Geistliches Wort

Warum ich jetzt anfangen sollte und was das Salz in der Suppe damit zu tun hat!

Neulich stand ich im Supermarkt vor dem Obstregal und betrachtete die kleinen Plastikschalen mit den vorgeschnittenen Früchten. Daneben lagen die ganzen Früchte – günstiger, aber weniger bequem, um sie gleich essen zu können. Während ich überlegte, ob Bequemlichkeit diesen zusätzlichen Plastikmüll rechtfertigt, kam mir wieder eine Frage in den Sinn, die ich schon oft in Gesprächen gehört hatte: Warum soll ich überhaupt anfangen? Warum soll gerade ich mich bemühen, nachhaltiger zu leben, während Millionen andere gedankenlos konsumieren?

Am Abend bereitete meine Frau eine Suppe zu. Als sie einen Teelöffel Salz in den großen Topf gab, kam mir ein Gedanke. Wie viel macht dieser Teelöffel aus? Höchstens 5 Gramm in 3 Litern Suppe – das sind nicht ganz 0,2% der Gesamtmenge. Fast nichts. Und doch: Ohne das Salz wäre die Suppe fade gewesen, mit ihm entfalteten sich alle Aromen. Das Salz trat in den Hintergrund, aber es veränderte alles. Ich dachte, vielleicht ist es mit meinem Beitrag zur Nachhaltigkeit genauso.

Nach dem Essen scrollte ich durch einige Beiträge auf meinem Smartphone und blieb an einem Video hängen. Eine Meeresschildkröte kämpfte verzweifelt mit einem Plastikring um ihren Panzer. Ein Kommentar darunter: „Das meiste Plastik kommt doch aus Asien! Warum sollen wir uns einschränken?“ Ich ertappte mich dabei, wie ich zustimmen wollte. Aber dann fragte ich mich: Würde diese Schildkröte einen Unterschied spüren, wenn der Plastikring aus Deutschland statt aus Asien käme?

Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit einem Mann. Er engagiert sich seit Jahren für die lokale Tafel, obwohl er weiß, dass er das weltweite Hungerproblem allein nicht lösen wird. „Wissen Sie“, hatte er gesagt, „für die Menschen, denen ich heute helfe, macht es einen Unterschied. Ich kann nicht alle satt machen, aber einige. Und das reicht mir.“

Seine Worte ergaben plötzlich Sinn. Es geht nicht darum, die ganze Welt zu retten, sondern in meinem Umfeld etwas zu bewegen. Und das muss nicht teuer sein. Ein

T-Shirt drei Jahre tragen statt eine Saison. Leitungswasser trinken statt Plastik-flaschen kaufen. Zu Fuß gehen oder Rad fahren, wenn möglich. Gegenstände reparieren statt wegwerfen. Lebensmittel wertschätzen und nichts verschwenden. Diese einfachen

Handlungen kosten nichts extra, schonen aber Ressourcen und oft auch den Geldbeutel.

Jesus sagte einmal: „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu“ (Luk 16,10). Diese Worte bekommen gerade für mich einen neuen Sinn. Vielleicht geht es gar nicht um die Größe meines Beitrags, sondern um die Treue im Kleinen, darum, anzufangen mit dem, was in meiner Macht steht.

Am nächsten Morgen kaufte ich auf dem Markt frisches Obst, locker in meinen Stoffbeutel gefüllt. Eine kleine Entscheidung. Ein Anfang. Irgendjemand muss anfangen, sonst kommt nichts in Bewegung. Vielleicht bin ich nur ein Teelöffel Salz in einer großen Suppe. Aber ohne Salz schmeckt keine Suppe wirklich gut.

Frank Kroschewski

Frank Kroschewski

Ich bin dann mal… kurz vor dem Ziel

Liebe Gemeinde der Bethlehemkirche,

vor über einem Jahr habe ich mich mit dem Artikel „Ich bin dann mal weg…“ von Ihnen verabschiedet, um meinen neuen Weg als angehender Pastor zu beginnen. Heute berichte ich Ihnen, wie es mir ergangen ist und wohin der Weg mich künftig führen wird.

Die Zeit der Ausbildung war für mich eine intensive Phase des Lernens und Wachsens. Jeden Tag durfte ich in der Christus- und Kreuzkirchengemeinde Nordhorn neue Erfahrungen sammeln – in der Seelsorge, der Gottesdienstgestaltung und der vielfältigen Gemeindearbeit. Besonders bereichernd waren die Begegnungen mit den Menschen dort, die mich herzlich aufgenommen und meine ersten Schritte als Pfarrverwalter begleitet haben.

