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Evangelisch werden

Aufnahme in die christliche Gemeinde

Die Taufe ist die festliche Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinde. Im Taufgottesdienst gießt dabei die Pfarrerin oder der Pfarrer einige Tropfen Wasser über den Kopf des Täuflings. Jesus hat seinen Jüngern aufgetragen, alle Menschen zu taufen, die Christen werden wollen. Bei Matthäus im 28. Kapitel heißt es: „Geht hin in alle Welt. Macht zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und siehe, ich bin bei euch bis ans Ende der Welt.“ Die Taufe ist ein Sakrament, das alle Christen miteinander verbindet. Sie ist im Leben eines Menschen einmalig und unwiderruflich.

Taufspruch

Zur Taufe bekommt der Täufling einen Bibelvers mit auf den Weg, der ausdrückt, was ihm seine Familie und die Gemeinde wünschen. Sie sind auf der Suche nach einem Taufspruch? Die Bibelspruch-Suche von evangelisch.de und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hilft, in drei Schritten einen passenden Vers zu finden.

Wozu sich taufen lassen?

Mit der Taufe wird man in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen. Man wird auch Mitglied der Kirche und kann kirchlich getraut werden oder Pate werden. Ansonsten steht es auch Ungetauften frei, an Gottesdiensten und am Gemeindeleben teilzunehmen. Es ist auch möglich, den Konfirmandenunterricht zu beginnen, ohne getauft zu sein. Am Ende des Konfirmandenunterrichts stehen dann die Taufe und die Konfirmation.

Muss man sich noch einmal taufen lassen, wenn man aus einer anderen Kirche kommt?

Nein. Die Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland erkennen in der Regel Taufen an, wenn sie auf den Namen des dreieinigen Gottes, also des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und mit Übergießen des Wassers erfolgt sind. Es werden alle Taufen derjenigen Kirchen anerkannt, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sind.

Wie läuft eine Taufe ab?

Bei uns und in den meisten Gemeinden wird im Sonntagsgottesdienst getauft. In unserer Bethlehemgemeinde gibt es in der Regel in jedem Monat eine Taufmöglichkeit. Wenn ein Kind getauft wird, werden die Eltern und die Paten gefragt, ob sie bereit sind, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Dann wird das Kind getauft, der Taufspruch des Kindes wird gelesen und für das Kind wird eine Taufkerze angezündet.

Wer kommt als Taufpate in Frage?

Das Patenamt ist ein kirchliches Amt. Wer Patin oder Pate werden will, muss selbst Mitglied der Kirche sein.

Wie man wieder in die Kirche eintritt

Unkompliziert und ohne Glaubensprüfung: Wer der evangelischen Kirche beitreten möchte, kann sich in Kircheneintrittsstellen oder bei uns im Pfarramt informieren. Niemand wird in eine Glaubensprüfung geschickt oder muss sich gar für seinen früheren Austritt rechtfertigen.

Muss man getauft sein, wenn man bei einem evangelischen Arbeitgeber arbeiten will?

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat dazu eine Richtlinie herausgegeben. Sie regelt unter anderem:

  • Die berufliche Mitarbeit in der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie setzt grundsätzlich die Zugehörigkeit zu einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland oder einer Kirche voraus, mit der die Evangelische Kirche in Deutschland in Kirchengemeinschaft verbunden ist.
  • Für Aufgaben, die nicht der Verkündigung, Seelsorge, Unterweisung oder Leitung zuzuordnen sind, kann von der ersten Regel abgewichen werden, wenn andere geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu gewinnen sind. In diesem Fall können auch Personen eingestellt werden, die einer anderen Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen angehören sollen.
  • Für den Dienst in der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie ist ungeeignet, wer aus der evangelischen Kirche ausgetreten ist, ohne in eine andere Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen übergetreten zu sein. Ungeeignet kann auch sein, wer aus einer anderen Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen ausgetreten ist.