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Einsegnung Philip Krieger

Heldt: Lieber Philip, bislang haben wir dich immer unter dem Arbeitstitel „Diakon in Ausbildung“ geführt. Das ist ja nun bald vorbei.

P.K: Das stimmt. Ein langer und nicht immer leichter Weg geht nun zu Ende. Eine Zeit neuer Erkenntnisse und des Lernens in Schwalmstadt liegt nun bald hinter mir. Die Weiterbildung hat mir viel Freude bereitet und ich bin sehr froh, diesen Schritt gewagt zu haben. Nun freue ich mich auf meine Einsegnung als Diakon, die wir im Festgottesdienst am Sonntag, 26. Mai 2019, um 15.00 Uhr in der Bethlehemkirche feiern werden. Diesen besonderen Gottesdienst werde ich zusammen mit Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Pastor Jacobs und dir gestalten.

Heldt: Angefangen hast du ja einmal als ausgebildeter Erzieher.

P.K: Das ist beruflich richtig. Die Arbeit als Erzieher im Elementarbereich in der Kindertagesstätte hat mir immer viel Freude bereitet. Neben der Tätigkeit war ich in Lingen, in der Johanneskirchengemeinde, ehrenamtlich engagiert und habe dort viele Aktionen und Projekte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen strukturiert, konzipiert und geleitet. Angefangen über den Kindergottesdienst, Projekttage für Kinder, Konfirmanden- und Jugendfreizeiten… und Vieles mehr.

Heldt: Könnte man also sagen, dass du dein Hobby jetzt zu deinem Beruf gemacht hast?

P.K: Das kann man durchaus sagen. Alles, was mir vor Jahren in meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten bereits wichtig war, hat für mich heute noch eine hohe Priorität. Natürlich ist durch die Anstellung in unserem Kirchenkreis einiges verbindlicher und intensiver, aber auch das ist gut so, wie es ist. Ich denke, dass man den Diakonenberuf nur so intensiv ausführen kann, wenn der Spaß und die Freude, andere zu begeistern und miteinander zu glauben selbstverständliche Tugenden sind. Gemeinsam sind wir auf der Suche nach Gott. Ein wichtiges Fundament dafür sind die Veranstaltungen, Projekte und Freizeiten, die in meinem beruflichen Kontext eine entscheidende Rolle spielen. Ich nenne mal einige Projekte exemplarisch: Krabbel- und Eltern-Kind-Gruppen, besondere zielgruppenorientierte Gottesdienste, Kindernachmittage „Backen und Basteln“, ökumenischer Jugendkreuzweg, Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Jugendlichen, Konfirmandenunterricht, Kinderdisco, Jugendfreizeiten, Kinderkirchentag, Konfirmandentag, Zeltwochenende für Konfirmanden in Geeste, Krippenspielproben und -gottesdienste, Tagesfahrten mit Konfirmanden u.v.m.
Ich freue mich, diesen Aufgaben täglich nachgehen zu dürfen und schätze diese mir übertragenen Verantwortlichkeiten sehr.

Heldt: Wie sind jetzt deine weiteren beruflichen Pläne?

P.K: Ich freue mich sehr, dass nun ein Stück weit „Normalität“ in den beruflichen Alltag einkehren kann. Das viele Lernen und die Anwesenheitstage in Schwalmstadt fallen nun erst einmal weg. Das ist schon einmal eine Erleichterung in der Planung und Ausführung meiner Aufgaben. Oftmals mussten wir uns gegenseitig vertreten bzw. ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dies getan, um eine Kontinuität gewährleisten zu können. Für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar. Ich freue mich nun erst einmal meinem Beruf bzw. meiner Berufung nachgehen zu können. Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass ich in den nächsten Jahren seitens unserer Landeskirche eine Fortbildungspflicht habe. Auch dieser werde ich nachkommen. Die Abwesenheitstage sind nun aber sehr überschaubar und nicht so immens wie die der Weiterbildung.

Heldt: Müssen unsere Kinder und Jugendlichen fromm und brav sein, damit sie bei den Angeboten mitmachen können, die du in Zukunft machen wirst?