Jetzt habe ich alle Prüfungen erfolgreich bestanden und die Ausbildung mit dem Kolloquium am 20. Juni 2025 im Landeskirchenamt in Hannover abgeschlossen.

Ab dem 1. September 2025 werde ich als Pastor im Probedienst die Pfarrstelle I im verbundenen Pfarramt der Ev.-luth. Christuskirchengemeinde Brögbern – Biene – Bawinkel und der Ev.-luth. Johanneskirchengemeinde Lingen übernehmen. Auf diese neue Aufgabe freue ich mich sehr. Nach der Zeit der Vorbereitung und des Lernens darf ich nun das umsetzen, was in mir gewachsen ist.

Den Höhepunkt bildet meine Ordination zum Pastor durch Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer am:

Samstag, 27. September 2025, 14:00 Uhr 

Ev.-luth. Christuskirche Lingen-Brögbern 

Sandbrinkerheidestr. 32, 49811 Lingen-Brögbern

Hierzu lade ich Sie herzlich ein! Es wäre für mich ein besonderes Geschenk, bekannte Gesichter aus der Bethlehemkirche bei diesem wichtigen Schritt wiederzusehen. Die gemeinsame Zeit in unserer Bethlehemgemeinde hat mich geprägt und auf diesem Weg bestärkt.

Sie alle haben einen Anteil daran, dass ich heute vor der Ordination stehe.

Ich blicke voller Vorfreude und Dankbarkeit auf das, was kommt, und hoffe auf ein Wiedersehen bei der Ordination oder bei einer anderen Gelegenheit.

Herzlich grüßt Sie

Frank Kroschewski

Frauenfrühstück 2025

Das erste Frauenfrühstück nach der Coronazeit fand am 28. Juni 2025 um 9:00 Uhr in unserem Albert-Schweitzer Gemeindehaus in Meppen statt.

Zu unserer Freude hatte sich Schwester Carola Beermann auf unsere Einladung hin zu einem Vortrag an diesem Morgen bereit erklärt, zum Thema Erzähldecken zu referieren (siehe dazu auch Sprachrohr 106).

Schwester Carola, so beschrieben in ihrem „Steckbrief“, ist: Franziskanerin, Diplom-Sozialpädagogin, Prädikantin, Schneiderin, Menschenfreundin, Nähseelsorgerin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Sie beschreibt weiter: Sie möchte Handwerk, Seelsorge und Verkündigung zu etwas Neuem verknüpfen, nämlich der Nähseelsorge. Sie arbeitet seit dem 01.12.2024 im Kirchenkreis Emden-Leer.

Wir konnten eine größere Gruppe interessierter Frauen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen zu diesem Vortrag herzlich willkommen heißen.

Gestärkt vom Frühstück und ersten angeregten Gesprächen an den Tischen setzten wir uns in einem großen Kreis um zwei Tische, auf denen dann Erzähldecken von Schwester Carola präsentiert wurden.

Was sind denn nun Erzähldecken?

Erzähldecken sind selbstgenähte Stoffdecken, ähnlich einer Patch-Work-Arbeit.

Sie werden thematisch gestaltet und in 4 x 4 Felder zum jeweiligenThema unterteilt. Ein Geheimfach, in dem sich eine Überraschung unterbringen lässt, kann die Arbeit vervollständigen.

Themen können aus allen Bereichen des Lebens gewählt werden. Schwester Carola zeigte uns verschiedene Beispiele etwa zu: Garten, Meer, Küche, Schönheit.

Erzähldecken fördern vorrangig die Kommunikation, regen zu Gesprächen an, auch da wo uns zunächst Worte fehlen. Dabei geht es nicht nur um die Betrachtung der Decken. Auch das Anfassen und Befühlen des Stoffes sowie der vorhandenen verwendeten Materialien spielt eine entscheidende Rolle. So lassen sich Erinnerungen mobilisieren, die dann im Gespräch vertieft werden können.

Erzähldecken werden in der Pädagogik (Anregung der Fantasie und Vorstellungsgabe), in der Verkündigung (Veranschaulichung biblischer Texte) und in der Altenseelsorge (Zugang zu Erinnerungen und die sie begleitenden Gefühle) benutzt.

