Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. (Jahreslosung für 2026 aus Offb 21,5)

Tief eingetaucht sind wir in dieses Jahr 2026. Der Zauber ist verflogen, das üppige Feuerwerk ist erloschen, und alle guten Vorsätze sind längst über Bord geworfen, der Lack ist ab. Und was die Politik anbietet zur Weltverbesserung, und was die Sozialen Medien mir vorschlagen zur Selbstoptimierung, das macht mir eher Sorgen, als dass es mich überzeugt oder auch nur beruhigt.
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. Das Wort aus der Offenbarung an Johannes erreicht mich noch in der Tiefe des Tauchgangs. Das, was ist, kann und wird nicht bleiben: Einige reiche alte Männer haben die Welt unter sich aufgeteilt, sie setzen ihre Interessen rücksichtslos durch und nehmen in Kauf, dass Krieg und Gewalt die Erde zerstören. Dabei geht die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen verloren. Wir, die wir zuschauen, spüren unsere Ohnmacht: Wir können den Gang der Dinge nicht ändern, so gern wir es auch wollten.
Aber das Wort an Johannes entlastet alle, die es hören und ernstnehmen, von dem falschen Zwang, dass wir Ohnmächtigen den Wandel schaffen müssen. Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu, – und hat schon angefangen mit der neuen Schöpfung. Der, der am Karfreitag ohnmächtig am Kreuz gestorben ist, ist an Ostern auferweckt. Er nimmt uns schon hinein in das neue Leben. Jeden Tag, den wir empfangen, leben wir als einen Neuanfang der Hoffnung: Heute tauche ich auf, heute bin ich lebendig, heute erhalte ich mir meine Neugier. Das möchte ich tatsächlich persönlich erleben und feiern: dass Gott alles neu macht!
Freundlich grüßt
