Kirchenchor

Die Geschichte des Kirchenchores der Bethlehemkirche über 4 Jahrzehnte

Gleich nach Fertigstellung des Kirchenbaus wurde nach einem Chorleiter Umschau gehalten und in der Person des Lehrers Erler von der evangelischen Schule, der auch den Organistendienst an der neuen Kirche versah, gefunden. Er sammelte rasch eine ansehnliche Schar sangesfreudiger Gemeindeglieder um sich und gestaltete mit ihnen über Jahre hinweg den Gottesdienst in unserer Kirche zum Lobe Gottes und zur Erbauung der Gemeinde. Mit seinem Tode kam leider die Chorarbeit völlig zum Erliegen, was sich erst gegen Ende des Jahres 1980 änderte.

Dazu gibt es eine nette Anekdote:

Als nämlich im Sommer 1980 Elke Brinkmann mit ihrem Verlobten zum Traugespräch bei Pastor Roth vorstellig wurde, stellte es sich heraus, dass Elke Brinkmann die passenden Voraussetzungen für die Leitung eines Chores besaß, sie war nämlich ausgebildete Musikpädagogin. Seitdem gibt es das Gerücht, dass dem Brautpaar von unserem Pastor die Trauung nur unter der Bedingung eines „doppelten Jawortes”, nämlich ein „ja” füreinander und ein „ja” zur Chorleitung, zugesagt wurde. Inwieweit dies den Tatsachen entspricht, soll hier nicht hinterfragt werden. Jedenfalls wurde damals der Grundstein gelegt, und mit dem Treffen Anfang November der nächste Schritt getan.

Elke Geisendörfer‚ geb. Brinkmann, wurde die erste Chorleiterin des neu gegründeten Kirchenchores der Bethlehemgemeinde.

Und es ging sofort mit Elan und großem Eifer zur Sache! Das selbstgesetzte Ziel war der erste Auftritt am Heiligen Abend zur Christmette. Da die eifrigen Sänger fast alle musikalische Laien waren, begann die junge Chorleiterin zuerst einmal mit dem kleinen Einmaleins des Chorgesanges, der Einführung in die Welt der Noten, Musikzeichen, Atemübungen und dergleichen bis dahin unbekannter Dinge. Doch ihre Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache und so klappte es auch mit dem ersten öffentlichen Gesang zu Weihnachten.

Und sogar in lateinischer Sprache erfolgte dann der erste musikalische Beitrag! „Psallite”

………. .. und etliche Notenblätter zitterten leicht vor lauter Aufregung, aber alles ging glatt und die Gemeinde hatte nun endlich ihren Chor und war erfreut über diese Bereicherung und sparte auch nicht mit Lob, welches die Sänger und Sängerinnen natürlich freute und motivierte.

lm August 1987 übernahm Carsten Opitz die Chorleitung von „Geisi”, die nun inzwischen dreifache Mutter war. Carsten brachte seine Sänger und Sängerinnen ordentlich auf Trab, denn er liebte mehr das „Frische und Flotte”, nicht so die langsamen geruhsamen Chorstücke. Und auch seine Art zu dirigieren war sehenswert, denn mit geruhsamem „WedeIn” der Arme war es bei ihm nicht getan, das waren mehr so eine Art sportliche Ganzkörper—Übungen.

Nachdem Carsten Opitz leider schon nach zwei Jahren aus beruflichen Gründen die Chorleitung abgab, trat dann ab November 1989 Rita Stölting an seine Stelle. Ihr spezieller Schwerpunkt, den sie für den Chor erwählte, waren die Auftritte mit kleinerer Besetzung bei Geburtstagen der älteren Gemeindeglieder. Diese Entwicklung wurde von den älteren Leuten gerne angenommen, und Frau Stölting nahm die damit verbundene zusätzliche Vorarbeit netterweise klaglos auf sich.

Da war es ein ganz schöner Schreck für den Chor, als sie mitteilte, dass sie nach Göttingen zu ihren Kindern ziehen würde. Da war guter Rat teuer, denn Chorleiter wachsen ja leider nicht auf Bäumen und ohne musikalischen Leiter gibt es keinen Chor!