Der Gestaltung der Erzähldecken sind keine Grenzen gesetzt, so man über die Kunst des Nähens verfügt.

Man konnte die Zeit mit Schwester Carola keinen Vortrag mehr nennen, vielmehr war es war ein Erlebnis, das bei den teilnehmenden Frauen Begeisterung hervorrief. Alle waren Teilnehmende mit Herz und Verstand.

Die Lebendigkeit und wertschätzende Haltung den Menschen gegenüber, mit denen Schwester Carola arbeitet, hinterließ bei uns den Eindruck, dass sie ihre Arbeit als Berufung versteht.

Wir sind Schwester Carola dankbar für die Zeit mit uns. Sie beschenkte uns mit reichhaltigem Wissen und auch mit ihrer Warmherzigkeit.

Geht es in der Arbeit mit Kindern um Anregung und Förderung der Entwicklung, so geht es in der Arbeit mit dementiell veränderten und alten Menschen um Biographiearbeit, um den Zugang zu Erinnerung und die sie begleitenden Gefühle.

Das ist für unsere Altenseelsorge in der Gemeinde eine Bereicherung.

Man kann Erzähldecken maximal für vier Wochen auch für die eigene Arbeit ausleihen.

Anschriften: Kirchenkreis Emden-Leer srcarola<at>hotmail.com

                    Kirchenkreis Hannover Frauke.Kaspar-Weinrich<at>evlka.de

Bereits bestehende Gruppen:

Nähwerkstatt „Mit Herz und Verstand“ Kirchenkreis in  Emden-Leer

Nähgruppe „Tabitha“ Kloster Frenswegen in Nordhorn

Nähgruppe „Mit Liebe genäht“ im Kirchenkreis Hannover

Fortbildungen zu dem Thema sind abrufbar unter:

https://www.glauben-wissen-fortbildung.de (Arbeit in Seelsorge und Verkündigung)

Ich bedanke mich in Vertretung der Bethlehem Stiftung und der Bethlehemgemeinde Meppen bei allen Beteiligten, verbunden mit dem Wunsch zu weiteren anregenden Vorträgen im Rahmen des Frauenfrühstücks unserer Gemeinde.

Es grüßt sie herzlichst

Ihre

Ulrike van der Ven

Schauen Sie sich auch gern unsere Fotogalerie vom Frauenfrühstück 2025 an.

Verdienstorden für Fritz Georg Schnorr

Vermutlich haben viele Gemeindeglieder bereits in der Meppener Tagespost die ausführliche Würdigung von Fritz Georg Schnorr gelesen, der am 28. Mai in der JVA Meppen von Landrat Marc-André Burgdorf das „Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen bekam. Pastor Achim Heldt und mehrere Gemeindeglieder hatten die besondere Ehre, an der Feierstunde im Versener Gefängnis teilzunehmen. Fritz hat vor allem wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Gefängnisseelsorger überaus große Anerkennung erhalten. Dies hoben die Festredner (Bürgermeister Helmut Knurrbein, JVA-Leiter Peer-Erik Zeller sowie die Gefängnispastoren Ulli Schönrock und Heinz-Bernd Wolters) entsprechend hervor. Über drei Jahrzehnte feierte Fritz nicht nur zahllose Gottesdienste im Gefängnis. Er führte tausende Beratungsgespräche und engagierte sich in vorbildlicher Weise in der Betreuung von Angehörigen der Betroffenen.

Parallel machte er 20 Jahre lang Nachtdienste in einem Wohnheim des Vereins Lotse in Meppen. Die von ihm betreuten psychisch erkrankten Bewohner erinnerten sich noch Jahre später an seine fürsorgliche und warmherzige Haltung, mit der er ihnen Wertschätzung, Vertrauen und Aufmerksamkeit schenkte. „Wenn es um die unbeliebten Dienste an Wochenenden, Feiertagen, an Heiligabend oder zu Silvester ging, hat sich Fritz immer sofort gemeldet,“ erinnern sich seine früheren Kolleginnen und Kollegen.