P.K: Das wäre wünschenswert. Nein, Spaß beiseite: Die Kinder und Jugendlichen, die an unseren Angeboten teilnehmen oder mitmachen werden, dürfen so teilnehmen, wie sie sind. Dazu muss man nicht besonders fromm sein oder zu Hause drei Mal täglich beten. Das ist zwar schön, aber keine Voraussetzung. Oftmals erleben die Kinder und Jugendlichen bei unseren Zusammenkünften ein Stück weit geistige Heimat oder gar eine religiöse Sozialisation. Darüber freue ich mich sehr. Ehrenamtliche Teamerinnen und Teamer sind durch den Konfirmandenunterricht bzw. die Jugendfreizeitarbeit mit uns als „Kirche“ in Begegnung gekommen und können sich mit unseren Themen in den Andachten und Gottesdiensten identifizieren. Jeder kann sich so einbringen, wie er/sie das kann und mag.

Heldt: Was muss man eigentlich für eine erfolgreiche Freizeitarbeit, wie du sie gestaltest als persönliche Grundvoraussetzungen mitbringen?

P.K: Das ist eine gute Frage. Als erstes sollte man sich, wie schon erwähnt, mit unseren Themen identifizieren können und sich in die Gestaltung der Andachten und Gottesdienste einbringen. Alles Weitere ergibt sich dann. Ich achte bei der Zusammenstellung der Freizeitteams darauf, dass wir alle freizeitrelevanten Themen und Bedürfnisse abdecken. Das sind neben der geistigen Begleitung auch die Fähigkeit, Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen. Andere Teamer begeistern Jugendliche, sind besonders musikalisch oder können Spiele übernehmen. Wieder andere helfen gerne beim Kochen. Es sind also vielfältige Bereiche, die abgedeckt werden müssen, zu berücksichtigen. Jede und jeder bringt sich nach seinen Fähigkeiten und Talenten ein. Die einzige Grundvoraussetzung ist der Erwerb der Juleica (JugendGruppenLeiterCard).

Heldt: Was wünscht du dir zu deiner Einsegnung?

P.K: Zu meiner Einsegnung am 26. Mai 2019 um 15.00 Uhr wünsche ich mir einen schönen und feierlichen Gottesdienst, in dem mir der Segen für mich und meine Tätigkeiten als Diakon zugesprochen wird. Zu diesem Festgottesdienst sind unsere Gemeinden sehr herzlich eingeladen, aber auch alle diejenigen, die in den letzten sechs Jahren meine Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in dem Gemeindedienst sowie der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen waren. Außerdem wünsche ich mir, dass wir beim anschließenden Empfang beisammen sind und gemeinsam feiern.

Heldt: Wen möchtest du jetzt, wo du die Gelegenheit hast, besonders herzlich grüßen?

P.K: … da besteht natürlich die Gefahr, wichtige Personen zu vergessen. Dennoch nutze ich gerne die Gelegenheit. Ich bedanke mich bei den Kirchengemeinden Meppen-Bethlehem, Dalum und Twist, sowie der Bethlehemstiftung für das mir entgegengebrachte Vertrauen sowie die Unterstützung in den letzten sechs Jahren und hoffe, dass dieses auch weiterhin bestehen bleibt. Ebenso bedanke ich mich bei allen hauptamtlich Mitarbeitenden der Gemeinden und im Kirchenkreis für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bei Diakonin Inga Rohoff und Kirchenkreisjugenddiakon Waldemar Kerstan bedanke ich mich für die Begleitung und Unterstützung während meiner Weiterbildung, sowie die Bereitschaft, immer mal wieder Vertretungsdienste zu übernehmen und die Arbeitsentlastung in verschiedenen Bereichen.
Zu guter Letzt bedanke ich mich bei allen ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamern der Gemeinden, die mich immer verlässlich und engagiert in meiner Arbeit unterstützen. Ich bin stolz darauf, euch zu haben und danke euch allen sehr!
Schön, dass ihr dabei seid!

Ihnen und Euch allen wünsche ich alles Gute und
Gottes Segen!