Doch die Sorge war völlig unbegründet, und als kirchliche Gemeinde hätten wir auch mehr Vertrauen haben sollen!

Das Ehepaar Liesel und Uwe Agurks ‚ neu in Meppen zugezogen und auf der Suche nach einer musikalischen und kirchlichen Heimat, wählte sich die Bethlehemgemeinde und unseren Chor dazu ausll Liesel Agurks ist eine Frau, die sich mit Begeisterung der Musik verschrieben hat und so lag es nahe, sie zu bitten, den Chor nach Rita Stöltings Wegzug weiter zu leiten, was sie ab August 2002 auch tat.

lm Jahr 2004 gab der Chor sein zweites „großes” Konzert, das erste erfolgte mit Rita Stölting. Beide Konzerte hatten viele Übungsstunden erforderlich gemacht, es wurden weitere Gastsänger und Musiker dazu gebeten, bei den vielen Proben zweifelten die Mitwirkenden oft am Erfolg , durften dann aber auch erleben, dass die Auftritte die Zuhörer wirklich erfreuten und alle diese Abende genießen konnten. Das entschädigte für die vielen Stunden des Einübens.

Zum Ende des Jahres 2006 verkündete Liesel Agurks dann, dass sie aus gesundheitlichen und Altersgründen die Chorleitung gerne abgeben würde und der Kirchenvorstand konnte den Kirchenmusiker Wolfgang Zschocke als Organisten und Chorleiter einstellen, welcher am 8.1.2007 die erste Übungsstunde mit dem Chor abhielt. Herr Zschocke spornte seinen Chor zu Höchstleistungen an und gemeinsam wagte man sich auch an schwierige Stücke. Er verstand es, die manchmal zaghaften Gemüter seiner Sänger immer wieder zu motivieren und zum Durchhalten zu ermutigen. So fanden in seiner Dirigentenzeit auch zwei größere Konzerte mit Gastsängern und Musikern statt, die ebenfalls ein Erfolg wurden und die Zuhörer erfreuten.

Leider ging es dem Kirchenchor wie vielen kirchlichen Chören heutzutage. Die Sänger und Sängerinnen hielten ihrem Chor zwar über viele Jahre die Treue, viele über 25 Jahre lang, aber der Nachwuchs fehlt. Und etliche Mitglieder stellten aus Altersgründen den Chorgesang ein und auch Herr Zschocke verkündete seine Organisten- und Chorleitertätigkeit aus Altersgründen beenden zu wollen. Der Chor tat sich schwer mit dieser Entscheidung, entschied sich dann aber, sozusagen ebenfalls vorerst „in den vorläufigen Ruhestand” zu gehen und so erfolgte der vorerst letzte Auftritt unter der Leitung von Herrn Zschocke am 23. Juni 2013 auf dem jährlichen Stiftungsfest der Bethlehemstiftung.

Doch gewisse kirchliche Feste, wie z.B. Weihnachten, so ganz ohne Kirchenchor waren besonders für Frau Agurks irgendwie unvorstellbar. So mobilisierte sie in einer Spontan-Aktion die alten Chormitglieder und viele aus der sangeskundige Gemeindeglieder zu einem Neuanfang als „Projekt- Chor”, zuerst für einen Auftritt am Heiligen Abend 2013, welcher auch zur Freude der Gemeinde dann erfolgreich glückte. Die Heiligabend—Gemeinde durfte wie eh und je die altbekannten Lieder im Gottesdienst vom Chor hören.

Und weitere Projekte wurden in Angriff genommen, wie die musikalische Untermalung beim ökumenischen Stadtgottesdienst zu Pfingsten auf dem Marktplatz und der Chorgesang beim Gottesdienst, den unsere damalige Pastorin, Frau Mirjam Valerius, auf der Landesgartenschau in Papenburg, gehalten hat.