Fritz Schnorr gehörte erst der evangelisch-reformierten Gemeinde in Meppen an. Zu unserer Gemeinde wechselte er vor etwa 20 Jahren noch zu Zeiten von Pastor Heinz Roth. Seine frühere Tätigkeit als ehrenamtlicher Prediger in der refor-mierten Gemeinde wurde 2007 durch die ev.-luth. Landessuperintendentin anerkannt, sodass Fritz fortan als Prädikant in unserer Bethlehemgemeinde tätig war. Besonders in den Vakanzzeiten war Fritz immer wieder zur Stelle, wenn es um die Leitung des sonntäglichen Gottesdienstes ging. Bei seinen Predigten fällt den Gottesdienstbesuchern neben seiner Bibelfestigkeit vor allem seine ruhige, freundliche und fast entspannt wirkende Haltung auf, sodass sich die Gemeinde immer wieder besonders freut, wenn er trotz seiner inzwischen 75 Jahre wieder mal „an der Reihe“ ist. Während der Zeit des Pastorenehepaars Häusler leitete Fritz Schnorr zusätzlich auch unseren Männerkreis. Bis heute engagiert er sich im Bibelkreis unserer Gemeinde, in der Fritz und seine Frau Margret seit vielen Jahren fest verankert sind.

Wir alle freuen uns sehr über Deine hohe Auszeichnung lieber Fritz! Du hast sie redlich verdient.

Dr. Martin van der Ven

Foto Tobias Böckermann, Meppener Tagespost

Geistliches Wort

in diesem Jahr ist ein Schiff auf der Osterkerze in unserer Bethlehemkirche. Der Mast, an dem das Segel angebracht ist, ist ein Kreuz. Meine Frau hat das Motiv ausgesucht und auf den Kerzen-Rohling übertragen. Die Kerze hat mir gleich gefallen, weil sie mich an ein Lied aus meiner Konfirmandenzeit erinnert hat:

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit.“

Früher haben wir dieses Lied häufig gesungen. Text und Melodie sind von Martin Gotthard Schneider (1930-2017), der auch das Danke-Lied geschrieben hat. Ich besitze noch das blaue Beiheft von 1972, das das damalige Evangelische Kirchengesangbuch ergänzt hat und in dem das Lied vom Gemeinde-Schiff abgedruckt ist. Der Refrain ist die innige Bitte: Bleibe bei uns, Herr, denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer.

Die Osterkerze mit dem Schiff darauf, die wir im Osterfrühgottesdienst am 20. April an einem kleinen Osterfeuer im Hof zwischen Bethlehemkirche und Albert-Schweitzer-Haus angezündet haben, brennt nun in jedem Gottesdienst. An ihrer Flamme zünden wir alle Taufkerzen an.Ebenso nehmen unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden das Licht der Osterkerze, um ihre persönlich gestaltete Konfi-Kerze anzuzünden, wenn sie den Gottesdienst besuchen.

Die Osterkerze bringt zum Ausdruck, dass der gekreuzigte Jesus als der auferstandene Herr seine Kirche begleitet, wie hoch die Wellen auch schlagen mögen.Diese Botschaft geben wir unseren Getauften mit: Auf dem Meer der Zeit bist du niemals allein unterwegs.

Mit guten Wünschen für die kommenden Wochen

grüßt Sie und Euch freundlich

Frauenfrühstück im Gemeindehaus

Frauenfrühstück im Albert-Schweitzer-Gemeindehaus am Samstag 28. Juni 2025 um 9:00 Uhr

Wir laden herzlich ein zu einem Vortrag von Schwester Carola Beermann zum Thema:

„Verknüpfung von Handwerk und Seelsorge.“

„Mit Erzähldecken arbeiten in der Seelsorge“ ein vielversprechender Ansatz im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen in unserer Gemeinde.

Schwester Carola hat die Tabitha-Nähwerkstatt im Kloster Frenswegen aufgebaut. Sie gibt dazu in regelmäßigen Abständen Seminare, nicht nur im Kloster.

Erzähldecken leisten Hilfe bei der Biographiearbeit im Umgang mit demenzkranken Menschen, eine sehr wertschätzende Arbeit.

Wir versprechen uns einen neuen Impuls für unseren Besuchsdienst bei älteren Gemeindegliedern und zur fachlichen Hilfestellung für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in diesem aufsuchenden Besuchsdienst.

Ausdrücklich möchten wir Frauen ansprechen und zur Teilnahme ermutigen, die bereits ältere Menschen begleiten, betreuen, pflegen und versorgen.

