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Die lange Bank!

Etwas auf die lange Bank schieben, den Ausspruch kennen wir alle, etwas vor sich herschieben, obwohl wir genau wissen, gemacht werden muss es doch.

Fluch oder Segen, sie kann sicher beides sein, diese lange Bank. Nur, was mir lieber ist, vermag ich im Augenblick nicht zu sagen. Ob nun real, oder im übertragenen Sinne, so eine Bank wird für uns „alte Leute“ immer wichtiger. – Sie steht im Garten bereit für eine Pause oder einfach nur für viele Gedanken, die einem gerade so kommen. … Garten, das Thema dieses Sommers, da haben wir manches auf die lange Bank geschoben, wenigstens „erstmal“ (auch so ein „Unwort“), denn zum Arbeiten war es da doch viel zu heiß. Also blieb nur das Gießen (sprenge) übrig, das musste ja sein, obwohl das auch schon wie das vielzitierte „Kämpfen gegen Windmühlenflügel“ war.

Alles andere schieben wir mal wieder vor uns her und machen es, wenn die Hitze vorbei ist!

Und… jetzt haben wir Mitte Oktober und stellen fest, es ist ganz schön viel liegen geblieben. Also packen wir es an, der nächste Winter kommt bestimmt. – Jetzt ist es vier Uhr früh und ich werde es mal nicht auf die lange Bank schieben, sondern einen Kaffee kochen und diesen Artikel fertig schreiben.

Es gibt doch so vieles, worüber nachzudenken und zu schreiben es sich lohnt. Was man im Leben doch alles vor sich her geschoben hat, getreu dem Motto: Das mache ich, wenn ich mehr Zeit dafür habe – in aller Ruhe – es muss ja nicht heute sein!

Sie kennen das alle, irgendwie hat jeder von uns schon mal dieses Wort „erstmal“ benutzt. Man sollte es sich abgewöhnen, nicht schon wieder auf die lange Bank schieben, nein, jetzt und gleich, im Alltag, sogar in der Politik würde es sicher vieles leichter machen, na ja, oder auch nicht, vielleicht käme da zusätzlich die lange Bank ins Spiel – erstmal vor sich herschieben und Ausschüsse bilden…. Dann hat sich manches schon von allein erledigt, weil wir zu schnell aufgeben oder einfach „nur sterben“.

Das große Thema „Lebensmittel vergeuden“, sie zu schnell wegwerfen, statt sie an Bedürftige weiterzugeben, gehört eigentlich auch dazu.

Haben Sie Lust mitzumachen? Mal bis Weihnachten nichts „auf die lange Bank“ zu schieben, ich werde es jedenfalls versuchen Es wäre doch schon ein guter Anfang, das Wort „erstmal“ nicht mehr zu benutzen; es gleich fertig zu machen. Verschieben wir es auf morgen? Niemand weiß, wie viel Zeit uns Gott dafür noch eingeräumt hat. Werfen wir sie auf den Sperrmüll diese lange Bank!!

Stellen Sie sich nur mal vor, der 3. Advent käme und alles wäre fertig, nur noch normale Festvorbereitungen, keine Hektik, weil wir nichts vor uns hergeschoben haben, einfach nur glückliche, ruhige Weihnachten, das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen und mir natürlich auch.

Ihre Anni Schwenker