Männerkreis „Männer machen mit“

Das Kürzel „MMM ist die zutreffende Devise für die augenblicklich  über 18 aktiven Männer. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Ein kurzer Rückblick:

Seit Gründung der Bethlehemgemeinde im Jahr 1954 standen der Gemeinde ein kleines Gotteshaus und ein Wohnhaus für den Pastor zur Verfügung. Der Gedanke an ein eigenes Gemeindehaus war ein Wunsch, mehr ein Traum bis 1975. Die Kreisverwaltung in Meppen war bereit der Bethlehemgemeinde ihre aus Raumnot gebaute Sozial- und Jugendamt-Baracke gegen kostenlosen Abbau zu überlassen. Zudem sollte die Baracke beim Wiederaufbau umklinkert werden, um den Barackencharakter abzumildern. Eine unlösbare Aufgabe? Nicht für Gerd Götz vom Kirchenvorstand und in „führender Rolle“ Pastor Heinz Roth. Sie stellten für fast ein Jahr jeden Tag nach Feierabend und an den  Wochenenden einen Bautrupp aus ehrenamtlichen Mitarbeitern konfessionsübergreifend zusammen, der unentgeltlich, oft bis spät in die Nacht für die Kirche arbeitete. Diese intensive Zusammenarbeit schweißte eine Gemeinschaft zusammen, die nach Fertigstellung des nunmehr „Albert-Schweitzer-Gemeindehaus“ genannten Gebäudes weiterhin zusammenhielt. Man beschloss, sich regelmäßig in dem neu erschaffenen Haus zu treffen. Die Errichtung des Albert-Schweitzer-Hauses kann als Initialfunke und als Geburtsstunde des Männerkreises gewertet werden.

Wohin nun mit dem Schwung und Elan? Die Hände in den Schoß legen, das ist nicht Sache des Männerkreises. Zu praktischen und handwerklichen Dingen der Gemeindearbeit waren und sind sie immer aufgelegt. Auch beim Um- und Erweiterungsbau der Kirche im Jahr 1981 trug der Männerkreis mit erheblichen Eigenleistungen zur Kostendämpfung bei. Einsätze wie: Pflastern des Kirchplatzes, Arbeiten auf dem Grundstück, Großaktionen zugunsten der Aktion „Brot für die Welt“ zeugen vom Selbstverständnis der MMMler.  Unvergessen die Teilnahme an vielen Kirchentagen (Berlin, Leipzig, München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, um einige zu nennen, zuletzt am Ostfriesischen Kirchentag Aurich ausgestattet mit einem Lastwagen, Räucheröfen, Pizza- und Backofen oder die Veranstaltung eines Nikolausfestes oder das Ausrichten der Karnevalfeste mit jeweils großer Tombola. Auch auf den verschiedenen Festen war und ist der Männerkreis ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der Gemeinde.

„Corona“ hat in drei Jahren für die Gemeinde tiefgreifende Einschnitte gebracht, von denen der Männerkreis ebenfalls schwer getroffen wurde. Über längere Zeiträume konnten wir gar nicht oder nur eingeschränkt unsere Abende abhalten und auch unsere traditionellen Veranstaltungen „fielen ins Wasser“.

Und wie sieht es aktuell um den Männerkreis aus: Es macht sich bemerkbar, dass das Durchschnittsalter beträchtlich gestiegen ist. Dessen ungeachtet treffen wir uns zu den zwei-wöchentlichen Dienstagstreffen seit Anfang des Jahres wieder wie gewohnt um 19.00 Uhr. Ob wir die Nikolausfeier für die Jüngsten unserer Gemeinde und das schon traditionelle Männerfrühstück mit namhaften Referenten aus Kirche, Politik und Wirtschaft in diesem Jahr wiederbeleben können, hängt ursächlich von der notwendigen Renovierung/Erneuerung des Albert-Schweitzer-Gemeindehauses ab. Aber auch die vielen kleinen ständigen Hilfestellungen in der Gemeindearbeit erfordern viel gerne gegebene Zeit und Einsatz. Die „Rothemden“ mit der Lutherrose auf dem Rücken sind bekannt im Umfeld und gerne gesehen auf den Gemeindefesten

Nicht auf der Strecke bleibt dabei die Geselligkeit. Boßeln, Fahrradtouren, Grillabende, gemeinsames Fußball-Fernsehen, Diskussionen über Positives und Negatives im Alltagsleben bereichern das Gemeinschaftsleben.