Wir möchten auch Gruppen ansprechen, die sich in kreativer Weise bereits viele Jahre in unserer Gemeinde betätigen. Aus anderem Blickwinkel auf die eigene Arbeit schauen kann neue Kraft zu eigenem Tun erwecken.

Nicht zuletzt sprechen wir auch junge Menschen an, sich diesem Thema einmal zuzuwenden und sich der Geschichte der eigenen Großeltern nähern zu können.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch und über Ihr Kommen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Sie wird von der gemeindeeigenen „Bethlehem-Stiftung“ unterstützt. Dafür sagen wir im Voraus herzlichen Dank.

Bitte melden sie sich bei Frau Ulrike Lübbers im Gemeindebüro zu dem Vortrag an, damit wir das Frühstück angemessen vorbereiten können.

Telefon: 05931-12467, Mail: ulrike.lübbers@evlka.de

Es grüßt Sie herzlich und in christlicher Verbundenheit

Ihre Ulrike van der Ven

Aus dem Männerkreis „MMM“

Bereits im letzten Sprachrohr haben wir auf die Jubiläumsfeier zum 50- jährigen Bestehen des Männerkreises „Männer Machen Mit“ und des Albert-Schweitzer-Gemeindehauses hingewiesen. Nun ist es soweit. Nach gründlichen Überlegungen und Vorbereitungen wird das Jubelfest am Sonntag, dem 22. Juni 2025, mit einem feierlichen Gottesdienst eingeleitet und geht in ein Gemeindefest über.

Zur Fertigstellung des Gemeindehauses im Jahr 1975 trugen insgesamt 52 ehrenamtliche Helfer unter technischer Leitung und Mithilfe von Gerd Götz bei. Es war für Pastor Heinz Roth und Gerd Götz kein leichtes Unterfangen, für über ein Jahr die fast täglichen Feierabendeinsätze und Wochenendarbeiten zu organisieren. Seitdem spielt das „Albert-Schweitzer-Haus“ neben unserer Bethlehemkirche eine wichtige Rolle in unserem aktiven Gemeindeleben. Im Übrigen wurde das Gemeindehaus in diesem Jahr unter wesentlicher Beteiligung der Bethlehem-Stiftung saniert und bleibt uns für einen weiteren langen Zeitraum erhalten.

Unter Federführung von Pastor Heinz Roth schlossen sich aus der „Baumannschaft“ nach Abschluss der Arbeiten etliche Männer zum Männerkreis „Männer Machen Mit“ zusammen. Somit fällt die Fertigstellung des Gemeindehauses und die Gründung des Männerkreises in dasselbe Jahr 1975. Von den insgesamt 74 Männern, die unserem Männerkreis im Laufe der Jahre angehörten, sind heute noch 17 Männer aktiv dabei. Die „wilden“ Jahre sind vorbei, unsere aktive Mannschaft ist beruflich in Pension, aber noch lange nicht tatenlos.

Zum Jubiläum wird der schwere Findling von der aufgegebenen Friedrich-von-Bodelschwingh-Kapelle vor unserer Bethlehemkirche platziert. Die Arbeiten zur Aufstellung des Findlings hat der Männerkreis in Angriff genommen.

Ihr Günter Rieken

2025-06-22 Emsland-Kurier Meppen
2025-06-16 Meppener Tagespost

 

2025-06-08 Emsland-Kurier Meppen

Konfirmation und Osterfrühgottesdienst

Konfirmation am 18. Mai 2025

Am 18. Mai war es so weit und unsere diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten ihren „großen Tag“. Wir wünschen euch alles Gute auf eurem weiteren Lebensweg und freuen uns über euer Interesse, euch in der Kirche und Gemeinde zu engagieren.

Osterfrühgottesdienst

Auch in diesem Jahr trafen wir uns um 6.30 Uhr im Hof zwischen  Bethlehemkirche und Albert-Schweitzer-Haus, um am Feuer die neue Osterkerze anzuzünden.

Ungefähr 30 Personen hatten sich an diesem stimmungsvollen Ostermorgen auf den Weg gemacht, um draußen den Gottesdienst zu beginnen und dann hinter dem Vortragekreuz und der Osterkerze in die noch dunkle Kirche einzuziehen mit dem Liedruf:  „Zu dunkler Nacht wollen wir ziehen, lebendiges Wasser finden.“

Die Osterkerze wurde bis in den Eingangsbereich der Kirche getragen, die Besucher nahmen in den ersten Bankreihen Platz.

