{"id":105124,"date":"2025-12-05T10:01:02","date_gmt":"2025-12-05T10:01:02","guid":{"rendered":"https:\/\/bethlehemgemeinde-meppen.de\/?p=105124"},"modified":"2025-12-08T11:43:30","modified_gmt":"2025-12-08T11:43:30","slug":"jahreslosung-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bethlehemgemeinde-meppen.de\/?p=105124","title":{"rendered":"Jahreslosung 2026"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"105124\" class=\"elementor elementor-105124\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-164e77b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"164e77b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;ekit_has_onepagescroll_dot&quot;:&quot;yes&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-4a235b8\" data-id=\"4a235b8\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a37e153 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"a37e153\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;ekit_we_effect_on&quot;:&quot;none&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Wildg\u00e4nse am Himmel<\/strong><\/p><p>von Christian Ceconi, Vorstand Berliner Stadtmission<\/p><p>\u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c \u2013 Manches Mal habe ich das laut gesagt mit feuchten Augen. Am Ende der Trauerfeier, am offenen Grab, bittend, trotzig, \u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c ist der Moment, wenn ich noch am Grab stehend den Blick aufrichte gen Himmel.<\/p><p>Einmal stand ich vor der Kapelle an den Vier Linden in Hildesheim. Die Trauerfeier hatte noch nicht begonnen. Die Leute kamen gerade an. Ich begr\u00fc\u00dfte einige an der T\u00fcr. Als ich den Blick nach oben richtete, flog da ein ganzer Schwarm Wildg\u00e4nse vorbei. Laut schreiend, in V-Formation, auf dem Weg zu einem Ziel, das sie instinktiv suchen und finden, weil sie ihrem inneren Kompass folgen.<\/p><p>Das Rufen der G\u00e4nse lie\u00df auch ganz viele Menschen die K\u00f6pfe heben. F\u00fcr einen Moment waren wir gebannt von diesem Bild, wie die G\u00e4nse am grauen Himmel vorbeizogen.<\/p><p>Dann begann die Trauerfeier mit dem Gedicht \u201eFreies Geleit\u201c von Heinz Piontek:<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Da wird ein Ufer<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zur\u00fcckbleiben<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Oder das Ende eines<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Feldwegs.<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Noch \u00fcber letzte Lichter hinaus<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wird es gehen.<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aufhalten darf uns<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Niemand und nichts!<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Da wird sein<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unser Mund<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 voll Lachens &#8211;<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Seele<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Reiseklar &#8211;<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das All<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nur eine schmale T\u00fcr<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Angelweit offen &#8211;<\/p><p>Traurigen Herzens sa\u00dfen wir in der Kapelle und sp\u00fcrten zugleich, wie weit der Himmel ist. Durch den Schrei der G\u00e4nse im Ohr lie\u00df Gott unsere Seelen aufatmen. Und manch einem war es m\u00f6glich, der Seele Fl\u00fcgel zu geben, aufzufliegen in die Weite der Gegenwart Gottes. In aller Traurigkeit gab es den Moment, wo der Himmel offenstand und viele im Raum wussten: Gott wird dem Tod nicht das letzte Wort lassen. Nicht hier und nicht in Zukunft. Als ich auf dem Nachhauseweg noch einmal gen Himmel blickte, waren die Wildg\u00e4nse l\u00e4ngst verschwunden. Weitergezogen, ihrem Ziel entgegen.