Wir sind stolz darauf, seit 49 Jahren in der Gemeinde aktiv zu sein!

Blumendienst

Zum sonntäglichen Gottesdienst gehört neben dem Predigen, Hören, Singen und Beten – also dem Tun – auch das Sehen auf das Kreuz, die Kerzen und natürlich den Blumenschmuck im Altarraum.

Anfangs hatten unsere Küsterinnen zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben das Schmücken des Kirchenraumes übernommen. Das bereitete ihnen viel Freude, war aber auch ein großer Zeitaufwand. Die Gemeinde erinnert sich gern und dankbar an diese zurückliegenden Jahre.

So entschloss sich der Kirchenvorstand, den Blumendienst in professionelle Hände zu übergeben. Das Auge konnte verweilen auf den gekonnt liebevoll, den Jahreszeiten und Anlässen angepasst gestalteten Blumenarrangements von Frau Vera Rosenow, unserer Floristik-Fachfrau, auf die wir uns stets verlassen konnten.

Als dann die Gemeinden zu weiteren Sparmaßnahmen aufgefordert wurden, wollten wir ab 2012 eine neue Aktion starten im Einvernehmen mit Frau Rosenow, der wir unseren herzlichen Dank aussprachen.

Im „Sprachrohr“ warben wir dann:

„Wer aus unserer Gemeinde hätte Freude daran und den „grünen Daumen“- ehrenamtlich an der Ausgestaltung unseres Altarraumes mitzuwirken?“

Leider konnten wir keine neuen aktiven Gemeindeglieder dafür gewinnen.

Aber gern haben wir drei uns als „Blumenfrauen“ zur Verfügung gestellt, da wir ja ohnehin mit dem Leben in Kirche und Gemeinde vertraut sind – stets nach dem Motto:                   „Für Bethlehem aus gutem Grund.“

Wir sammeln und schneiden Blumen, Blätter und Zweige, alles, was wir im eigenen Garten, neben der Kirche und am Wegesrand finden, und ab und zu streifen wir auch über den Wochenmarkt! Und ich denke, man spürt unsere Gestaltungsfreude! Wie man einen Schriftsteller, Maler und Musiker an seinem Stil erkennt, so vielleicht auch die „Gärtnerin“, die an jenem Sonntag gerade Dienst hatte?!

Charlotte Stellmacher

Bibelkreis

Der Bibelkreis trifft sich im monatlichen Rhythmus im Albert-Schweitzer-Haus. Gegenwärtig sind wir zu sechst oder zu siebt. 

Nach Verabredung lesen wir entweder über mehrere Sitzungen hinweg Auszüge aus einer Lektüre. (So haben wir uns über einen längeren Zeitraum mit Gerd Theißens historischem Roman Der Anwalt des Paulus beschäftigt.) Oder wir nehmen uns für den Abend den Bibeltext vor, der an einem der nächsten Sonntage zur Predigt vorgeschlagen ist. Die Form der Bibelarbeit ist das lockere, assoziative Gespräch: Wir sprechen aus, was uns zu den biblischen Zeilen einfällt. 

Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen!

Wir treffen uns einmal monatlich mittwochs von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr. Ansprechpartner ist Pastor Heldt; Tel. 05931 4966177. 

Basarkreis

Die Basargruppe wurde 1984 gegründet und hat in demselben Jahr den ersten kleinen Basar am Gemeindefest veranstaltet.

1991 fand der erste große Basar mit Kaffee und Kuchen statt. Der Erlös wurde an verschiedene soziale Einrichtungen weitergegeben. Der letzte große Basar fand 2019 statt. Corona hat auch vor der Basargruppe nicht halt gemacht. In den letzten drei Jahren konnten wir unsere Treffen nur eingeschränkt oder gar nicht abhalten. Dank Telefon und WhatsApp waren wir immer in Verbindung.