Es folgten Lesung und Gebet mit dem Ruf „Christus unser Licht“ und der Antwort „Gelobt sei Gott“.

Dann wurde die Kerze bis zum Taufbecken getragen und weiter bis zum Leuchter. Mit dem solistisch gesungenen Osterlob fand sie dort ihren Platz, wo sie bis zum nächsten Karfreitag jeden Sonntag brennen wird.

Mit kleinen Osterkerzen haben wir das Licht einander weitergegeben.

Zur Tauferinnerung wurde eingeladen, und nach dem Lesen des Osterevangeliums erklangen die Kirchenglocken; währenddessen wurden der Altar eingedeckt und die Kerzen angezündet, und noch in das Läuten hinein sangen wir „Christ ist erstanden….“ und stimmten österlich beschwingt in das nun wieder fröhlich erklingende Halleluja ein.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Segen wünschten wir uns „Frohe Ostern“ und freuten uns auf das gemeinsame Osterfrühstück im Albert-Schweitzer-Haus.

Charlotte Stellmacher

Für Kinder und Jugendliche

Familienfreizeit auf Borkum

Vom 15.04.25 – 19.04.25 waren wir mit 8 Familien und einer Teamerin nach Borkum aufgebrochen. Mit der Fähre ging es morgens bei schönstem Wetter auf die Insel.

Unsere Unterkunft war sehr schön, und der Spielplatz hinter dem Gebäude war das Highlight vieler Kinder. Auch im Spielkeller hatten die Kinder die Möglichkeit zum Klettern und Toben.

Es waren mehrere Aktionen geplant, unter anderem eine rasante Kutschfahrt mit einem Planwagen. Ob im gemütlichen Schritt oder im rasanten Galopp über Stock und Stein, der uns ordentlich durchrüttelte, hatten alle ihren Spaß.

Etwas ruhiger ging es dann am Strand zu, an dem wir Sandburgen bauten und die Kinder sich bei unterschiedlichen Spielen austoben konnten.

Bei den Sandburgen waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt und somit entstanden kleine Kunstwerke. Selbst die Mamas und Papas hatten Spaß daran und halfen ihren Kindern tatkräftig.

Natürlich hatten die Familien auch genug Zeit, um gemeinsam die Insel zu erkunden. Dabei wurden unter anderem  das Aquarium, das Schwimmbad, die Dünenlandschaft und die Strandpromenade besichtigt.

Am Abschlussabend gab es noch ein gemeinsames Stockbrotessen, und es stellte sich die Frage, ob wir diese Fahrt im nächsten Jahr wiederholen wollen. Wer weiß, man darf gespannt sein! 😉

Ein Dank geht an die Gemeinde sowie die Stiftung für ihre Unterstützung.

Sing- und Spielkreis

Der Sing- und Spielkreis trifft sich nur noch alle 14 Tage von 16:30 Uhr – 17:30 Uhr.  Zur Zeit liegt das Alter der Kinder zwischen 2-4 Jahren. Über neue Gesichter würden wir uns sehr freuen.

Bei Interesse gern bei Linda Wagner melden.

Mit Kachelfleisch, Bollerwagen und viel Herz

Unsere Erlebnisse beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover, 30. April- 04. Mai 2025

Gemeinsam mit der evangelischen Jugend und vielen Engagierten durften wir ein intensives, fröhliches und bewegendes Programm erleben. 

Ein echtes Highlight war unser Stand beim Abend der Begegnung. Dort haben wir mit vollem Einsatz Kachefleischbrötchen und vegetarische Bratwürste verkauft – und das mit so großem Erfolg, dass wir über vier bis fünf Stunden durchgehend mit Grillen und Verkaufen beschäftigt waren. Die Schlange wollte einfach nicht abreißen, und obwohl wir kaum zur Ruhe kamen, war es genau das, was den Abend so lebendig und besonders gemacht hat: Begegnung, Lachen, gute Gespräche und das Gefühl, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

