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Seniorengruppen

Senioren sind die Schatzkiste unseres Lebens!

In den 80-er Jahren wurde man vermehrt auf sie aufmerksam. Bei „Bethlehems“ gab es unter der Leitung von Pastor Heinz Roth den „Nachmittagskreis der Frauen“, der in dieser Form nicht mehr existiert, ebenso wie die Senioren-Basargruppe, die sich 14-tägig traf.

Jede Zeit hat ihren Trend. In den 80-er Jahren drehte sich plötzlich alles um Fitness. Dieses überließ „Bethlehem“ den Sportvereinen und kümmerte sich vielmehr um weniger Geübte. Frau Erika Brand schrieb im Sprachrohr Februar/März 1992: „Bewegung bis ins Alter, starten statt warten – tun Sie etwas für Ihren Körper“. Sie gründete am 9. März 1992 zwei Gruppen für „sanfte Gymnastik“, die sich montags vormittags trafen. So blieb es drei Jahre.

1995 änderte sich einiges. Ich hatte inzwischen eine Ausbildung für Seniorentanz gemacht. In meinem Protokoll vom 5. September 1995 steht wörtlich: „Die Gymnastikgruppe hat aus gesundheitlichen Gründen keine Leiterin mehr, ob ich das mal mache?“ – Ja, ich habe es gemacht, immer noch, bis heute mit der gleichen Freude. Sicher manchmal auch mit Wehmut, denn es sind schon einige Damen der Anfangszeit verstorben.

Neuanfänge haben doch immer einen besonderen Reiz. Aber eine Seniorengruppe war das 1995 ja nun wirklich noch nicht, das wurde sie nach ein paar Jahren von ganz allein. Ein Mitglied von 83 Jahren gab es und mit der Zeit die ersten 70-er. So nach und nach beim Blick in den Spiegel war dann klar: „Bethlehem“ hatte eine Senioren-Gymnastikgruppe! Man muss nur warten können und daran glauben.

Ich holte also meine Musikkassetten und mein altes Radio raus, und da die Gruppe immer größer wurde, dazu das Tische-Wegräumen immer beschwerlicher, hatte der Stuhlkreis bald seinen festen Platz. Wir machten Gymnastik nach Musik, oder korrekt ausgedrückt: „Tanzen im Sitzen, die charmante Art, Gymnastik zu machen“.

„Pfarrers Katz“

„Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen“(Konfuzius), unter diesem Motto habe ich mein Seniorentanzprogramm beim „Nachmittagskreis der Frauen“ vorgestellt. Am 29. Mai 1995 gab es dann einen Schnuppernachmittag, zehn Personen kamen, das war doch ein toller Anfang! Dieser Tag war genau genommen die Geburtsstunde unseres heutigen Seniorentreffs, oder wie wir ihn auch nennen, unserer Spielrunde. Irgendwann wurden die Fußtänze zu anstrengend, dann also Tänze im Sitzen, dazu Gedächtnistraining und Fingerübungen, stets aber mit einer Runde Kaffee und Kuchen.

Natürlich änderte sich der Kreis der Teilnehmer ständig. Einige zogen in Senioren-Wohnanlagen, und viele unserer „Ur-Bethlehemiten“ verstarben, wie z.B. die Damen: Abraham, David, Kittlas, Kurz, Marzian, Rodehüser(ich habe hier nur die schon damals über 90-jährigen namentlich erwähnt).

Ein Anreiz für neue Mitglieder musste her, und wenn die Enkelkinder zu groß sind, um mit uns „Mensch ärgere dich nicht“ zu spielen, gründeten wir eine Spielgruppe – die gibt es bis heute- und freie Stühle auch noch. Also: wer das hier liest, einfach vorbeikommen und mitmachen!

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