In dieser Zeit kam die Idee zu dem so genannten „Corona-Weihnachtsbaum“. Jeder von uns hat einen Teil dazu beigetragen. Günter Rieken vom Männerkreis hat uns das Untergestell für den Baum angefertigt. Der Weihnachtsbaum wurde dann Quadrat für Quadrat von uns zusammengenäht und vom Männerkreis vor der Kirche aufgestellt. Auch in diesem Jahr steht er wieder vor der Kirche. Einen Basar werden wir aus Altersgründen und fehlendem Nachwuchs nicht mehr machen.

Wir treffen uns aber weiterhin jeden 2. Mittwoch im Monat ab 19.00 Uhr im Gemeindehaus. Wir werden dafür andere Aufgaben wahrnehmen, z.B. den Krippenweg in der Kirche aufbauen und die Krippe vor dem Gemeindehaus.

Weiterhin ist es uns ein Anliegen, dass es im Gemeindehaus freundlich und ansprechend aussieht. Dafür möchten wir gerne sorgen. Wünsche werden gerne entgegengenommen.

Brigitte Becker

Abstand mit Zuversicht

Liebe Gemeindeglieder,

die Corona-Pandemie hat uns alle weiterhin noch im Griff, auch wenn inzwischen nicht wenige von Ihnen schon geimpft sein werden. Alle ernstzunehmenden Fachleute sagen: Wohl noch bis zum Spätsommer werden wir um die strikte Einhaltung der Hygieneregeln nicht umhinkönnen. Vor allem „Abstand halten“ ist ein Gebot dieser belastenden Zeit – ein unumstößlicher Ratschlag, der vor allem in einer christlichen Gemeinde nur mit großem Bauchkneifen umzusetzen ist, zumal doch die persönliche Nähe so ungemein wichtig für das menschliche Miteinander ist. Umso bemerkenswerter scheint mir, wie diszipliniert wir alle Sonntag für Sonntag mit den uns auferlegten Regeln umgehen. Wir tragen Masken, sitzen mehrere Meter auseinander, verzichten auf das Singen, verabschieden uns nach dem ver-kürzten Gottesdienst mit einem freundlichen Winken: Das war‘s dann schon. Die lebendige Gemeindearbeit mit allen Gruppen und Veranstaltungen liegt ziemlich brach…

Es sei Ihnen in diesem Zusammenhang erneut versichert: Nicht nur Sie ganz persönlich, nein wir alle machen uns Gedanken, wie wir möglichst bald wieder Initiativen ergreifen können, neue Pläne realisieren, verschiedene Ideen in die Tat umsetzen. Wie sehr sehnen wir uns nach einem Konzert (sei es im Freien), nach einer fröhlichen Veranstaltung für die Kinder und Jugendlichen, nach einem geselligen Miteinander.

Ihre Bethlehem-Stiftung denkt dabei weiter konkret über ein Besuchsangebot für unsere älteren Gemeindeglieder nach, wobei die Planungen inzwischen vorangeschritten sind. Zunächst einmal werden zwei oder auch drei Damen sich um diejenigen von Ihnen kümmern, die ein besonderes Bedürfnis nach einem guten Gespräch im Rahmen eines regelmäßigen Besuchs zu Hause haben. Die Stiftung möchte dieses Vorhaben gern finanziell unterstützen. Sie dürfen sich gern im Pfarrbüro melden, wenn Sie sich hier angesprochen fühlen! Gerade ältere und oft alleinlebende Menschen hat die Pandemie hart getroffen, persönliche Kontakte mussten eingeschränkt oder gar ganz eingestellt werden.