<\/p><p>(gek\u00fcrzt aus: St. Kern\/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)<\/p><p>============================================================<\/p><p><strong>Eine Vision der Hoffnung<\/strong><\/p><p>von Ernst-Wilhelm Gohl,\u00a0 Bischof<\/p><p>Wir leben in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Wohin wir auch blicken: Krisen, Kriege, Katastrophen. Mitten hinein in diese Zeit h\u00f6ren wir den Ruf der Jahreslosung: <em>Siehe, ich mache alles neu! <\/em>(Offbg 21, 5) Das H\u00f6ren auf dieses Wort verbindet uns mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt \u2013 und mit denen, die vor uns waren.<\/p><p><strong>Siehe! <\/strong>Das Hoffnungsbild des letzten Buches der Bibel lenkt unseren Blick auf Gott. Er hat sich uns in Liebe zugewandt. Mit ihm haben wir Zukunft und Hoffnung. Hoffnung statt Zukunftsangst. Denn die Dinge dieser Welt, ihre \u00c4ngste und Sorgen, sie haben nur das vorletzte Wort. Das erste und das letzte Wort hat der, dessen Zukunft uns die Apokalypse zeigt: \u201eGott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.\u201c (Offbg 21, 4) Die Vision der Jahreslosung verbindet uns weltweit zu einer Gemeinschaft der Hoffnung:<\/p><p>gemeinsam hoffen wir gegen die Angst.<\/p><p>Gemeinsam beten wir f\u00fcr Frieden und das Ende der Gewalt.<\/p><p>Gemeinsam vertrauen wir in einer lieblosen Welt auf Gottes Liebe.<\/p><p>Denn wir h\u00f6ren miteinander auf die Worte dessen, der Anfang ist und Ende und der uns zuruft:<\/p><p>\u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c<\/p><p>(gek\u00fcrzt aus: St. Kern\/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)<\/p><p>========================================================<\/p><p><strong>Alles neu? Ist das gut?<\/strong><\/p><p>Von Cornelia Mack, Autorin<\/p><p>Manche Menschen tun sich schwer mit Neuerungen. Sie m\u00f6chten gern, dass alles beim Alten bleibt. Und dann gibt es andere, die lieben Ver\u00e4nderungen und Neuerungen und m\u00f6gen es gar nicht, wenn immer alles gleich bleibt. Was bedeutet das nun im Hinblick auf unsere Jahreslosung? Schauen wir genau hin. Unmittelbar in den Versen davor ist die Rede von Leid und Tod, von Tr\u00e4nen und Schmerzen, von Krieg und Geschrei. Das sind alles Ereignisse, unter denen wir leiden und die uns nicht gefallen. Gott spricht: \u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c<\/p><p>Dieses Leben hier, auch alles Unvollkommene auf dieser Erde, wird nicht das Letzte sein. Und in der Verbindung mit Jesus, in dem die erneuernde Kraft Gottes schon begonnen hat, darf alles Negative jetzt schon entmachtet werden. Auf Gottes neue Sch\u00f6pfung gehen wir zu. Darauf k\u00f6nnen wir uns ausrichten und dem Negativen etwas Neues\u00a0 entgegensetzen. Nicht erst am Ende der Zeit, sondern heute schon.<\/p><p>(gek\u00fcrzt aus: St. Kern\/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)<\/p><p>=========================================================<\/p><p><strong>Der Gebetstopf<\/strong><\/p><p>von Luitgardis Parasie, Pastorin<\/p><p>Wenn ich meiner Freundin Karen eine Sorge erz\u00e4hle, sagt sie: \u201eDas kommt in meinen Gebetstopf.\u201c Anfangs war ich irritiert: Gebetstopf \u2013 was soll das denn sein? Karen sagt: \u201eGanz einfach: ich schreibe die Sorgen und N\u00f6te auf ein Blatt Papier und bete daf\u00fcr. Dann packe ich den Zettel in einen Tontopf. Gott sieht ja, was drin ist, und wird sich darum k\u00fcmmern. Darauf vertraue ich. Nach ein paar Wochen \u00f6ffne ich den Topf, schaue die Zettel durch und sehe, welches Gebet schon erh\u00f6rt wurde. Das macht mich oft richtig gl\u00fccklich. Die nicht erh\u00f6rten Zettel kommen wieder in den Topf.\u201c Was f\u00fcr eine originelle Idee. Und\u00a0 meine Freundin hat begriffen: wichtig ist nicht, dass alle Fragen beantwortet werden. Sondern dass sie, Karen, eine Beziehung zu Gott hat. Dass sie ihm vertraut, auch wenn sie vieles nicht versteht. \u201eSiehe ich mache alles neu!\u201c, sagt Gott \u2013 der Gebetstopf st\u00e4rkt ihre Zuversicht. Es hilft ihr, Gott zu vertrauen, auch in Durststrecken und schwierigen Zeiten.