An den weiteren Tagen des Kirchentags waren wir mit einem kreativen Mitmach-Stand vertreten. Zusammen mit  Pastor Gernot Wilke-Ewert, Schulpastor an der BBS in Lingen, und einigen Schülerinnen haben wir Jugendliche eingeladen, Bollerwagen und Symbole zu bemalen – inspiriert von der all-bekannten 1.-Mai-Tradition (eine Bollerwagentour zu machen). Diese Bollerwagen wurden zu kleinen Botschaftern: bemalt mit Symbolen, Worten, Wünschen und Forderungen. Was bewegt Jugendliche heute? Was liegt ihnen auf dem Herzen? Ganz im Sinne des Kirchentagsmottos „mutig, stark, beherzt“ konnten sie das sichtbar machen. Zweimal am Tag wurde dann ein „Bollerwagen-Corso“ über das Messegelände veranstaltet. Über diese Aktion wurde übrigens auch im NDR berichtet („Feiern in Verbundenheit: Das Spaß-Programm am Kirchentag“). 

Neben der Standbetreuung blieb auch Zeit, das vielfältige Programm des Kirchentags zu genießen. So war ich unter anderem bei Auftritten von Bodo Wartke und den Hanke Brothers, habe Bibelarbeiten besucht – und obwohl ich es leider nicht zu Angela Merkel geschafft habe, gab es unzählige inspirierende Begegnungen, Gedankenanstöße und neue Impulse für den Glauben und das Leben.

Dieser Kirchentag war nicht nur ein großes Fest des Glaubens – er war auch ein Raum für Engagement, Kreativität und das Miteinander verschiedener Generationen.

Philippa Heldt

Geistliches Wort

Ein Freund erzählt: „Neulich haben wir in der Familie nach vielen Jahren wieder einmal das Spiel des Lebens gespielt. Im Spieleregal war es ganz hinten – und ziemlich staubig. Aber mit den inzwischen erwachsenen Kindern hat es richtig Spaß gemacht.“

Sofort erinnere ich mich: Auch ich habe dieses Brettspiel als Jugendlicher gemocht: In dem Spiel ließ sich das Leben planen, und man konnte sich am messbaren Erfolg freuen: Karriere, Kinder, Reichtum, immer weiter und weiter, mit dem Auto über den Spielplan, das ganze Leben buchstäblich ein Kinderspiel. Alle Irritationen und Zweifel, alle Hindernisse und Abbrüche, alle Krankheiten und Misserfolge blieben ausgeblendet.

Schnell waren der Freund und ich uns einig: Mit dem echten Leben hat das Gesellschaftsspiel nichts zu tun, es bildet vielleicht den schönen Schein ab, aber es versagt, wenn es um die Gefühle geht und um die Höhen und Tiefen, die unser Leben ausmachen. Zwar sind Ordnung und Planung, ja, auch Zufall und Glück wichtige Faktoren in unserem alltäglichen Leben. Aber ohne Liebe und ohne Suche und Sehnsucht, ohne Verlust und Trauer und Abschied können wir dieses Leben nicht angemessen beschreiben, die alle dürfen wir nicht ausklammern.

An der Geschichte Jesu wird erst recht deutlich: Dieses eine Leben, das ich „habe“, ist kein Spiel, und Gott ist kein Spieler. Die Evangelisten führen uns vor Augen, wie Jesus mit dem Teufel ringt und kämpft, wie er leidet an der Gottvergessenheit der Mächtigen und an der Enttäuschung, die ihm die Freunde bereiten. Am Ende kommt Jesus zu Tode in den Intrigen seiner Gegner.

Von Aschermittwoch bis Karfreitag gehen wir in der Kirche diese Geschichte mit. – Und dann geschieht das Wunder. Gott spielt seinerseits das gottlose Spiel der Sünder nicht mit. Er bindet das Leben nicht an das offenkundige Glück und den sichtbaren Erfolg. Gott weckt den Hingerichteten auf. Der Verlierer, der unter die Räder gekommen ist, wird zum Gewinner des Lebens: des Lebens der Auferstehung.

Die Ostergeschichten der Bibel laden dich und mich ein, schon jetzt einen Vorgeschmack zu bekommen von dem neuen, anderen Leben, das Gott schenkt. In unseren Gottesdiensten singen wir dann fröhliche Lieder und lachen das Osterlachen. Überall, wo Menschen die Gemeinschaft im Glauben finden und zu schätzen lernen, da fängt das neue Leben an. Überall, wo Gott das Leben in Bewegung bringt, überall da wird es Ostern. Im Gespräch sind der Freund und ich uns schnell einig geworden: Gott feiert mit uns ein ganz anderes Spiel des Lebens.

Freundlich grüßt Sie und Euch