Bei alledem vergessen wir natürlich nicht unseren Stiftungs-Alltag, d.h. die gewissenhafte und sorgfältige Verwaltung des Stiftungsvermögens. Unsere Bevollmächtigten treffen sich unter Einhaltung der Corona-Bedingungen regelmäßig und sorgen für die Neuanlage freiwerdender Geldanlagen – eine nicht ganz einfache Aufgabe in Zeiten historisch niedriger Zinsen. Hier bedarf es kluger und verantwortungsbewusster Entscheidungen nach Einholung fachmännischen Rats. Und die dann doch übrigbleibenden Zinserträge müssen schließlich auch sinnvoll ausgeben werden. Hier denken wir weiterhin an eine nachhaltig angelegte In-vestition in eine Photovoltaikanlage für das Albert-Schweitzer-Gemeindehaus, ein wegen der Corona-Krise (und hier drehe ich mich jetzt im Kreis) gegenwärtig noch ein wenig nach hin-ten verschobenes Vorhaben.

Abschließend mein Rat: Bleiben sie vorsichtig, aber auch zuversichtlich und durchaus optimistisch. Denn so langsam aber sicher wird Licht am Ende des Tunnels erscheinen.

Ihr

Dr. Martin van der Ven

Die Stiftung in Corona-Zeiten

Liebe Gemeindeglieder,

die zweite Corona-Welle ist in dieser Heftigkeit fast so unerwartet und schnell über uns hereingebrochen wie die erste. Gott sei Dank sind zumindest die Gottesdienste auf der Basis ausgeklügelter Hygienekonzepte weiterhin möglich. Aber: Wir müssen aus Sicherheitsgründen auf das Frauen- und das Männerfrühstück und auf das traditionelle Mitarbeiterfest im November verzichten, und auch das Nikolausfest und der Seniorenadvent können nicht stattfinden. Das kommende Weihnachtsfest wird sich zweifellos grundlegend von denen in den vergangenen Jahren unterscheiden. Schmerzlich vermissen wir alle die engeren Kontakte, Umarmungen, angeregten Diskussionen von Angesicht zu Angesicht. Auch unsere Bethlehem-Stiftung bräuchte längst wieder neue Ideen, Anregungen oder auch Kritik. Glauben Sie mir, die Kuratoriumsmitglieder scharen förmlich mit den Hufen und können es kaum abwarten, wieder „live vor Ort“, d.h. im direkten Gespräch mit Ihnen über unsere Konzepte zu diskutieren, auch mal Widerspruch auszuhalten, neugierige Fragen gestellt zu bekommen. Für viele und insbesondere ältere Gemeindeglieder sind die vielzitierten und oft überstrapazierten „neuen sozialen Medien“ nun einmal kein gleichwertiger Ersatz für den persönlichen, vertrauensvollen Dialog.

Freude bereitete uns die festliche Einführung der neuen Jugenddiakonin Rebekka Köhnen, die seit September mit einer Viertelstelle in unserer Gemeinde beschäftigt ist und inzwischen auch schon den Konfirmandenunterricht gehalten hat. Während einer Kuratoriumssitzung haben wir mit ihr künftige Aufgabenfelder insbesondere für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren überlegt, bei denen sich die Stiftung finanziell beteiligen wird. Das bewährte „Backen und Basteln“ bietet dabei einen hoffnungsweckenden Orientierungspunkt.

Weitere eventuelle Stiftungsprojekte für 2021 sind die finanzielle Unterstützung einer Photovoltaikanlage für die Kirche und das Gemeindehaus (hierzu ist zunächst eine Beratung mit Herrn Immisch vom Kirchenkreisamt vorgesehen), und auch die Beteiligung der Bethlehem-Stiftung an einem von Herrn Pastor Schönrock mitinitiierten Förderverein in der JVA Meppen-Versen, dessen Satzung gegenwärtig erstellt wird. In der letzten Kuratoriumssitzung berichtete Herr Pastor Schönrock, dass die ca. 400 Inhaftierten zu insgesamt 7 bis 8 verschiedenen Glaubensrichtungen zuzuordnen seien. Die Anzahl evangelischer Christen schwanke dabei sehr und liege zwischen 3 und 150. Zu unserer Bethlehemgemeinde gehörten allerdings nur diejenigen, die länger als 3 Monate inhaftiert seien.