<\/p><p>(gek\u00fcrzt aus: St. Kern\/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)<\/p><p>================================================================<\/p><p><strong>Der Pfirsichbaum<\/strong><\/p><p>von Dr. Sibylle Seib, Lehrerin<\/p><p>Vor mehr als zehn Jahren wurde in unserem Garten ein kleines zartes Pfirsichb\u00e4umchen gepflanzt. In Erinnerung an einen Pfirsichbaum im Garten meiner Kindheit stellte ich mir vor, bald leckere, saftig-s\u00fc\u00dfe Fr\u00fcchte zu ernten, sie zu genie\u00dfen, Kuchen damit zu backen.<\/p><p>Nun ja, dieses wunderbare Neue braucht immer noch seine Zeit. Erst ging das B\u00e4umchen buchst\u00e4blich ein und wuchs nicht weiter. Obwohl ich dachte, dass es wohl kein Leben mehr enthielt, lie\u00df ich es noch an der Stelle stehen. Nach einigen Jahren dann das Gartenwunder: Es fing wieder an zu treiben und zu wachsen. Das erstaunte mich sehr, wie das tot geglaubte B\u00e4umchen hier neu anfing, sein Leben zu zeigen. Das Neue breitete sich aus durch das Wachsen von \u00c4sten und Zweigen und Bl\u00e4ttern. Wie viele Pfirsichb\u00e4ume k\u00e4mpfte es mit der Kr\u00e4uselkrankheit und ich versuchte die befallenen Bl\u00e4tter regelm\u00e4\u00dfig zu entfernen. Im letzten Jahr produzierte das B\u00e4umchen zum ersten Mal eine ganze Reihe Fr\u00fcchte. Leider wurden sie nicht vollst\u00e4ndig reif, vermutlich aufgrund der immer noch vorhandenen Krankheit. Dieses Jahr nun gibt es weitaus weniger kranke Bl\u00e4tter und die Hoffnung auf ausgereifte Pfirsiche w\u00e4chst. Das Neue, Gute und Sch\u00f6ne braucht hier inzwischen Jahre, um zu wachsen, zu reifen und gegen Krankheit anzuk\u00e4mpfen.<\/p><p>Das von Gott geschenkte Neue in unserem Leben braucht oftmals genauso Kraftanstrengung und Lernprozesse sowie Geduld und Z\u00e4higkeit. So kann \u00fcberraschend Gutes und \u00fcberw\u00e4ltigend Sch\u00f6nes sich durch Widerst\u00e4nde und R\u00fcckschl\u00e4ge hindurch Bahn brechen.<\/p><p>Gottes Wirken in unserem Leben vollendet sich so manches Mal in einem Prozess. Das hat wahrscheinlich auch seinen Grund: So kommen wir hinterher mit unserem Staunen, Begreifen, Anpassen und mit dem eigenen Mitwirken bei dem Neuen, was Gott mitten in unserem Leben schenkt und wachsen l\u00e4sst.<\/p><p>(gek\u00fcrzt aus: St. Kern\/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)<\/p><p>==========================================================================<\/p><p><strong>Ende gut, alles gut<\/strong><\/p><p>von Ernst G\u00fcnter Wenzler, S\u00fcddeutscher Gemeinschaftsverband<\/p><p>\u201eAm Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.\u201c<\/p><p>Klar, das Zitat stammt nicht aus der Bibel. Es wird wahlweise John Lennon oder Oskar Wilde zugeschrieben, stammt aber von dem portugiesischen Schriftsteller Fernando Sabino. Bekannt wurde es durch den Film \u201eBest Exotic Marigold Hotel\u201c. In der britischen Kom\u00f6die will eine Gruppe englischer Senioren ihren Lebensabend in einem als absolut gro\u00dfartig beschriebenen Hotel in Indien verbringen. Als sie ankommen, sind sie die einzigen G\u00e4ste in dem total heruntergekommenen Hotel. Der junge Besitzer tut alles, um ihnen den Aufenthalt angenehm zu machen. Und immer wieder weist er darauf hin: \u201eAm Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.\u201c Und er tut das Beste, um sein Lebensmotto zu best\u00e4tigen.<\/p><p>Leider stimmt die Aussage in der Wirklichkeit unseres Lebens l\u00e4ngst nicht immer. Bei Gott aber schon. Denn er\u00a0 macht am Ende alles neu. Und das ist dann absolut perfekt. Am Ende gibt es ein Fest ohne Ende. Freude pur. Und Gl\u00fcck ohne Verfallsdatum. Dann hei\u00dft es: Ende gut,alles gut!<\/p><p>(gek\u00fcrzt aus: St. Kern\/Chr. Morgner, Lesebuch zur Jahreslosung 2026)<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildg\u00e4nse am Himmel von Christian Ceconi, Vorstand Berliner Stadtmission \u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c \u2013 Manches Mal habe ich das laut gesagt mit feuchten Augen. 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