schwester Carola dankbar für die Zeit mit uns. Sie beschenkte uns mit reichhaltigem Wissen und auch mit ihrer Warmherzigkeit.

Geht es in der Arbeit mit Kindern um Anregung und Förderung der Entwicklung, so geht es in der Arbeit mit dementiell veränderten und alten Menschen um Biographiearbeit, um den Zugang zu Erinnerung und die sie begleitenden Gefühle.

Das ist für unsere Altenseelsorge in der Gemeinde eine Bereicherung.

Man kann Erzähldecken maximal für vier Wochen auch für die eigene Arbeit ausleihen.

Anschriften: Kirchenkreis Emden-Leer srcarola<at>hotmail.com

                    Kirchenkreis Hannover Frauke.Kaspar-Weinrich<at>evlka.de

Bereits bestehende Gruppen:

Nähwerkstatt „Mit Herz und Verstand“ Kirchenkreis in  Emden-Leer

Nähgruppe „Tabitha“ Kloster Frenswegen in Nordhorn

Nähgruppe „Mit Liebe genäht“ im Kirchenkreis Hannover

Fortbildungen zu dem Thema sind abrufbar unter:

https://www.glauben-wissen-fortbildung.de (Arbeit in Seelsorge und Verkündigung)

Ich bedanke mich in Vertretung der Bethlehem Stiftung und der Bethlehemgemeinde Meppen bei allen Beteiligten, verbunden mit dem Wunsch zu weiteren anregenden Vorträgen im Rahmen des Frauenfrühstücks unserer Gemeinde.

Es grüßt sie herzlichst

Ihre

Ulrike van der Ven

Schauen Sie sich auch gern unsere Fotogalerie vom Frauenfrühstück 2025 an.

Verdienstorden für Fritz Georg Schnorr

Vermutlich haben viele Gemeindeglieder bereits in der Meppener Tagespost die ausführliche Würdigung von Fritz Georg Schnorr gelesen, der am 28. Mai in der JVA Meppen von Landrat Marc-André Burgdorf das „Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen bekam. Pastor Achim Heldt und mehrere Gemeindeglieder hatten die besondere Ehre, an der Feierstunde im Versener Gefängnis teilzunehmen. Fritz hat vor allem wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Gefängnisseelsorger überaus große Anerkennung erhalten. Dies hoben die Festredner (Bürgermeister Helmut Knurrbein, JVA-Leiter Peer-Erik Zeller sowie die Gefängnispastoren Ulli Schönrock und Heinz-Bernd Wolters) entsprechend hervor. Über drei Jahrzehnte feierte Fritz nicht nur zahllose Gottesdienste im Gefängnis. Er führte tausende Beratungsgespräche und engagierte sich in vorbildlicher Weise in der Betreuung von Angehörigen der Betroffenen.

Parallel machte er 20 Jahre lang Nachtdienste in einem Wohnheim des Vereins Lotse in Meppen. Die von ihm betreuten psychisch erkrankten Bewohner erinnerten sich noch Jahre später an seine fürsorgliche und warmherzige Haltung, mit der er ihnen Wertschätzung, Vertrauen und Aufmerksamkeit schenkte. „Wenn es um die unbeliebten Dienste an Wochenenden, Feiertagen, an Heiligabend oder zu Silvester ging, hat sich Fritz immer sofort gemeldet,“ erinnern sich seine früheren Kolleginnen und Kollegen.

Fritz Schnorr gehörte erst der evangelisch-reformierten Gemeinde in Meppen an. Zu unserer Gemeinde wechselte er vor etwa 20 Jahren noch zu Zeiten von Pastor Heinz Roth. Seine frühere Tätigkeit als ehrenamtlicher Prediger in der refor-mierten Gemeinde wurde 2007 durch die ev.-luth. Landessuperintendentin anerkannt, sodass Fritz fortan als Prädikant in unserer Bethlehemgemeinde tätig war. Besonders in den Vakanzzeiten war Fritz immer wieder zur Stelle, wenn es um die Leitung des sonntäglichen Gottesdienstes ging. Bei seinen Predigten fällt den Gottesdienstbesuchern neben seiner Bibelfestigkeit vor allem seine ruhige, freundliche und fast entspannt wirkende Haltung auf, sodass sich die Gemeinde immer wieder besonders freut, wenn er trotz seiner inzwischen 75 Jahre wieder mal „an der Reihe“ ist. Während der Zeit des Pastorenehepaars Häusler leitete Fritz Schnorr zusätzlich auch unseren Männerkreis. Bis heute engagiert er sich im Bibelkreis unserer Gemeinde, in der Fritz und seine Frau Margret seit vielen Jahren fest verankert sind.

Wir alle freuen uns sehr über Deine hohe Auszeichnung lieber Fritz! Du hast sie redlich verdient.

Dr. Martin van der Ven

Foto Tobias Böckermann, Meppener Tagespost