Zur Zielsetzung des Fördervereins gehören die Aufarbeitung der Geschichte der JVA Meppen (ehemals Lager Versen), die Eröffnung künftiger Lebensperspektiven für die Gefangenen und auch die Begleitung ihrer Angehörigen. Die aufwendig zu renovierende Baracke aus der NS-Zeit soll ein Ort der politischen Bildung werden, um das Geschichtsbewusstsein der Gefangenen und der Öffentlichkeit (z.B. auch von Schulklassen) zu wecken und Erinnerungsarbeit etwa durch geeignete Ausstellungen zu leisten unter dem Gesichtspunkt „nie mehr zurück ins Dritte Reich“ und „wehret den Anfängen“.

Ihr

Dr. Martin van der Ven

 

Bethlehem-Stiftung startet Projekt „Besuchsdienst für Senioren“

Neben der Kinder- und Jugendarbeit liegt der Stiftung die Begleitung unserer älteren Gemeindemitglieder sehr am Herzen. Gerade in dieser besonderen Zeit möchten wir gegenüber unseren Senioren die Verbundenheit durch regelmäßige Besuche zum Ausdruck bringen.

Die Stiftung hält für den Besuchsdienst, den sie stärken möchte, Mittel bereit. Deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie gerne besucht werden möchten.

Für diesen Fall bitten wir Sie, sich im Pfarrbüro unter der Telefonnummer 05931-12467 zu melden.

Es grüßen Sie ganz herzlich im Namen der Bethlehem-Stiftung

Ulrike van der Ven (Vorsitzende der Bethlehem-Stiftung)

Hiltrud Ahrens (stellvertr. Vorsitzende der Bethlehem-Stiftung)

Verabschiedung Philip Krieger

Liebe Gemeindeglieder,

In den vergangenen Wochen haben wir alle begreifen müssen, dass die Corona-Krise längst nicht ausgestanden ist und dass das Warten auf die schützende Impfung noch monatelang weitergehen wird. Gleichzeitig haben unsere Bethlehemgemeinde und die Stiftung deutliche Zeichen gesetzt, dass wir mit den nötigen Schutzmaßnahmen und reichlich Erfindergeist eben doch zusammenkommen können und ein bisschen Nähe erfahren (wenngleich manchmal auch nur „virtuell“). So hat auch das Kuratorium der Bethlehem-Stiftung inzwischen wieder getagt – zwar mit großem Abstand und mit Schutzmasken, aber doch mit viel Inhalt und manchem Ergebnis.

Vermutlich haben Sie in diesem Jahr das schon zur Tradition gewordene Konzert des Neuen Vocalensembles Meppen schmerzlich vermisst. Wir versprechen Ihnen: Aufschoben ist nicht aufgehoben! Im nächsten Jahr soll es wieder stattfinden. Auch der Rechenschaftsbericht wird Ihnen dann wieder „live vor Ort“ im Rahmen einer Stifterversammlung präsentiert werden. Die Zahlen für 2019 stellt Ihnen Norbert Kerperin in diesem Heft an anderer Stelle vor.

Unten auf dieser Seite finden Sie Informationen über das von mir schon im letzten Sprachrohr angesprochene neue Projekt „Besuch älterer Gemeindeglieder“. Zögern Sie nicht und melden Sie sich gern, wir kommen dann auf Sie zu.

Auch die jungen Gemeindeglieder stehen weiter im Blickfeld der Stiftung. Die neue Regionaldiakonin Rebekka Köhnen wird am 1. September mit einer Viertelstelle in der Bethlehemgemeinde präsent sein. Wir werden mit ihr gemeinsam ein neues zusätzliches Aufgabenfeld für Kinder und Jugendliche planen.

Schließlich hat die Bethlehem-Stiftung die finanzielle Unterstützung eines neu zu gründenden Fördervereins an der JVA Meppen-Versen überlegt. Vergessen wir nicht: Die evangelischen Inhaftierten in Versen sind Glieder unserer Gemeinde. Der neue Verein soll die Aufarbeitung der Geschichte des Lagers Versen und auch politische Bildungsangebote für Gefangene in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen.

Sie sehen also: Ihre Bethlehem-Stiftung wird nicht müde. Bleiben Sie gesund und unterstützen Sie uns!

Ihr

Dr. Martin van der Ven

Aktiv auch im Lockdown

neue Pflasterung

Es schien so, als ob ein Meteorit eingeschlagen wäre oder ein Tsunami uns überrollt hätte: Wer dachte schon im Januar daran, dass das Virus aus dem ach so fernen China uns hier in Europa innerhalb kurzer Zeit so viel Kummer bereiten würde und die gesamte Gesellschaft zu jahrzehntelang nicht gekannten Einschränkungen zwingen würde. Auch all das, was eine lebendige Kirchengemeinde ausmacht, lag auf einmal brach. Ein normaler Alltag ist bis heute immer noch in weiter Ferne. Wir sitzen in der Kirche weit auseinander und summen die vertrauten Lieder hinter unserem Mundschutz. Als gläubige Christen lassen wir uns aber nicht entmutigen. Voller Zuversicht hoffen wir auf eine gesunde Zukunft jenseits der erhofften Impfung.

Albert-Schweitzer-GemeindehausAuch die Bethlehem-Stiftung ist nicht untätig geblieben. In den Wochen des „Lockdowns“ war auf dem Gebiet rund um die Kirche, das Albert-Schweitzer-Gemeindehaus und das Pfarrhaus reges Treiben zu beobachten. Die neue Pflasterung wurde rechtzeitig vor dem ersten Gottesdienst unter den Corona-Bedingungen fertig. Sie sieht nicht nur schick aus sondern sorgt ab sofort für sichere Bedingungen ohne Stolper- und Sturzgefahr. Die Bethlehem-Stiftung hat sich mit 25.000 € an den Unkosten beteiligt und damit den Löwenanteil übernommen. An dieser Stelle sei allen Zustiftern herzlich gedankt für Ihre großzügige Unterstützung! Auch in den schwierigen Corona-Zeiten konnten wir uns übrigens unvermindert auf alle Dauerzustifter verlassen.

In den kommenden Monaten stehen nun einschneidende personelle Veränderungen an. Unser Jugenddiakon Philip Krieger wird uns zur Jahresmitte leider verlassen und in unserem Kirchenkreis die Stelle des Kreisjugendwarts übernehmen. Seine bisherigen Aufgaben werden zum Teil von einer Diakonin übernommen werden, die mit jeweils einer Viertelstelle in unserer Gemeinde und in Dalum/Twist sowie mit einer halben Stelle in Haren tätig sein wird. Die Finanzierung geschieht durch den Kirchenkreis. Außerdem werden zwei weitere Mitarbeiterinnen im Rahmen geringfügiger Beschäftigungen ebenfalls in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde eingesetzt werden, so dass Sie sicher sein können: Die vielen Meilensteine, die Philip Krieger gesetzt hat, werden weiter gepflegt und ausgebaut! Die Bethlehem-Stiftung wird künftig die Finanzierung einer der beiden zusätzlichen Fachkräfte übernehmen und somit unverändert die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Gemeinde fördern.

Aber auch die älteren Gemeindeglieder bedürfen vielfältiger Unterstützung nicht nur in Corona-Zeiten. Viele Menschen hohen Alters schaffen den sonntäglichen Weg in die Kirche nicht mehr, sind einsam und hoffen auf Zuspruch und Unterstützung. Hier wird die Stiftung künftig einen weiteren Schwerpunkt setzen und konkrete Hilfsmaßnahmen planen und finanziell unterstützen.

Achten Sie weiterhin auf Ihre Gesundheit. Bleiben Sie vorsichtig, aber seien Sie nicht zu besorgt. Gemeinsam und mit Gottes Hilfe werden wir vorankommen.

Ihr
Dr. Martin van der Ven